@ANFANG 29 October 2026 BiblionetzstatistikenUeberarbeitet Biblionetzstatistiken überarbeitet
Vibe coding (
Biblionetz:w03702) bzw.
vibe engineering (
Biblionetz:w03760) machen es möglich, dass ich trotz wenig Zeit lange anstehende Überarbeitungen des Biblionetzes (
Biblionetz:w00778) vornehmen kann. Heute: Statistische Übersichten, was im Biblionetz im Kern so passiert. Neu gib es auf der Seite
Hitliste drei Kategorien von Statistiken:
- Meistgesucht: Seitenabrufe von Biblionetzseiten durch Menschen (Bots werden nach Möglichkeit ausgefiltert, siehe hier für Details)
- Meistvernetzt: Ausgehende Links von einem Objekt innerhalb des Biblionetzes
- Meistzitiert: Eingehende Links auf ein Objekt innerhalb des Biblionetzes
Alle diese Statistiken gibt es für die Objekttypen Personen, Bücher, Texte, Begriffe, Frgen und Aussagen jeweils für den letzten Monat, den vorletzten Monat und im Total. Interessiert ausser mit vermutlich praktisch niemanden, aber mir macht es Spass.
@ENDE
@ANFANG 29 October 2026 KeinMenschBesuchtDasBiblionetz Kein Mensch besucht das Biblionetz
Mit Hilfe von Claude habe ich die Logfile-Auswertung im Biblionetz (
Biblionetz:w00778) überarbeitet, bzw. ehrlicher formuliert: Claude (
Biblionetz:w03768) die Logfile-Auswertung (
Biblionetz:w00648) überarbeiten lassen. Zum einen, weil ich vor ca. 1.5 Jahren den Provider gewechselt habe, zum anderen weil sich das Abrufverhalten des Biblionetzes in letzter Zeit verändert hat.
Und weil ich zu faul bin, selbst zu formulieren, was da geändert worden ist, lasse ich das doch Claude gleich selbst beschreiben:
Ab sofort zählt das Biblionetz nur noch Seitenabrufe, hinter denen mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Mensch mit einem echten Browser steckt. Grundlage sind die Logfiles des Webservers: Darin steht jede einzelne Anfrage, also nicht nur die eigentliche Seite, sondern auch alles, was der Browser danach nachlädt. Eine Biblionetz-Seite holt beim Anzeigen nämlich kleine seitenspezifische Zusatzdateien (etwa für Zitationsgrafiken oder Begriffsnetze) sowie Stylesheets und Skripte. Ein Abruf zählt deshalb nur, wenn dieselbe Adresse innerhalb kurzer Zeit solche Dateien lädt. Crawler, die blind HTML-Seiten absaugen, fallen so automatisch weg, zusätzlich zu einer Liste bekannter Bots. Wie stark Crawler die Zahlen bisher aufgebläht haben, ist eindrücklich: Nach der neuen Zählweise bleibt typischerweise nur noch ein Zehntel bis ein Zwanzigstel der früheren Abrufe übrig.
Oder härter formuliert:
(Praktisch) kein Mensch liest das Biblionetz!
Klingt hart, aber damit kann ich leben, denn es ist nicht der erste Einbruch in den Abrufzahlen des Biblionetzes. In alten Statistiken ist auch deutlich zu sehen, wie das Aufkommen von Wikipedia (
Biblionetz:w01269) dazu geführt hat, dass das Biblionetz nicht mehr für die grossen Themen der Menschheit konsultiert wird, sondern eben nur noch für die paar wenigen Nischenthemen, in denen ich mich spezialisiere. Und nun wird mit dem Aufkommen von generativen Machine-Learning-Systemen (GMLS) (
Biblionetz:w02833) eben deutlich, dass es selbst für die Nischenthemen meist keinen Besuch im Biblionetz mehr braucht.
In dieser Abrufstatistik von Paul Watzlawick ist der Einbruch der Abrufzahlen aufgrund der Wikipedia massiv deutlicher zu sehen als der aktuelle GMLS-Einbruch
Mich persönlich stört das nicht gross - ich betreibe das Biblionetz primär für mich selbst und als Referenz, worauf ich mich bei meinen Artikeln und Vorträgen beziehe. Ich erlebe aber mit diesem Rückgang an der eigenen Website, eine Entwicklung, von der Expert:innen befürchten, dass sie zum Niedergang des WWW (
Biblionetz:w00577) führen könnte: Wenn niemand mehr Webseiten besucht, sinkt die Motivation von Webseitenbetreibenden, überhaupt etwas auf dem Web zu publizieren. Oder prägnanter formuliert:
Generative Machine-Learning-Systeme gefährden das WWW (
Biblionetz:a01575).
