Dies ist der private Weblog von Beat Döbeli Honegger

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Bekanntermassen habe ich mich ja an der GMW in Dresden über die fehlende vorgängige digitale Ausgabe der Conference-Proceedings geärgert und damit mitgeholfen, dass der Tagungsband (Biblionetz:b04618) noch während der Konferenz online ging.

Die GMW fand dieses Jahr zusammen mit der DeLFI (Biblionetz:j00028) statt, wie sieht es eigentlich dort mit dem Tagungsband (Biblionetz:b04616) aus? Fehlanzeige! Auch praktisch einen Monat nach der Tagung (5.-8. September 2011) ist der Tagungsband nicht online verfügbar. Und das bei Informatikern?

Der Tagungsband erscheint in den Lecture Notes in Informatics (LNI) der Gesellschaft für Informatik e. V.. Auf der entsprechenden Website existieren zwei Links, hinter denen man aktuelle Conference-Proceedings aus dem Jahr 2011 vermuten könnte:

gi-online.jpg

Doch leider führen beide Links nicht zum Ziel. Während der erste Link schlicht zu einer leeren Seite führt, endet man beim zweiten auf einer Seite mit Volltexten, die aber letztmals im März 2010 aktualisiert worden ist, also vor etwa anderthalb Jahren:

gi-online2.jpg

Heute vor einer Woche habe ich versucht, die GI per Mail an die dafür vorgesehene Adresse (lni-edition ät gi-ev.de) auf diese Probleme aufmerksam zu machen. Ich weiss, nicht, ob die Mail angekommen und gelesen worden ist. Antwort habe ich auf jeden Fall keine bekommen.

Die Tagungsbände sind aber durchaus auf der Website der GI zu finden, einfach nicht zum Download sondern zum Bestellen als totes Holz für 29.80 Euro:

gi-online3.jpg

P.S.: Ja, auch den Tagungsband der INFOS 2011 würde ich gerne digital durchblättern und vielleicht zitieren...


Kann es sein, dass Informatiker es überhaupt nicht so sehr mit dem Online halten, Warnungen davor und Email ausgenommen? War auf der INFOS 2011, von vielem beeindruckt, aber online war nirgendwo kein Thema. Auch fast kein Getwitter, muss ja auch nicht jeder, aber doch wenigstens ein paar.

-- Main.HerrRau - 05 Oct 2011

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iPad-App für educanet2

30 September 2011 | Beat Döbeli Honegger
educa.ch hat heute die Verfügbarkeit ihrer iPad-App angekündigt. Die App ist für CHF 4.- (!) im App-Store erhältlich. Eine erste Kurzrezension.

Die App bietet folgende Funktionen:

educapad01.jpg

  • Messenger: Der educanet2-interne Instant-Messenger lässt sich nun per iPad nutzen.
    Mein Kommentar: Da meine Mitgliederliste bisher immer leer blieb, konnte ich die Funktion nicht testen.
  • Browser: Dieser Button startet den Safari-Browser des iPads und präsentiert die Weboberfläche von educanet2, wobei man bereits eingeloggt ist.
    Mein Kommentar: Mir ist nicht klar, warum das Browserfenster sich nicht in der App öffnet. Das würde den Zugriff auf die anderen Funktionen erleichtern.
  • Dateiablage: Dieser Button erlaubt den Zugriff auf die Dateiablage von educanet2, wobei Dateien lokal bearbeitet und anschliessend wieder hochgeladen werden können.
    Mein Kommentar: Praktisch, aber Usability verbesserungsfähig.
  • Notizen: Die Notizfunktion von educanet2.ch kann nun auch auf dem iPad genutzt werden.
  • Systemnachrichten: Die Systemnachrichten von educanet2.ch können auf dem iPhone angeschaut und gelöscht werden.
  • Info: Eine Textdatei als Manual zur App.

Die Usability der App scheint mir suboptimal. Ich habe das Gefühl, es werde massiv Platz verschwendet (der meist leere blaue Hintergrund liesse sich doch gut für einen Status-Überblick nutzen) und oft scheinen mir unnötig viele Klicks nötig. Beispiel: wenn ich auf Dateiablage tippe, dann soll doch bitte die Dateiablage sich öffnen, aber nicht folgender Hinweis erscheinen:

Zum Öffnen von Ablagen und Dateien klicken Sie bitte auf "Dateiablage auswählen".

