Geek

Warum ich Tofu bei der Arbeit nicht mag
Wenn unterschiedliche digitale Arbeitsweisen aufeinandertreffen

05 February 2026 | Beat Döbeli Honegger | Geek, Information-Architecture (IA)

Wenn ich auf meinem Computer nach meinen ältesten Mails (Biblionetz:w00498) suche, muss ich ins letzte Jahrtausend zurückgehen. Auf die Schnelle habe ich ein Mail gefunden, von dem nicht sofort klar ist, ob es jetzt von 1993, 1994 oder 1995 stammt:

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Was aber sofort klar wird: Es ist lange, sehr lange her. (Hinweis sowohl für jüngere als auch ältere Menschen: Das war für mich noch vor dem Internet. Es handelt sich um das Mailboxnetzwerk FidoNet). Und es zeigt auch, wie ich damals gelernt, habe Mails zu schreiben. Dieser Zitierstil sorgt heute in meinem Arbeitskontext öfters für Verwirrung. Eine Betrachtung zu digitaler Zusammenarbeit, die ich in Jöran Muuß-Merholz' beiden empfehlenswerten Büchern zu digitaler Zusammenarbeit (Biblionetz:b08860 und Biblionetz:b08924) erstaunlicherweise nicht gefunden habe.

Das papierlose Familienbüro
wie ich mit einem Raspi und einem Einzugsscanner Spass an der Dokumentenablage bekommen habe

26 January 2026 | Beat Döbeli Honegger | Geek, Software

Kontoauszüge, Versicherungskorrespondenz, Handwerkerrechnungen und der gleichen mehr stapelt sich im Laufe der Zeit und es macht wenig Spass, diese Dokumente so abzulegen, dass man sie gegebenenfalls auch wiederfindet. Der Open-Source-Software paperless-ngx, meinem Raspberry Pi und einem Einzugsscanner sei Dank, habe ich aktuell sogar grad Spass am Ablegen von Dokumenten wink

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Die Informationsflut-Pegelstandanzeige

04 January 2024 | Beat Döbeli Honegger | Geek

Kürzlich habe ich mir meine persönliche Informationsflut-Pegelstandsanzeige gebaut. Einerseits als technische Spielerei, damit ich mich wieder einmal mit Webechnologien wie REST-APIs etc. auseinandersetze und andererseits weil ich erleben wollte, wie sich diese Facette von quantified self (Biblionetz:w02356) anfühlt.

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Veralteter Screenshot meiner Informationsflut-Pegelstandsanzeige

Fernseh-Fitness-Fahrrad

05 April 2020 | Beat Döbeli Honegger | Geek, Kid

Dieses #stayAtHome ist irgendwie schwierig, man sollte fit bleiben, möchte aber lieber Fernsehen.

OK, dann bauen wir doch rasch ein FFF, ein Fernseh-Fitness-Fahrrad !

Was macht das Ding? Wenn man genügend schnell radelt, darf man fernsehen. Radelt man zu wenig, so schaltet der Bildschirm aus.

Wie habe ich es gemacht?

Digitales Meeting-Notfall-Set

29 November 2017 | Beat Döbeli Honegger | Gadget, Geek
Gefühlt jedes zweite Mal zücke ich in letzter Zeit ein Gadget aus meinem digitalen Meeting-Notfall-Set , um den Fortgang eines Meetings, Vortrags oder sonstigen Treffen sicher zu stellen, bei dem digitale Werkzeuge zwar eingeplant, aber nicht zu Ende gedacht worden sind.

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Das Set besteht aktuell aus folgenden Komponenten:

  • Logitech Präsentationsfernbedienung mit Laserpointer und Timer zur diskreten Anzeige der Restredezeit. Funktioniert auf Anhieb ohne Treiberinstallation. Bisher überall.

  • Mobiler Access-Point mit Ethernet-Anschluss um einen Seminarraum mit verfügbarem Kabelinternet innert 30 Sekunden mit WLAN auszustatten. Details siehe BringYourOwnAccessPoint.

  • Mobiler Access-Point mit hook-to-hotspot-Funktion um an einem Ort, wo man kostenpflichtig und/oder passwortgeschützt genau ein Gerät aufs WLAN bringen darf, einen ganzen Gerätezoo auf Netz zu bringen. Mein aktuelles Modell: DIR-505. Details siehe DieWolkeInDerHosentasche.

  • Steckadapter 230 Volt CH → Euro um als Schweizer auch im umliegenden Ausland Strom tanken zu können (meist habe ich zwei dabei, denn der andere Schweizer hat seinen Adapter meist vergessen)

  • Steckadapter 230 Volt Euro → CH, damit dem ausländischen Referenten nicht vor Ende der Redezeit der Saft ausgeht (denn der weiss im Gegensatz zum vergesslichen Schweizer von oben nicht mal, dass in der Schweiz nicht nur die Währung, sondern auch die Stecker (und auch sonst alles) anders ist.

  • Ein USB-to-iOS-Device-Kabel (Sorry, Android-User...)

  • Ein Multistecker-Adapterset mit Kabel, bei dem man zwar physisch ein USB to Ethernetkabel zusammenstecken kann, dann aber nicht erwarten sollte, dass das auch läuft.

  • Ein "Sie können alles dalassen, aber wir können den Raum nicht abschliessen"-Anti-Diebstahl-Kabel

  • Ein Schweizer Sackmesser mit Torx-Schraubenziehern etc. Wenn alles andere nichts hilft.

Warum ich das alles täglich mit mir herumtrage, meist um danach anderen aus der Patsche zu helfen? Weil mich die vermutlich 500 Gramm Gewicht weniger ärgern als der unsinnige Unterbruch von Sitzungen und Präsentationen, nur weil jemand technische Banalitäten vergessen hat. Eigennützige, altruistische digitale Entwicklungshilfe.


"Sackmesser": Der deutsche Leser zuckt vermutlich bei der helvetischen Variante des "Taschenmessers" zusammen. ;-)

-- Main.MatthiasDreier - 15 May 2013

Hach, mir als nicht nur digitalem Pfadfinder spricht so etwas aus der Seele. So ähnlich ist meine Tasche auch immer gepackt. Aber über die Router würde ich mich gerne noch mal mit dir unterhalten.

-- Main.AlexTee - 01 Sep 2013


So, auch an der Didacta 2014 hat sich mein digitales Meeting-Notfall-Set bewährt - insbesonder meine Aldi-Talk-Prepay-SIM-Karte, wo ich für 2 Euro während 24h 1GB Daten transferieren kann. Aber an Messen wie der didacta kommen natürlich auch immer neue Wünsche auf und so muss ich mir schon überlegen, ob ich dieses Verbindungskabel in mein Notfallset integrieren sollte:

gardena.jpg

Update 2014

digitales-meetingset-2014.jpg

Update 2017

Weil das Posting aufgrund eines Kommentars grad wieder oben aufschwimmt, hier die Version 2017 meines digitalen Notfallsets:

notfallset2017.jpg

Kommentare

Danke für diesen Blogbeitrag. Da waren ein paar Sachen dabei, die ich zu meinem Set unbedingt ergänzen muss. https://twitter.com/FlippedMathe/status/935737829342183424 Merci!!!

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