P.S.: Hier die beeindruckenden Unterschiede zwischen alter und neuer Lofile-Auswertung:
| Monat |
Browser-Zahl |
alte Zählweise |
|---|
| 2025/3 |
250'435 |
252'110 |
| 2025/4 |
3'742 |
196'896 |
| 2025/5 |
10'663 |
275'978 |
| 2025/10 |
3'413 |
167'162 |
| 2025/11 |
28'020 |
423'855 |
| 2025/12 |
47'300 |
285'339 |
| 2026/1 |
33'733 |
255'916 |
| 2026/2 |
56'832 |
240'545 |
| 2026/3 |
49'619 |
496'869 |
| 2026/4 |
49'523 |
447'118 |
| 2026/5 |
31'309 |
224'295 |
| 2026/6 |
16'717 |
299'462 |
| 2026/7 |
24'616 |
443'194 |
| 2026/8 |
37'811 |
308'658 |
| 2026/9 |
130'553 |
688'332 |
- März 2025: Die Logs des alten Providers waren auf HTML-Seiten vorgefiltert, deshalb liess sich dort keine Browser-Prüfung machen. Beide Zahlen sind darum fast gleich.
- Lücken: Weil der neue Provider die Logfiles nur drei Monate aufbewahrt und ich das nicht gleich gemerkt habe, gibt es für Juni bis September 2025 keine Logfiledaten. Auch für den 1. bis 16. Oktober 2025 gibt es keine Logfiledaten, weil mir damals das einbeziehen von Daten im Umzugsmonat zu mühsam war.
- Anstieg im September 2026: Beim Verfassen dieses Postings ist mir aufgefallen, dass die Abrufzahlen im September 2026 wieder deutlich gestiegen sind. Claude hat mir dann mitgeteilt, dass dies ebenfalls Botabrufe sind, die aber mit einem echten Browser arbeiten (der dann eben CSS und JS-Files auch abruft). Das Hase-Igel-Rennen geht somit weiter... @ENDE
@ANFANG 25 October 2026 LeitfadenDatensicherheit Erste Gedanken zum 'Leitfaden Datensicherheit'

Die Lehrerverbände von Deutschland, Österreich und der Schweiz haben im November 2015 einen
Leitfaden Datensicherheit 
(
Biblionetz:t18352) publiziert, ähnlich wie sie bereits im September 2013 einen
Leitfaden Social Media (
Biblionetz:t15740) publiziert hatten.
In diesem Leitfaden beschäftigen sich die Lehrerverbände mit allen Aspekten der
Datensicherheit (
Biblionetz:w00715) und des
Datenschutzes (
Biblionetz:w00714) im Umfeld Schule und stellen sieben Forderungen:
- Zeitgemässe schulische IT-Ausstattung
- Schnellen und sicheren Internetzugang in der Schule
- Hard- und Software für Lehrpersonen zur Ausübung ihres Berufsauftrages
- Systematische, passgenaue und kostenlose LehrerInnen-Bildung im digitalen Bereich
- Finanzielle und zeitliche Ressourcen für Weiterbildung und Beratung für digital basiertes Unterrichten
- Klare gesetzliche Grundlagen für den "digitalen" Bildungs- und Erziehungsauftrag
- Ressourcen und Beispiele zur Entwicklung eines schuleigenen Datensicherheitskonzepts
Diesen Forderung ist zuzustimmen und sie sind gerade angesichts des aktuellen
Spardrucks im Bildungswesen (
Biblionetz:w02853) sehr relevant.
Problematisch finde ich die relativ starke Ablehnung ausländischer Clouddienste im Leitfaden und zwar aus folgenden Gründen:
- Mit der Favorisierung schuleigener oder staatlicher Lösungen wird einseitig die Gefahr des Datenmissbrauchs fremder Staaten und Unternehmen betont und die Gefahr des Datenmissbrauchs durch eigene Mitarbeitende oder regionale Organisationen beiseite geschoben. Dies scheint mir aus zwei Gründen problematisch:
- Vermutlich höhere Datensicherheit bei kommerziellen Cloud-Dienstleistern: Für kommerzielle Cloud-Dienstleister ist das sichere Betreiben einer Cloud die Hauptbeschäftigung. Alleine durch die Grösse haben diese oft mehr Ressourcen, sich auch um die Sicherheit ihrer Cloud zu kümmern als eine einzelne Schule oder auch ein regionales Datenzentrum. Alleine weil ihr Ruf und damit ihre Existenz davon abhängt, werden Cloudunternehmen viel investieren, um unkontrollierte Datenabflüsse zu verhindern. Die Gefahr, dass Daten unabsichtlich oder durch Hacking geleakt werden, dürfte somit bei grossen kommerziellen Anbietern geringer sein.
- Geographische Nähe erhöht das Interesse an spezifischem Datenmissbrauch: Bei der Motivation eines Datenmissbrauchs muss zwischen allgemeiner Auswertung/Analyse (big data, etc.) und spezifischen Interessen unterschieden werden. Ein Clouddienstleister interessiert sich wenig für die psychologischen Abklärungen der Schülerin X oder der Jahresbeurteilung des Lehrers Y - der interne Systemadministrator oder regionale IT-Verantwortliche viel eher. Ich will damit nicht die Gefahr der umfassenden Profilbildung und systematischen Überwachung Durch kommerzielle Unternehmen und Geheimdienste kleinreden. Pragmatisch gesehen ist für mich der lokale Datenmissbrauch jedoch relevanter als die abstrakte Gefahr aus dem Ausland.
