Dies ist der private Weblog von Beat Döbeli Honegger

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Sorry, gleich noch ein Posting, das vermutlich niemanden interessiert, mich aber fasziniert: Heute auf der Fahrt von Zürich nach Arth-Goldau (40 Minuten) habe ich erfolgreich Claude Code damit beauftragt, ein Plugin für meinen Foswiki-Server zu schreiben, der mir das einfügen von Biblionetzverweisen vereinfacht.

Schreibe ich Biblionetz!, dann erscheint automatisch ein Feld, in welches ich Biblionetz-Begriffe eintippen kann. Sobald ich einen der vorgeschlagenen Begriff auswähle, wird dieser ersetzt durch einen Link auf das entsprechende Biblionetz-Objekt:

plugin.png

wird zu

(Biblionetz:w00778)

Nützt ausser mir niemandem. Aber vereinfacht mir den Arbeitsalltag. Und hat eine Zugfahrt benötigt zur Umsetzung. Krasse Zeiten.

Bilderhandling im Biblionetz
Dokumentation des eigenen Staunens

Keine Ahnung, ob das irgendjemanden interessiert, ich schreibe das mal für mich selbst auf (à la Techniktagebuch): Ich habe im Biblionetz (Biblionetz:w00778) nach bald 30 Jahren den Umgang mit Bildern überarbeitet.

Grundsätzliche Idee: Standardisieren und Speicher sparen. Bisher war im Biblionetz für jedes Biblionetz-Objekt mit Bild der Name des Bildes gespeichert und es konnte sich um ein GIF, JPG oder PNG handeln. Neu sollten alle Bilder mit dem Namen ihrer Objekt-ID im AVIF-Format gespeichert werden. (Das AVIF-Format benötigt im Vergleich zu anderen Bildformaten deutlich weniger Platz. Ich konnte den Bildordner damit von 1.3 GB auf ca. 0.35 GB verkleinern.)

Ich hatte allerdings die Rechnung ohne den Wirt bzw. das Internet gemacht: Weder soziale Netze noch RSS-Reader verarbeiten AVIF-Bilder, so dass in den letzten Wochen alle automatisch generierten Postings zu Neueintragungen im Biblionetz ohne Bilder (dafür aber manchmal mit einer Fehlermeldung) ausgespielt worden sind.

Überarbeitete Idee: Die grossen Bilder im Biblionetz selbst sollen als AVIF gespeichert werden, alle Vorschaubilder hingegen als JPG. Diese Wiederum sollen für RSS-Feeds und als Thumbnail-Bild der entsprechenden Webseite verwendet werden. Während des Umbaus habe ich bemerkt, dass auch das eine dumme Idee ist: JPG ermöglicht keinen Transparenzkanal, was bie meinen Begriffsbildern bedauerlich ist.

Nochmals überarbeitete Idee: Grosse Bilder als AVIF, Begriffsvorschaubilder als PNG mit nur 256 Farben, restliche Vorschaubilder als JPG.

Warum ich das unter anderem aufschreibe: Das alles habe ich an einem Sonntag mit vibe engineering (Biblionetz:w03760) erledigt. Bei dieser Gelegenheit habe ich festgestellt, wie viel besser Claude Code in den letzten Monaten geworden ist. Das Verständnis für meinen Code und meine dabei gemachten Überlegungen zur Datenbankstruktur etc. ist für mich verblüffend und öfters hat Claude mich auf Probleme aufmerksam gemacht, die ich mir entweder nicht bewusst war, oder es bisher zu mühsam fand, sie zu lösen. Bei der Arbeit mit Claude Code ist mir öfters der neulich im Biblionetz aufgenommene Begriff der jagged intelligence (Biblionetz:w03824) in den Sinn gekommen: Ich muss mich noch daran gewöhnen zu erkennen, welche Dinge ein GMLS massiv besser kann als ich (und ich eben gar nicht auf die Idee komme, die entsprechende Aufgabe zu delegieren).

Fehlendes Bewusstsein für Digitales in Alters- und Pflegeeinrichtungen
Wer braucht schon Internet?

11 October 2026 | Beat Döbeli Honegger | Digital Immigrants, Gadget

Nicht nur ich werde älter - auch meine Umgebung. Damit habe ich seit einigen Jahren öfters Kontakt mit Alters- und Pflegeeinrichtungen und staune bei diesen Gelegenheiten über das fehlende Digitalbewusstsein. Wohlverstanden: Ich staune nicht darüber, dass digitale Dinge nicht da sind, sondern darüber, dass Alters- und Pflegeeinrichtungen den Bedarf nicht sehen oder die Potenziale gar nicht kennen.

