Annoyance

Hört auf mit egoistischem Kollateralschaden-Tagging!
Rant zu einem nervenden Phänomen in sozialen Netzen

30 July 2026 | Beat Döbeli Honegger | Annoyance

Ich gebe es zu, ist warm hier im Büro. Aber das ist nicht der Grund, dass ich mich jetzt für diesen Rant hinsetze, es liegt eher daran, dass ich in der Sommerpause eher Zeit für solche Postings habe.

Worum geht es? Ich ärgere mich darüber, dass vermehrt User in sozialen Netzwerken Postings mit dem Namen anderer User kommentieren, damit diese auf das Posting aufmerksam werden:

kollateralschaden-tagging.png
Computergeneriertes Symbolbild
(absichtlich exemplarisch lang, damit spürbar wird, wie mühsam das darüberhinwegscrollen ist...)

Warum mich das ärgert? Für mich ist das eine egoistische Form von digitalem Littering. Zwar werden die getaggten User wie gewünscht benachrichtigt, als Kollateralschaden werden aber auch viele andere User informiert (Notification spam) , dass ein Posting kommentiert worden ist und die Kommentarspalte füllt sich mit Beiträgen, die für 99% der User irrelevant sind (Thread-Verschmutzung). Damit wird die eigene Bequemlichkeit an erste Stelle gesetzt und die Verschlechterung des Signal-Noise-Verhältnisses für andere in Kauf genommen.

Just stop it. Postings lassen sich auch per privater Direktnachricht weiterleiten.

MFA-Ärger lindern
Was ich gegen den täglich mehrfachen MFA-Zwang unternommen habe

Mein Arbeitgeber lässt sich nicht davon abbringen, die M365-Konten so einzustellen, dass jedes Gerät, das sich nicht im Arbeitgebernetzwerk befindet, sich täglich neu authentisieren muss per Multifaktor-Authentisierung (MFA). Dies bedeutet normalerweise, dass nach der Passworteingabe auf dem Gerät ein zweistelliger Code angezeigt wird, der dann in der Authenticator-App des Smartphones eingetippt werden muss.

mfa-01.png

Ja, IT-Sicherheit ist wichtig und MFA ist mitunter sinnvoll. Böse Hacker sollen nicht mit meinem Passwort von irgendwoher auf einem anderen Gerät sich als mich ausgeben können. Aber täglich mehrfach, das nervt. Besitzt man nämlich drei Geräte (Notebook, Tablet, Smartphone), dann macht man das pro Tag mindestens drei Mal. "Es geht ja jeweils nur wenige Sekunden" liesse sich jetzt einwenden. Einerseits summieren sich die Sekunden, andererseits können sich die verschiedenen Re-Authentisierungen auch in die Quere kommen: Will ich mich auf dem Notebook erneut anmelden, fragt mich das Handy beim In-die-Hand-nehmen, ob ich nicht gleich auf dem Handy authentisieren möchte. Sage ich ja, weiss ich danach nicht, welcher Code jetzt zu welchem Vorgang gehört. Lehne ich jedoch ab, dann riskiere ich, nicht zu merken, dass jetzt einfach keine neue Mail reinkommt, denn weder Outlook noch Apple Mail weisen wirklich deutlich auf die gekappte Verbindung hin.

green.ch schummelt beim Domaintransfer
Verlockendes Angebot gilt doch nicht für mich - steht im Kleingedruckten (bzw. in der URL)

19 January 2026 | Beat Döbeli Honegger | Annoyance

Der Schweizer Provider green.ch schreibt auf seiner Homepage: Transferieren Sie Ihre Domains jetzt zu Green – ganz ohne Transferkosten. Zusätzlich werden Ihnen die Laufzeiten Ihrer bisherigen .ch und .li Abos angerechnet.

Ich habe soeben eine Domain transferiert. Die bisherige Laufzeit wurde nicht angerechnet. Bei einer Domain könnte man ja noch ein Auge zudrücken. Aber eigentlich hatte ich vor, über 10 Domains zu transferieren. Und ich lasse mich eigentlich ungern belügen.

green-01.jpg

Metanet schaltet ohne zu informieren Webserver ab
Erstaunliches Vorgehen eines Schweizer Providers

16 January 2026 | Beat Döbeli Honegger | Annoyance

TL;DR: Diese Woche hat der Provider Metanet einen Webauftritt von mir deaktiviert ohne mich aktiv zu informieren, weil angeblich bots meine statischen Webseiten so aggressiv abgerufen haben, dass der von mehreren Kunden genutzte Server überlastet war. Weil Metanet auch die DNS-Angaben meines Webauftritts geändert hat und diese Änderung mit einer Lebensdauer von 24 Stunden versehen hat (TTL=24h), war mein Webserver teilweise mehr als einen Tag nicht erreichbar.

Ich finde das in verschiedener Hinsicht sehr unprofessionell:
  • Warum muss ich als Kunde geradestehen für die Folgen aggressiver Bots?
  • Wie kommt der Provider dazu, den Service abzuschalten, ohne mich zu informieren?
  • Warum werde ich selbst in einem solchen Fall am Telefon abgewimmelt?
  • Wie kommt der Provider dazu, meine DNS-Angaben zu ändern mit einer TTL von 24h?
  • Warum habe ich nie ein Wort der Entschuldigung gehört?

Was genau vorgefallen ist:

Mailbackup? Fehlanzeige!
Über die Tücken von Backups

08 January 2026 | Beat Döbeli Honegger | Annoyance

Bei einem von mir betreuten Computer sind die Mails in der Inbox verschwunden - Ursache unbekannt. Kein Problem, sollte man meinen. Frustrierenderweise sind die Mails aber weg.

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
  • CH-8032 Zürich
  • E-mail: beat@doebe.li
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