- Die Frage Kommerzielle Cloud oder schuleigene Lösung soll und kann nicht durch jede Schule Einzeln gelöst werden. Ähnlich unsinnig wie detaillierte Weiterbildungen zu den Niederungen des Urheberrechts ("Sie dürfen 5%, aber maximal 10 Seiten...,", letzte Woche erlebt) ist auch die generelle Cloudfrage eine, die einzelne Schulen und Lehrpersonen von ihrem Kernauftrag ablenkt.
- Die Negierung von Clouddiensten ist lebensweltfern. Bereits 2013 habe ich über das schulische Cloud-Dilemma geschrieben: (Kommerzielle) Clouds Clouds spielen in der Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und Lehrpersonen eine grosse Rolle. Schulische und staatliche Lösungen schaffen es praktisch nie, an die Funktionalität und vor allem Usability und Systemintegration heranzukommen. Plakativ formuliert mag "BSCW statt Dropbox" den staatlichen Datenschutzauflagen genügen - zeitgemäss ist es jedoch nicht. Genauso wie die Lehrerverbände zu Recht schnelles Internet für die Schulen verlangen - mit ISDN lockt man heute keine Schülerinnen und Schüler mehr vor dem eigenen Handy hervor - dürfen auch die in der Schule genutzten Dienste den ausserhalb der Schule genutzten in Bezug auf Funktionalität und Usability nicht meilenweit hintennach hinken.
- Ebenfalls sehr pragmatisch ist meine Haltung, dass im Drucker liegengebliebene Ausdrucke und offen herumliegende Lehrercomputer vermutlich das grössere Problem darstellen als Clouddienste. Wenn Lehrpersonen ihre Passwörter sooo langsam eintippen, dass Schülerinnen und Schüler maximal zwei Mal zuschauen müssen, dann ist letztlich egal, wo die Daten liegen. Oder vielleicht doch nicht: Kommerzielle Clouddienstleister bieten oft eine Zwei-Faktor-Authentisierung (z.B. Zustellung eines Codes aufs Handy), so dass die Passwörter als alleiniger Zugriffsschutz ihre Bedeutung verlieren.
@ENDE
@ANFANG 25 October 2026 ZwischenHardwareUndSoftSkills Zwischen Hardware und Softskills

Das eben erschienene Buch
Zwischen Hardware und Softskills (siehe DieseInformatiker oder
Biblionetz:b02855) wird am
Donnerstag 28. September von Peter Roos im Rahmen eines Vortrags vorgestellt:
Informatik ist heute überall, aber wer sind eigentlich diese Informatiker/innen? Wer sind diese Menschen, welche unsere PC's, Handys, das Internet, das Navigationssystem in unserem Auto und die Computerspiele für unsere Kinder konzipieren, entwickeln und betreiben? Der Kaufmännische Verband Zürich, der Schweizerische Verband für Berufsberatung und die Schweizer Informatik Gesellschaft haben uns vom Büro für
arbeits- und organisationspsychologische Forschung und Beratung (büro a&o) beauftragt, diesen Fragen nachzugehen. Entstanden ist das Buch »Zwischen Hardware und Softskills«. Die Grundlage für meine Ausführungen bilden 50 Interviews, welche wir, Herr Dr. Jürg Baillod und ich, mit Menschen geführt haben, die in dieser IT-Welt tätig sind. Wir haben mit diesen Menschen über verschiedene Themen gesprochen: Motive für die Berufswahl; aktuelle Berufssituation; Höhe- und Tiefpunkte; Belastungen und Herausforderungen; Work-Life-Balance; Zukunftsaussichten usw. Ich werde die wichtigsten Inhalte aus diesen Bereichen aufführen und versuchen, ein Bild der Berufssituation dieser
InterviewpartnerInnen zu zeichnen.
Im Weiteren möchte ich eine arbeitspsychologische Bewertung zu einer Auswahl dieser Inhalte wagen:
Wie bewerten wir beispielsweise die Faszination und die Möglichkeiten »dieses Berufes«; wie die Belastungssituation, den Umgang der Menschen mit dieser Situation, die Auswirkungen auf die Informatiker/-innen selber und deren soziales Umfeld usw. Zum Schluss würde ich gerne mit den Teilnehmenden der Veranstaltung meine Ausführungen diskutieren.
Referent: Peter Roos, büro a&o, Bern
Zeit: Donnerstag, 28. September 2006, von 17.15 bis 18.30 Uhr,
Ort: Zentrum für Weiterbildung der Universität Zürich, Schaffhauserstrasse 228, Raum G06a
Die Teilnahme ist gratis.
Anmeldungen bitte per Mail an:
mio@ifi.unizh.ch
@ENDE
@ANFANG 25 October 2026 ZukunftDerArbeit Zukunft der Arbeit
In ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2016 beschäftigt sich die
NZZ am Sonntag in einer Artikelserie (
Biblionetz:b06115) mit der Zukunft der Arbeit. Aufhänger des Themas sind die Studie
The Future of Employment (
Biblionetz:t15782) von Frey & Osborne und das Thema
Fourth Industrial Revolution am kommenden
World Economic Forum in Davos.
https://beat.doebe.li/bibliothek/img/b06115.avif
Unter anderem wird
Erik Brynjolfsson (
Biblionetz:p12222), u.a. Autor von
The Second Machine Age (
Biblionetz:b05404) interviewt. Er meint,
die Bildung müsse sich angesichts der Automatisierung auf das nicht Automatisierbare konzentrieren (
Biblionetz:a00514) und schlägt ein
bedingungsloses Grundeinkommen (
Biblionetz:w02232) als Reaktion auf das zunehmende Wohlstandsgefälle vor.