(insbesondere wenn dann auf dem Bildschirm gar kein Knopf existiert, der genau so heisst...)

educapad02.jpg

Die Dateiliste ist dann so schmal, dass ich die Dateinamen nicht ganz lesen kann, obwohl auf dem Bildschirm genügend Platz vorhanden wäre...

educapad03.jpg

Naja, zur Ehrenrettung der educanet2-App: Die Dropbox-App nutzt nicht mehr des verfügbaren Platzes, kürzt aber dafür die Dateinamen besser, so dass die Endung sichtbar wird (neben der Angabe des Änderungsdatums, der Dateigrösse und eines Icons):

educapad04.jpg
In der ersten halben Stunde der Nutzung ist mir die App zwei Mal unrettbar abgestürzt. Ich vermute, dass die App nach dem Wiedereinschalten keine Verbindung zum Server mehr gefunden hat (alle anderen Apps haben aber Internetzugang), aber kein (oder ein viel zu langes Timeout) definiert worden ist. Fehlermeldung habe ich aber keine erhalten.

Kurz-Fazit: In der aktuellen Version aus meiner Sicht keinesfalls die 4 Franken wert.

there's an app for thatwhat?

-- Main.VincentTscherter - 29 Sep 2011 Hab das App auch grad ausprobiert und stelle fest: Es ist angenehm, dass die Dateiablagen aus allen Klassenräumen zusammen sichtbar sind - der Umgang mit den Dateien ist also mit der App einfacher, als direkt auf e2.

Ansonsten ist die nicht erfüllte Erwartung grösser als die Begeisterung.

-- Main.JacquelinePeter - 30 Sep 2011

Die journalistische Freude an neuen Geräten

30 September 2011 | Beat Döbeli Honegger | Medienbericht, Schul-ICT
Ja, als im Glashaus Sitzender sollte ich mit Steine werfen vorsichtig sein. Trotzdem kann ich mir spitze Bemerkungen nicht ganz verkneifen, wenn ich im heutigen Tages Anzeiger (leider nicht öffentlich verfügbar) hier folgende Einführung zu einem zweiwöchigen iPad-Versuch lese:

Zürich – Kanti Wiedikon, Zimmer 205, Dienstag 11.15 Uhr. Bevor die Geografiestunde der Klasse 5a in Englisch beginnt, wuselt Geografielehrer Thomas Korner noch hektisch mit ein paar Kabeln herum. Englischlehrerin und Prorektorin Edith Brunner rollt die Schiefertafel herunter und startet den Beamer. «Welcome to the final presentation », begrüsst sie in lupenreinem Oxfordenglisch. Die 17-jährigen Schülerinnen und Schüler schnattern noch eine Weile schweizerdeutsch. Dann beginnt eine Lektion, wie es sie in den Schulstuben der Schweiz noch kaum gegeben hat. Statt mit einem Bündel Papieren und Folien, treten die ersten beiden Mädchen mit leeren Händen vor die Klasse. «Nummer 14» sagt die eine. Lehrer Korner schliesst das iPad Nummer 14 ans Netzwerk an, und die Präsentation beginnt.

Abgesehen davon, dass man iPads (Biblionetz:w02189) nicht an ein Netzwerk anschliessen kann (gemeint war vermutlich der Beamer): "Dann beginnt eine Lektion, wie es sie in den Schulstuben der Schweiz noch kaum gegeben hat." Auch wenn die Schweiz beim schulischen ICT-Einsatz nicht vorne mitmischt: Das Präsentieren von Vorträgen mit Beamer ist jetzt beileibe nichts Neues!

Mir scheint, dass die wenigsten Artikel zu Tablets in Gymnasien berücksichtigen, dass seit über 10 Jahren Projekte mit persönlichen Notebooks in Gymnasien (Biblionetz:w00753) durchgeführt werden. Der Einsatz persönlicher digitaler Medien ist - wenn auch weit entfernt von alltäglich - keineswegs mehr absolutes Neuland, wie es oft dargestellt wird. Somit würde mich der Vergleich Tablet - Notebook (wie er im aktuellen Artikel gegen Ende auch gemacht wird) jeweils mehr interessieren.
Danke Beat für deine Kommentare. Das Thema Tablets an Schule ist zumindest wieder mal für kurze Zeit in der Öffentlichkeit... kleine Anmerkung: Der Text ist öffentlich verfügbar: http://www.tagesanzeiger.ch/ipad/zuerich/Die-papierlose-Schulklasse/story/22806046 (Danke Miriam).


Interessant, dass man den Artikel aber auch jetzt noch nicht findet, wenn man nach "ipad" sucht beim Tagi... -- Main.ThomasKorner - 28 Sep 2011 @Thomas: Es ist ja auch "ein kostenpflichtiger Artikel aus der Tages-Anzeiger iPad-App." Da stellt sich glatt die Frage, ob nur iPad-NutzerInnen an einem Artikel über iPad-Einsatz interessiert sind. @Beat: Vergleich Tablet-Notebook wär in der Tat interessant. Hast schon ein solches Projekt in der Hosentasche?