Beispiel gefällig? Ich frage in einem "Gesundheitszentrum für das Alter" in der Stadt Zürich nach Internet in den Appartements. "Nein, das haben wir nicht, das müssen Bewohnende selbst installieren. Aber wir haben einen Internet-Corner in der Cafeteria. Dort hat es auch WLAN. Da können Bewohnende hingehen, wenn sie Internet benötigen. Reicht das eventuell?" Nein, tut es nicht. Denn es ginge unter anderem darum einen Sprachassistenten im Appartement zu installieren, mit dem sich das Licht steuern, Hörbücher vorlesen und das Wetter oder die Uhrzeit abfragen liesse. "Oh, das sind ja interessante Möglichkeiten!"

Das ist kein Einzelfall. In einem Pflegeheim habe ich den technischen Dienst darauf aufmerksam gemacht, dass das WLAN nur in der einen Hälfte des Zimmers verfügbar sei. Antwort des technischen Leiters: "Oh, seien Sie froh, sind Sie in Zimmer 57 - die Zimmer 51 bis 56 haben gar keinen WLAN-Empfang!"

Anderes Beispiel: Ich gehe naiverweise davon aus, dass in Spitälern und Pflegeeinrichtungen Menschen öfters ihre Hände und Finger nicht benutzen können. Vieles ist aber darauf ausgerichtet, dass sie das können: Klingel für die Pflege, Lichtschalter, Fernbedienung des Fernsehers, etc. Ich habe Verständnis dafür, dass nicht überall solche Geräte verfügbar sind. Aber ich staune, wie oft niemand vor Ort überhaupt Alternativen kennt und dann bass erstaunt ist, was heute bereits problemlos möglich ist. Der Klassiker: Der Switchbot:

switchbot.gif

Mobiler Multi-Monitor
endlich genug Bildschirm auch unterwegs!

09 October 2026 | Beat Döbeli Honegger | Bildschirme, Gadget

Einmal mehr ein Blogpost, nachdem ich innerhalb kurzer Zeit mehrfach auf das gleiche Thema angesprochen worden bin:

Viele wissen, dass ich ein Bildschirm-Fetischist bin und seit Jahren immer mehr Bildschirme anhäufe (es gibt in diesem Weblog sogar eine eigene Kategorie Bildschirme...). Meine stationären Arbeitsplätze verfügen nun glaub über genügend Bildschirme (so meine ich zumindest derzeit). Was aber unterwegs? In einem Hotelzimmer, auf einer langen Zugfahrt? Gewisse Dinge funktionieren einfach auch unterwegs besser mit mehr Bildschirmfläche.

2023 habe ich deshalb auf einer kickstarter-ähnlichen Plattform 389$ bezahlt für einen klappbaren Doppelbildschirm namens DualView, der sich per USB-C ans Notebook anschliessen lassen sollte. Nur: Das versprochene Teil wurde nie geliefert. Ärgerlich, 389$ versenkt und weiterhin zu wenig Bildschirmfläche unterwegs.

ZenScreen-03.png

2025, als ich die Hoffnung definitiv aufgegeben habe, meinen bezahlten DualView je zu erhalten, habe ich mir für ca. 500.- den ASUS ZenScreen OLED MQ149CD gekauft und bin seither begeistert. Zugegeben: Allzu oft kommt er nicht zum Einsatz, aber wenn, dann freue ich mich jedes Mal sehr.

Browser-Extensions vibecoden
Eine Machtverschiebung?

26 September 2026 | Beat Döbeli Honegger | GMLS, vibe coding

Ich nutze öfters die Schweizer Auktionsplattform ricardo.ch (aus ökonomischen und ökologischen Gründen). Ricardo bietet die Möglichkeit, interessante Auktionen als Favoriten zu markieren und diese dann leicht wiederzufinden. Was mir bisher bisher gefehlt hat, war die Möglichkeit, uninteressante Angebote zu kennzeichnen und somit aus künftigen Suchen auszublenden. ("Oh, erst im Auktionstext wird klar, dass das Gerät eine Macke hat")

Here comes vibe coding (Biblionetz:w03702). Ich habe heute morgen kurz dem generativen Machine-Learning-System (GMLS) (Biblionetz:w02833) meiner Wahl gesagt, dass ich gerne eine entsprechende Chrome-Extension hätte. Plopp - zehn Minuten später war die Extension in Betrieb:

ricardo.png

Ich kann nun mit einem Klick ein Angebot als uninteressant markieren und habe oben einen Schalter, mit dem ich die als uninteressant markierten Angebote aus- und wieder einblenden kann.

Eine Spielerei? Klar. Aber es gibt Menschen ohne vertiefte Informatik-Ausbildung die Möglichkeit, das User-Interface nicht einfach akzeptieren zu müssen, sondern es verändern zu können. Vielleicht führt das ja auch dazu, dass User künftig schlechte User-Interfaces nicht mehr einfach als naturgegeben akzeptieren, sondern sich bei den Herstellern beklagen, wenn etwas extrem doofe umgesetzt worden ist (ich nenne jetzt keine Hersteller...)

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