Spannende Aussagen, die auch zu
zahlreichen Online-Kommentaren bei der NZZ führen.
Wir schreiben das Jahr 2016. Ich habe angesichts der Artikelserie wieder einmal das Buch
Die neue Bildungskrise (
Biblionetz:b00127) von
Klaus Haefner aus dem Jahr 1982 (!) hervorgenommen und lese, was er auf die Frage
Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? (biblionetz:f00038) schreibt:
Wie aber könnte ein neues Bildungswesen jenseits der Krise aussehen? Es erscheint hier sinnvoll, einen ersten Einblick in die Stoßrichtung zu geben, in der neue Ziele und Aufgaben des Bildungswesens
nach Bewältigung der neuen Krise zu suchen sind. Thesenartig kann man die Vorstellungen wie folgt zusammenfassen:
- Das neue Bildungswesen muß den Menschen sehr viel stärker als bisher als soziales Wesen entfalten.
- Die starke Betonung der reinen Wissensvermittlung muß deutlich zurückgehen.
- Berufliche Lernziele, die Bereiche treffen, deren Automatisierung bevorsteht, müssen aus den Curricula entfernt und durch zukunftsorientierte und menschliche Ziele ersetzt werden.
- Der Ausbildung derjenigen, die hohe kognitive Leistungen erbringen können, muß hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden. Sie werden - bei annähernd gleicher Verfügbarkeit der Informationstechnik in allen Industrienationen - insbesondere für die rohstoffund energiearme Bundesrepublik eine große Bedeutung haben. Hieraus wird sich wahrscheinlich eine Zergliederung des jetzt relativ einheitlichen Bildungsangebots eines Jahrgangs ergeben; die Gesamtschule z. B. wird wieder zerfallen, da sie z. Z. Gefahr läuft, die Ausbildung der notwendigen geistigen Elite zu vernachlässigen. (Die in jüngster Zeit in den USA entflammte Diskussion um die Auflösung der dort ja seit langem praktizierten Gesamtschule weist in die gleiche Richtung.)
- Der Zugang zur Informationstechnik muß im Schul- und Hochschulalltag zur Selbstverständlichkeit gehören.
- Der Lehrer muß stärker aus der Rolle des Informationsvermittlers in die Rolle des Betreuers und Erziehers überwechseln.
- Dem Weiterbildungsbereich werden zahlreiche soziale, beschäftigungspolitische und psychologische Aufgaben zuwachsen, weil Notwendigkeit der Neugestaltung Weiterbildung im engeren Sinne und "Bildungs-Beschäftigung" als Sozialmaßnahme ineinander übergehen werden.
- Das Bildungswesen muß eine neue Begründung seiner hohen Aufwendungen darin finden, daß es sich zum einen stärker als Sozialsystem versteht, welches dem Menschen in den verschiedensten Lagen hilft, zum anderen muß sich das Bildungswesen intensiv eines neuen Typs von "Auszubildenden" annehmen : es muß informationstechnische Systeme mit Inhalten füllen und dem Bürger als Problemlösungssysteme an die Hand zu geben suchen. (Bei der Komplexität zukünftiger Informationssysteme werden deren Konzeption und Programmierung Schwierigkeiten machen, die denen, die das Bildungswesen bisher zu meistern gesucht hatte, nicht nachstehen.)
- Angesichts einer zunehmenden Integration menschlicher und technischer Informationsverarbeitung in vielen Bereichen werden sich mittelfristig einerseits die Programmierung eines Informationssystems und andererseits die Ausbildung von Menschen, die dies benutzen wollen, kaum mehr trennen lassen. So wie heute Hardware und Software ineinanderfließen, so werden am Ende der nächsten Dekade auch menschliche und technische Informnationsverarbeitung in vielen Bereichen untrennbar miteinander verwoben sein. Dem muß das Bildungswesen Rechnung tragen.
Das wurde 1982 geschrieben. Konzentration auf das Nichtautomatisierbare. Zugang zur Informationstechnik als Selbstverständlichkeit. Wechsel der Lehrerrolle vom Wissensvermittler zum Lehrer zum Coach und Erzieher.
Auch im Jahr 2016 werde ich mich damit auseinandersetzen, wie rasch sich Technologie, und wie langsam sich das allgemeine Bewusstsein und das Bildungswesen verändert...
@ENDE
@ANFANG 25 October 2026 WirHaben2016Nicht1984 Wir haben 2016, nicht 1984
Ich bin grad leicht schockiert und weiss eigentlich gar noch nicht wo anfangen mit reagieren. Titelstory in der heutigen
Sonntagszeitung sind die 21'000 in der Schweiz vorhandenen staatlichen Überwachungskameras. Auf einer Doppelseite wird über die Zunahme an Kameras, aber auch über die Zweifel an der Wirksamkeit und die mit den Kameras verbundenen Gefahren berichtet.
https://beat.doebe.li/bibliothek/img/t18592.avif
In einem Kommentar meldet sich der Redaktionsleiter unter dem Titel
Wir haben 2016, nicht «1984» (
Biblionetz:t18593) zu Wort.
