Dies ist der private Weblog von Beat Döbeli Honegger

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Fehlendes Bewusstsein für Digitales in Alters- und Pflegeeinrichtungen
Wer braucht schon Internet?

11 October 2026 | Beat Döbeli Honegger | Digital Immigrants, Gadget

Nicht nur ich werde älter - auch meine Umgebung. Damit habe ich seit einigen Jahren öfters Kontakt mit Alters- und Pflegeeinrichtungen und staune bei diesen Gelegenheiten über das fehlende Digitalbewusstsein. Wohlverstanden: Ich staune nicht darüber, dass digitale Dinge nicht da sind, sondern darüber, dass Alters- und Pflegeeinrichtungen den Bedarf nicht sehen oder die Potenziale gar nicht kennen.

Beispiel gefällig? Ich frage in einem "Gesundheitszentrum für das Alter" in der Stadt Zürich nach Internet in den Appartements. "Nein, das haben wir nicht, das müssen Bewohnende selbst installieren. Aber wir haben einen Internet-Corner in der Cafeteria. Dort hat es auch WLAN. Da können Bewohnende hingehen, wenn sie Internet benötigen. Reicht das eventuell?" Nein, tut es nicht. Denn es ginge unter anderem darum einen Sprachassistenten im Appartement zu installieren, mit dem sich das Licht steuern, Hörbücher vorlesen und das Wetter oder die Uhrzeit abfragen liesse. "Oh, das sind ja interessante Möglichkeiten!"

Das ist kein Einzelfall. In einem Pflegeheim habe ich den technischen Dienst darauf aufmerksam gemacht, dass das WLAN nur in der einen Hälfte des Zimmers verfügbar sei. Antwort des technischen Leiters: "Oh, seien Sie froh, sind Sie in Zimmer 57 - die Zimmer 51 bis 56 haben gar keinen WLAN-Empfang!"

Anderes Beispiel: Ich gehe naiverweise davon aus, dass in Spitälern und Pflegeeinrichtungen Menschen öfters ihre Hände und Finger nicht benutzen können. Vieles ist aber darauf ausgerichtet, dass sie das können: Klingel für die Pflege, Lichtschalter, Fernbedienung des Fernsehers, etc. Ich habe Verständnis dafür, dass nicht überall solche Geräte verfügbar sind. Aber ich staune, wie oft niemand vor Ort überhaupt Alternativen kennt und dann bass erstaunt ist, was heute bereits problemlos möglich ist. Der Klassiker: Der Switchbot:

switchbot.gif

Mobiler Multi-Monitor
endlich genug Bildschirm auch unterwegs!

09 October 2026 | Beat Döbeli Honegger | Bildschirme, Gadget

Einmal mehr ein Blogpost, nachdem ich innerhalb kurzer Zeit mehrfach auf das gleiche Thema angesprochen worden bin:

Viele Wissen, dass ich ein Bildschirm-Fetischist bin und seit Jahren immer mehr Bildschirme anhäufe (es gibt in diesem Weblog sogar eine eigene Kategorie Bildschirme...). Meine stationären Arbeitsplätze verfügen nun glaub über genügend Bildschirme (so meine ich zumindest derzeit). Was aber unterwegs? In einem Hotelzimmer, auf einer langen Zugfahrt? Gewisse Dinge funktionieren einfach auch unterwegs besser mit mehr Bildschirmfläche.

2023 habe ich deshalb auf einer kickstarter-ähnlichen Plattform 389$ bezahlt für einen klappbaren Doppelbildschirm namens DualView, der sich per USB-C ans Notebook anschliessen lassen sollte. Nur: Das versprochene Teil wurde nie geliefert. Ärgerlich, 389$ versenkt und weiterhin zu wenig Bildschirmfläche unterwegs.