-- Main.JacquelinePeter - 30 Sep 2011

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Post-it-War erreicht Zürich

29 September 2011 | Beat Döbeli Honegger | Geek
Nein, ich meine nicht die Nachwehen aufgrund des Post-its-Kleben am Rigi-Workshop (über den ich auch noch bloggen sollte). Das aktuelle Post-it-War-Meme scheint aus Paris in die Schweiz geschwappt zu sein.

Mitarbeiter der Computerspielfirma Ubisoft klebten vor einiger Zeit mit Post-it-Zetteln einen Space Invader an ihr Bürofenster im Pariser Hochhausquartier La Défence. Am nächsten Tag prangte bei der Bank gegenüber ein Packman an der Scheibe. Wie es weiterging zeigt ein Videobeitrag von stern.de:

Und bei Google+ gibt es eine bunte Bildersammlung:

postitwar01.jpg

Vor etwa zwei Wochen bin ich nun durchs Quartier geradelt und habe am Gebäude der Zürcher Informatikfirma Ergon die ersten Pac-Man-Figuren entdeckt:

postitwar02.jpg

Die Sache hat noch viel Potenzial: Das Haus ist ca. 5stöckig und die Firma Ergon ist in Zürich auf drei Liegenschaften verteilt, wovon eine noch grössere Fensterflächen an prominenterer Lage hat.

Aber vielleicht getrauen sich das die Mitarbeiter der Ergon nicht, da eine Inseratekampagne des Stellenanzeigers Alpha suggeriert, solche Aktivitäten liessen auf eine Unterforderung im Job schliessen:

postitwar03.jpg

Darum schauen wir doch zum Schluss nochmals den Franzosen zu:


Ein Wort zu Post-It-War als Beitrag zur Allgemeinbildung? Pixel- vs. Vektorgraphik … wink

-- Main.VincentTscherter - 29 Sep 2011 Wie sähe dann eine entsprechende Vektorgrafik aus?

-- Main.BeatDoebeli - 29 Sep 2011

Als Ergonianer kann ich dich beruhigen, Beat. Wir sind nicht unterfordert im Job. Und entgegen den Unkenrufen aus der Wirkschaft haben wir noch genug Aufträge. smile

Und apropos Vektorgrafik: Da gibt es doch die Bilder aus farbigen Bändern bei Sportplätzen und Schulhöfen (in den Maschendraht geflochten).

-- Main.MatthiasDreier - 29 Sep 2011

Mehr Platz

28 September 2011 | Beat Döbeli Honegger | Gadget
Anfang September war ich an der OBA mit Peter Hogenkamp auf einem Podiumsgespräch, bei (oder nach?) dem er erwähnte, dass er nach jeder frustrierenden Sitzung ein neues digiales Gadget kaufe. "Ach, was habe ich doch für einen frustfreien Job" dachte ich in Erinnerung an mein letztes Notebook, das mich sechs Jahre lang begleitet hat.

Doch nun habe ich doch ein neues Gadget kaufen müssen. Es handelt sich - sehr untechnisch gesprochen - um einen USB-to-HDMI-Adapter:

mehrplatz01.jpg

Das Ding nutzt (irgendwie!?) die interne Grafikkarte moderner Notebooks (und Desktops) zum Ansteuern weiterer Bildschirme. Während ich also 2006 noch stolz berichtete, mein Tablet könne einen 24 Zöller mit 1900 X 1200 ansprechen, so kann mein aktuelles Tablet das auch mit 2 24-Zöllern:

mehrplatz02.jpg

Zusammen mit dem internen Bildschirm (1200 x 800 px) kommen da doch einige Pixel zusammen. Ich will es aktuell nicht ausprobieren, aber gemäss Herstellerangaben soll man bis zu 6 solcher Erweiterungen unter Windows und bis zu 4 bei Macs einsetzen können.

Diese Erweiterung kommt gar nicht mehr so teuer zu stehen. Die kleine Box namens SenseVision USB2.0 to HDMI Graphics hat 70 Franken gekostet und 24-Zoll-Bildschirme bekommt man (occ.) bereits für 200-300 Franken.

Damit lässt sich die Frage Wie viele Bildschirme braucht der Mensch? neu stellen....

Aber ich hoffe selbstverständlich, dass ich nicht bald wieder ein Frust-Gadget benötige wink

Und ich hab schon mit einem 24-Zöller manchmal das Gefühl ich müsse meinen Kopf extrem drehen um alles was darauf passiert zu erfassen … wink

-- Main.MarcWidmer - 28 Sep 2011

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