Was ich da lese, scheint mir an Naivität nicht zu überbieten:
Denn tatsächlich haben die heutigen Überwachungsmassnahmen nichts mit Orwells Schreckensvision gemein. Wenn der Staat im öffentlichen Raum Kameras aufstellt, tut er dies nicht wie in «1984» um seiner selbst willen sondern um die Bürger zu beschützen: vor Terroristen, Räubern, Pädophilen oder Hooligans.
Wie praktisch und effizient das Vorgehen ist, zeigen die vielen Fahndungserfolge: Die Schläger von Kreuzlingen, der Kinderschänder in Zürich oder auch die Attentäter von Boston sie alle wurden gefasst, weil sie gefilmt worden waren. Kein Wunder, ist die Akzeptanz in der Bevölkerung gross. Eine deutliche Mehrheit befürwortet den Einsatz von Überwachungskameras mit der einleuchtenden Begründung, dass nur Kriminelle davor etwas zu befürchten hätten. Und dass die Daten ohnehin nur mit richterlicher Befugnis verwendet werden dürfen.
Ein anderes Resultat hätte im Zeitalter von Facebook auch überrascht. Wer Fotos und intimste Details aus seinem Privatleben freiwillig online stellt, kann nicht ernsthaft dagegen sein, beim Einkaufen gefilmt zu werden. Und wer einer privaten US-Firma vertraut bei der niemand weiss, was sie mit den gesammelten Daten anstellt , darf sich auch vor dem Schweizer Staat nicht fürchten.
Wir haben tatsächlich nicht 1984, sondern 2016. Die Schweiz hatte ihren
Fichenskandal und 2013 gab es die
NSA-Enthüllungen von Edward Snowden (
Biblionetz:p13594). Wie kann man da noch ernsthaft behaupten, heutige Überwachung geschehe nur um die Bürger zu beschützen und die Daten würden nur mit richterlicher Befugnis verwendet? Als wüssten wir nicht besser, dass Daten aufgrund von technischen Pannen oder politischen Intrigen des öftern in falsche Hände geraten.
Wie kann man so unhinterfragt behaupten, es sei unbedenklich
alle ungefragt dauernd zu überwachen, weil sich die meisten sowieso freiwillig in sozialen Netzen entblössen würden (
Biblionetz:a01270) und wer nichts zu verbergen hätte, der hätte auch nichts zu berfürchten? (
Biblionetz:a00840)
Gipfel der Naivität ist jedoch der Schluss des Meinungsartikels, in welchem Kunz empfiehlt, Orwells Roman
1984 (
Biblionetz:b00221) nicht mehr in der Schule zu lesen:
Sinnvoller wäre die Forderung, «1984» als Lektüre an den Schulen abzuschaffen. Das Buch, erschienen 1949, war eine Anspielung auf den Überwachungswahnsinn in den mittlerweile längst implodierten kommunistischen Diktaturen. Wer Orwell heute noch anführt und laut «Big Brother» schreit, sobald irgendwo eine Kamera aufgestellt wird, hat das Buch nicht verstanden und verunglimpft die erfolgreichen Bemühungen demokratischer Staaten zum Schutze seiner Bürger.
Im Gegenteil ist es höchst dringlich und gehört zur Allgemeinbildung in einer digitalisierten Welt, die technischen Möglichkeiten und die gesellschaftlichen Konsequenzen einer immer stärkeren Überwachung aller Lebensbereiche zu diskutieren, damit man dem Thema nicht derart naiv gegenübertritt wie dieser Artikel in der heutigen Sonntagzeitung!
Erste Reaktionen im Netz:
@ENDE
@ANFANG 25 October 2026 WikiWeihnachtsLektuere Wiki-Weihnachtslektüre
Da ich letzte Woche danach gefragt worden bin, hier eine Auswahl an lesenswerter
Wiki-Weihnachstlektüre:
- Wenn es um Wiki inkl. technische Hintergründe geht, dann kann ich das Ende November 2006 erschienene Buch Wiki und Blogs (Biblionetz:b02940) von Christoph Lange empfehlen. Es ist zwar relativ dick (840 Seiten) und nicht ganz billig, aber gehört in jede Mediothek von Schulen, die Wiki einsetzen (wollen). Mir gefällt am Buch besonders, dass zu Beginn die Konzepte von Wiki eingeführt und dann gleich deren Umsetzung in den wichtigen Wiki-Engines gezeigt wird. So erhält man ein gutes Gefühl für Wiki-Dialekte und lernt, was bei allen Wikis gleich, und was unterschiedlich ist.
- Wenn es um den Wiki-Einsatz in der Schule geht, dann empfehle ich das Buch Blogs, Wikis, Podcasts, and Other Powerful Web Tools for Classrooms (Biblionetz:b02621) von Will Richardson (englisch).
