Dies ist der private Weblog von Beat Döbeli Honegger

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Den Raspberry Pi ins böse Internet hängen
Praktische Sicherheitsüberlegungen auf dem Weg zur eigenen digitalen Souveränität

19 February 2026 | Beat Döblei Honegger

Auch wenn es verlockend bequem ist, möchte ich nicht mehr alle meine Daten auf fremden Wolken lagern. Als Schritt zur persönlichen digitalen Souveränität habe ich deshalb angefangen, gewisse Dienste selbst zu hosten. Dafür könnte ich entweder einen virtuellen Server bei einem Provider mieten oder aber mir selbst einen kleinen Server in die Wohnung stellen und selektiv den Zugriff aus dem Internet auf diesen Server erlauben.

Ich habe mich für den eigenen Server im Bücherregal in Form eines Raspberry Pi 5 entschieden. Einerseits, weil dieser Server auch die Haussteuerung übernimmt, andererseits weil es darauf auch Daten hat, welche die Wohnung eigentlich nicht verlassen sollten. Ist es da nicht gefährlich, Löcher in die Firewall meines Internet-Routers zu bohren?

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Es gibt folgende Möglichkeiten:

Warum ich Tofu bei der Arbeit nicht mag
Wenn unterschiedliche digitale Arbeitsweisen aufeinandertreffen

05 February 2026 | Beat Döbeli Honegger | Geek, Information-Architecture (IA)

Wenn ich auf meinem Computer nach meinen ältesten Mails (Biblionetz:w00498) suche, muss ich ins letzte Jahrtausend zurückgehen. Auf die Schnelle habe ich ein Mail gefunden, von dem nicht sofort klar ist, ob es jetzt von 1993, 1994 oder 1995 stammt:

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Was aber sofort klar wird: Es ist lange, sehr lange her. (Hinweis sowohl für jüngere als auch ältere Menschen: Das war für mich noch vor dem Internet. Es handelt sich um das Mailboxnetzwerk FidoNet). Und es zeigt auch, wie ich damals gelernt, habe Mails zu schreiben. Dieser Zitierstil sorgt heute in meinem Arbeitskontext öfters für Verwirrung. Eine Betrachtung zu digitaler Zusammenarbeit, die ich in Jöran Muuß-Merholz' beiden empfehlenswerten Büchern zu digitaler Zusammenarbeit (Biblionetz:b08860 und Biblionetz:b08924) erstaunlicherweise nicht gefunden habe.

Ich kann programmieren!
Wir müssen lernen, dass Programmieren ungleich Programmieren ist

30 January 2026 | Beat Döbeli Honegger | GMLS, Informatik

Bei der Diskussion anlässlich der Formulierung des Lehrplans 21 vor 10 bis 15 Jahren, ob Informatik obligatorisch in die Volksschule gehöre (Biblionetz:a00436) , erlebte ich Gegenwind auch von unerwarteter Seite: Informatikerinnen und Informatiker äusserten die Sorge, dass bald alle sagen würden "Ich kann programmieren!", weil sie in der Schule Informatikunterricht hatten. Das sei verheerend, denn dadurch würde die Bedeutung einer "echten" Informatikausbildung geschmälert.

Mit der aktuellen Entwicklung, dass generative Machine-Learning-Systeme immer besser Software schreiben können, nimmt derzeit die Zahl der Menschen zu, die auf LinkedIn laut ausrufen: "Ich kann programmieren!".

Ein Versuch der Klärung zur Beruhigung der Gemüter auf beiden Seiten.

Das papierlose Familienbüro
wie ich mit einem Raspi und einem Einzugsscanner Spass an der Dokumentenablage bekommen habe

26 January 2026 | Beat Döbeli Honegger | Geek, Software

Kontoauszüge, Versicherungskorrespondenz, Handwerkerrechnungen und der gleichen mehr stapelt sich im Laufe der Zeit und es macht wenig Spass, diese Dokumente so abzulegen, dass man sie gegebenenfalls auch wiederfindet. Der Open-Source-Software paperless-ngx, meinem Raspberry Pi und einem Einzugsscanner sei Dank, habe ich aktuell sogar grad Spass am Ablegen von Dokumenten wink

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Machmaschinen als Dilemma und IT-Sicherheits-Horror
Technischer: Prompt-Injections werden mit MCP-Servern zum Einfallstor für IT-Attacken

Das Jahr 2026 dürfte zum Jahr der Machmaschinen (meist "KI-Agenten" genannt) werden: Wenn wir es zulassen, können generative Machine-Learning-Systeme (GMLS) unsere Daten (Dateien, Mails, Kalender) lesen und bearbeiten. Das ist sehr verlockend, denn die eigene Effizienz kann unheimlich steigen, wenn mein GMLS mir nicht nur vorschlägt, was ich jetzt machen sollte, sondern es gleich macht. Es ist aber gleichzeitig ein IT-Sicherheits-Horror, weil wir mit Machmaschinen ein bis heute schwer zu kontrollierendes trojanisches Pferd mitten in unsere Daten setzen.

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