ZenScreen-03.png

2025, als ich die Hoffnung definitiv aufgegeben habe, meinen bezahlten DualView je zu erhalten, habe ich mir für ca. 500.- den ASUS ZenScreen OLED MQ149CD gekauft und bin seither begeistert. Zugegeben: Allzu oft kommt er nicht zum Einsatz, aber wenn, dann freue ich mich jedes Mal sehr.

Browser-Extensions vibecoden
Eine Machtverschiebung?

26 September 2026 | Beat Döbeli Honegger | GMLS, vibe coding

Ich nutze öfters die Schweizer Auktionsplattform ricardo.ch (aus ökonomischen und ökologischen Gründen). Ricardo bietet die Möglichkeit, interessante Auktionen als Favoriten zu markieren und diese dann leicht wiederzufinden. Was mir bisher bisher gefehlt hat, war die Möglichkeit, uninteressante Angebote zu kennzeichnen und somit aus künftigen Suchen auszublenden. ("Oh, erst im Auktionstext wird klar, dass das Gerät eine Macke hat")

Here comes vibe coding (Biblionetz:w03702). Ich habe heute morgen kurz dem generativen Machine-Learning-System (GMLS) (Biblionetz:w02833) meiner Wahl gesagt, dass ich gerne eine entsprechende Chrome-Extension hätte. Plopp - zehn Minuten später war die Extension in Betrieb:

ricardo.png

Ich kann nun mit einem Klick ein Angebot als uninteressant markieren und habe oben einen Schalter, mit dem ich die als uninteressant markierten Angebote aus- und wieder einblenden kann.

Eine Spielerei? Klar. Aber es gibt Menschen ohne vertiefte Informatik-Ausbildung die Möglichkeit, das User-Interface nicht einfach akzeptieren zu müssen, sondern es verändern zu können. Vielleicht führt das ja auch dazu, dass User künftig schlechte User-Interfaces nicht mehr einfach als naturgegeben akzeptieren, sondern sich bei den Herstellern beklagen, wenn etwas extrem doofe umgesetzt worden ist (ich nenne jetzt keine Hersteller...)

Menschliches Lernen ändert sich (nicht)
Der scheinbare Gegensatz und die daraus folgenden Trugschlüsse

24 September 2026 | Beat Döbeli Honegger

In Diskussionen zur Frage, wie Lernen angesichts der digitalen Transformation gefördert werden kann, treffen oft zwei diametrale Haltungen aufeinander: Die einen behaupten Menschliches Lernen ändert sich nicht! und die anderen betonen Menschliches Lernen hat sich aufgrund der Technologie bereits massiv verändert!

lernen-00.png

Beide Sichtweisen werden oft verabsolutiert und führen so zu Trugschlüssen:

lernen-02.png

Während die einen meinen, es müsse sich nichts ändern und es sei auch keine neue Forschung nötig, weil ja nichts geändert habe, vertreten andere die Sichtweise, alles werde komplett anders und man könne noch gar nichts sagen, weil man ja noch keine Untersuchungen zur neuen Situation habe. Aus meiner Sicht haben beide Sichtweisen recht und liegen falsch.

Ich nehme die Situation folgendermassen wahr:

Von den Leiden eines Wiki-Admins
Crawler von GMLS-Firmen und Hackern machen einem das Leben schwer

19 September 2026 | Beat Döbeli Honegger | Annoyance, Wiki

Es ist nicht ganz einfach, 20 Jahre alte Wikiserver am Leben zu erhalten. Crawler von GMLS-Firmen und Hackern machen einem das Leben schwer. Sie halten sich natürlich nicht an robots.txt, sondern müllen den altersschwachen Server nach Lust und Laune mit Anfragen zu. Weil bei einem Wiki jede Seite zur Laufzeit zusammengestellt wird und dies nicht sehr effizient geschieht, zwingen schon wenige Anfragen in kurzer Zeit den Server in die Knie.

Aktuell habe ich mit zwei Arten von Angriffen zu kämpfen:

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