- Als Weihnachtslektüre eignet sich besonders das Buch Die heimliche Medienrevolution: Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern (Biblionetz:b02061) von Erik Möller. Es beleuchtet mehr die Ideen und Visionen, die hinter Wikis und Weblogs stecken. Die erste Auflage gibt es kostenlos als PDF, die zweite Version kostenpflichtig als gedruckte Ausgabe.
- Ebenfalls als kostenlose PDF-Version gibt es die englische Übersetzung des ursprünglich auf deutsch erschienenen Buches WikiTools (Biblionetz:b02208). Eine Neuauflage der deutschsprachigen Version ist auf Anfang 2007 geplant, so dass es leider nicht mehr als Weihnachtslektüre reicht...
@ENDE
@ANFANG 25 October 2026 WikiBuch wikibu.ch: Qualität von Wikipedia-Artikeln beurteilen

Dieser Tage ist die Ausgabe 74 (
Biblionetz:b03674) der Zeitschrift
Computer und Unterricht (
Biblionetz:j00002) zum Thema
Informationskompetenz (
Biblionetz:w00543) erschienen. Ich bin noch nicht dazu gekommen, alle Beiträge zu studieren, aber die Ausgabe scheint mir einen aktuellen Überblick zum Thema zu bieten, so dass ich sie wohl mehr als einmal als Einstieg ins Thema weiter empfehlen werde...
In mehr als einem Artikel ist - wenig überraschend - von Wikipedia die Rede.
Alle verwenden Wikipedia - praktisch niemand kennt die Entstehungsweise der Inhalte - etwa so lässt sich die Situation an Schulen (und Hochschulen) zusammenfassen. Erst letzte Woche habe ich wieder von einer Schweizer PH gehört, die das zitieren von Wikipedia verbietet, mit der lapidaren Begründung, die Inhalte seien nicht zuverlässig. Etwas gar pauschal, wie mir scheinen will. Es wäre ja spannend, ob in dieser PH der Nature-Artikel bekannt ist, welcher Wikipedia mit renommierten Verlags-Lexika verglichen hat (
"Internet encyclopaedias go head to head",
Biblionetz:t05319)...
Der Herausgeber der aktuellen Ausgabe,
Wolf-Rüdiger Wagner (
Biblionetz:p00817) meint denn auch:
Wikipedia - zusehen, wie ein Lexikon entsteht
Es scheint für die in den Massenmedien und in der pädagogisch
interessierten Öffentlichkeit geführte Auseinandersetzung
mit dem Internet typisch, dass man sich auf die - durchaus
berechtigten - kritischen Einwände konzentriert, ohne
die positiven Entwicklungen und Möglichkeiten zu sehen. So
stößt man in den Medien auch oft auf Warnungen vor Wikipedia.
Meist geht es darum, anhand von Fehlern, tendenziösen
Beiträgen und Manipulationsversuchen nachzuweisen,
wie unzuverlässig ein redaktionell unbetreutes Nachschlagewerk
sein muss, an dem jeder mitschreiben kann.
Die besonderen Chancen, die Wikipedia durch seine "doppelte Existenz" als lnformationsspeicher und Diskussionsraum
für die Vermittlung von lnformationskompetenz bietet, werden dagegen kaum thematisiert.
Am
Zentrum für Bildungsinformatik (
Biblionetz:p06014) ist nun ein Werkzeug am Entstehen, das allen Wikipedia-Nutzenden, insbesondere aber auch Lehrpersonen und SchülerInnen helfen soll, die Glaubwürdigkeit von Wikipedia-Artikeln einschätzen und diskutieren zu können.
Die Plattform
wikibu.ch liefert zu jedem Wikipedia-Artikel zur Beurteilung seiner Qualität relevante Metadaten und verwurstet gewisse dieser Daten zu einer
Wikibu-Punkte genannten Bewertung:
Zur Bewertung der Qualität von Wikipedia-Artikel dienen folgende Daten und Hypothesen:
- Anzahl Besucher: Umso häufiger ein Wikipedia-Artikel besucht wird, desto wahrscheinlicher werden allfällige Fehler von den Besuchenden korrigiert.
- Anzahl Autoren: Je mehr Autoren an einem Artikel mitschreiben, desto wahrscheinlicher fliessen verschiedene Sichtweisen ein und machen den Artikel ausgewogener.
- Anzahl Verweise: Je öfter ein Artikel auf anderen Wikipedia-Artikeln verlinkt ist, desto relevanter dürfte der Inhalt des Artikels sein.
- Quellennachweise: Besonders bei kontrovers diskutierten Themen sind Quellenangaben wichtig.
Natürlich kann man nun zu diskutieren beginnen, ob sich die Qualität eines Artikels wirklich alleine aufgrund solch linear formulierter Hypothesen von Metadaten bewerten lässt. Natürlich nicht. Aber es wäre ja schon mal viel gewonnen, wenn Lernende
und Lehrende (!) diese groben Abschätzungen überhaupt mal kennen würden. Darum ist diesem Projekt eine grosse Verbreitung zu wünschen!
Damit dies Lehrpersonen einfacher fällt, gibt's auf der Website auch
Hinweise zur Unterrichtsgestaltung für Lehrpersonen
http://wikibu.ch
@ENDE
@ANFANG 25 October 2026 WieVielInformatischeBildungBrauchtDerMensch Wie viel informatische Bildung braucht der Mensch?
Exakt heute vor einem Jahr, am 4. Januar 2012 habe ich hier im Blog eine Frage gestellt, die mich während des gesamten Jahres beschäftigt hat:
Der Jahresanfang verführt zu Prognosen, Ausblicken und Ähnlichem. Bei mir steht unter anderem eine Frage an, die mich dieses Jahr in mehrfacher Hinsicht intensiv beschäftigen wird:
Wie sieht die Zukunft des Schulbuchs aus? (
Biblionetz:f00151)
Im vergangenen Jahr ist diesbezüglich bei mir auch einiges gegangen (siehe dazu
Die Offline-Website und die gestellte Frage ist noch lange nicht beantwortet. Trotzdem drängt sich für dieses Jahr eine andere Frage in den Vordergrund, die mich intensiv beschäftigen wird:
Wie viel informatische Bildung braucht der Mensch?
Auch diese Frage ist keineswegs neu, im Gegenteil! Doch Mitte 2013 dürfte der Entwurf des für die Schweizerische Bildungslandschaft nicht ganz unwesentlichen
Lehrplans 21 (
Biblionetz:w02172) veröffentlicht werden und damit erneut eine öffentliche Debatte zum Thema aufbrechen. Damit verbunden waren und sind auch einige Vorarbeiten hinter den Kulissen, denn als Mitglied der Arbeitsgruppe ICT und Medien des Lehrplans 21 beschäftigt mich das Thema bereits seit längerem.
Öffentlich äussern zum Thema werde ich mich vermutlich zum nächsten Mal am 12. März an der
3. Bildungs- & Forschungskonferenz 
, wo ich unter dem Titel
"0 und 1, aber nicht schwarz und weiss: Der Leitmedienwechsel und das Schweizerische Bildungswesen" das Eröffnungsreferat halten werde.
Bereits in den ersten Tagen des Jahres habe ich einige spannende thematische Hinweise erhalten. So hat mich
Sandra Hofhues (
Biblionetz:p05321) auf den Artikel
Das digitale Einmaleins (
Biblionetz:t14555) in der Zeit vom 3.01.13 aufmerksam gemacht (derzeit nicht online verfügbar):
https://beat.doebe.li/bibliothek/img/t14555.avif
Der Artikel berichtet von den Aktivitäten
ProgeTiiger http://www.tiigrihype.ee/et/progetiiger der
Tiger Leap Foundation (englisch), die in Estland Informatik flächendeckend bereits in der Grundschule einführen will und vergleicht diese Absichten mit der Situation in Deutschland und der Schweiz.
Marc Pilloud (
Biblionetz:p00336) hat mich via
heise.de auf den Programmierkurs
How to train your Robot für 5- bis 7-Jährige des US-amerikanischen Autors und Illustrators
Nikos Mikalakis aufmerksam gemacht. Ohne Computer (d.h. als
computer science unplugged (
Biblionetz:w02379)) sollen Kinder ihre Eltern programmieren. Sie erhalten dazu ein Set grundlegender Befehle:
und sollen danach Programme schreiben, um die Eltern im Raum herumzudirigieren:
Erinnert mich an unsere verwandten Aktivitäten im Rahmen von iLearnIT.ch und der i-factory, aber - zugegeben - ans Programmieren von Eltern habe ich noch nie gedacht. Ich kann mir aber leibhaft vorstellen, dass das den Kleinen Spass macht! (Ob ich das zuhause wirklich ausprobieren will?

)
Und schliesslich hat
Martin Lindner (
Biblionetz:p03119) bei Google+ auf den Artikel
Als Journalist programmieren lernen eine Bilanz verwiesen und damit gleich mehrere Diskussionsstränge eröffnet: Gehört Programmieren zur Allgemeinbildung? Ist es nun gut oder schlecht, wenn Nichtinformatiker programmieren können? - Oder meinen Programmieren zu können? Ist Programmieren gleich Informatik? Kann man ohne formale Strukturen etwas lernen (MOOOOC …. )?
Und all das in den ersten vier Tagen des Jahres. Es wird ein spannendes 2013 werden!
@ENDE
@ANFANG 25 October 2026 WieSiehtDieZukunftdesSchulbuchsAus Wie sieht die Zukunft des Schulbuchs aus?
%STARTBLOG% Der Jahresanfang verführt zu Prognosen, Ausblicken und Ähnlichem. Bei mir steht unter anderem eine Frage an, die mich dieses Jahr in mehrfacher Hinsicht intensiv beschäftigen wird:
Wie sieht die Zukunft des Schulbuchs aus? (
Biblionetz:f00151)
Das Thema ist ja nicht komplett neu, das
Buzzword Open Educational Resources (OER) (
Biblionetz:w02058) geistert bereits länger durch die Community, aufs
dynabook (
Biblionetz:w01608) wollen wir schon gar nicht zurückgreifen. Nun scheint die Frage aber praktisch relevant zu werden. Mit Tablets wie dem iPad ist nun eine Gerätekategorie verfügbar, auf welcher das Lesen (und Bearbeiten?) von Schulbüchern leichter vorstellbar ist als auf (unterdessen bereits) traditionellen Notebooks. Der sinkende Preis und die steigende private Verfügbarkeit machen sowohl schulfinanzierte als auch elternfinanzierte (= BYOD (
Biblionetz:w02286)) 1:1-Ausstattungen (
Biblionetz:w02173) leichter realisierbar.
Eine 1:1-Ausstattung ist aber eine Grundvoraussetzung für digitale Schulbücher. Wenn jetzt 1:1-Ausstattungen zahlreicher werden (siehe
http://1to1learning.ch), dann eröffnet sich plötzlich ein ganzer Reigen von Fragen, denen sich Schulbuchverlage und Schulen stellen müssen:
- Was bringen digitale Lehrmittel?
- Wer finanziert digitale Lehrmittel?
- Wer stellt digitale Lehrmittel her?
- Welche neuen Geschäftsmodelle können sich entwickeln?
- Welche Lizenzmodelle sind sinnvoll und nachhaltig gangbar?
- etc.
Alles keine neuen Fragen. Aber in den letzten zwei Jahren wurden sie zunehmend aktuell. Lehrmittelverlage erhalten entsprechende Anfragen, Schulen überlegen sich, ob beim Entscheid für eine 1:1-Ausstattung genügend Lehrmaterial verfügbar sei.
Grund genug also, dass sich auch im deutschsprachigen Raum einige Expertinnen und Experten mit dem Thema beschäftigen. Über die Debatte zum Schulbuchtrojaner habe ich ja schon
mehrfach berichtet. Erfreulicher ist da die Vortragsreihe
l3t talk von
Martin Ebner (
Biblionetz:p04053) und
Sandra Schoen (
Biblionetz:p05210) zu nennen, bei welcher im Monatsrhythmus Vorträge zu verschiedenen Aspekten digitaler Bücher, Zeitschriften und Lehrmittel gehalten werden. (Ja, ich habe mich auch überreden lassen, im März 2012 etwas unter dem Titel
iLegende Wollmilchsau? Lehrmittel in Zeiten von iPad & Co. zu erzählen).
Die beiden wirken auch als Herausgebende einer Schwerpunktausgabe der Online-Zeitschrift
bildungsforschung:
Die in Schulen und Weiterbildung eingesetzten Lern- und Lehrmaterialien bzw. Lehrmittel verändern sich. Blickt man in die Schule, gehören seit einigen Generationen eine Kreidetafel, ein Skelett oder große Landkarten dazu. Aber auch abseits von Laptop- und iPad-Klassen, die im deutschsprachigen Europa weiterhin eine Besonderheit sind, stehen in den letzten Jahren immer häufiger regelmäßig einzelne Computer mit Lernprogrammen im Klassenzimmer. Während vor fünfzehn Jahren im Fernunterricht noch Lehrbriefe mit der Post verschickt wurden, gibt es heute zahlreiche internetgestützte Fernlehrangebote. Auch bei den Lehrbücher und Arbeitsblätter, die in Schule, Studium, Ausbildung und Weiterbildung zum Einsatz kommen, zeigen sich Veränderungen: Ein Schulbuch aus den 1970er Jahren unterscheidet sich inhaltlich deutlich von einem der 1990er Jahre. Ein Lehrbuch muss heute aber gar nicht mehr gedruckt mit Seiten erscheinen, immer häufiger gibt es E-Book-Versionen, sogenannte Living Books mit integrierten Videos oder interaktiven Übungen. Und immer häufiger gibt es Lehr- und Lernmaterialien digital und auch kostenlos im World Wide Web zugänglich im Zeitalter des Mitmachwebs von Lerner/innen und Lehrenden selbst erstellt (Wyatt 2010). Es zeigt sich so ein großer Wandel der Lern- und Lehrmaterialien. (
Call als PDF 
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Dann hat
Oliver Ott, Mitarbeiter der PHBern, zu Jahresbeginn erneut ein lesenswertes Factsheet zum Thema digitale Unterrichtsmittel veröffentlicht, diesmal mit dem Schwerpunkt
Flexbooks (
Biblionetz:w02308):
Lehrmittel bald nur noch digital? 
(
Biblionetz:t13767):
Digitale Bücher sind heute nicht mehr nur Printbücher, die sich digital lesen lassen. Sie sind multimedial, interaktiv und bieten Möglichkeiten, sich innerhalb eines Buches mit anderen Leserinnen und Lesern auszutauschen. Mit dieser Entwicklung dürften auch die Schulen schneller konfrontiert werden als bisher vermutet wurde. Mit flexiblen digitalen Büchern können die Lehrmittel dem Unterricht ohne grossen Aufwand angepasst und rasch weitergegeben werden. In den USA werden Flexbooks heute schon in hunderten von Schulen und Universitäten erfolgreich eingesetzt.
Quelle:
http://www.swisseduc.ch/methodik_didaktik/ebooks/
Zudem sind dieses Jahr verschiedene Veranstaltungen zum Thema geplant, Details folgen...
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@ENDE
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