Bildungspolitik

Binär zählen lernen trotz oder wegen "KI"
Was muss man über Informatik wissen angesichts von generativen Machine Learning Systemen?

Ich nutze die Zugfahrt für ein fokussiertes Deep-Dive in mein didaktisches High-Performance-Mindset, um maximale Stakeholder-Alignment-Power zu entfalten und die nächste Generation von Informatik-Lehrkräften mit einem 10x-Growth-Approach zu disrupten. 🚀🔥💎

schlägt mir der LinkedIn-Bullshit-Generator als Tätigkeitsbeschreibung für heute vor. (Beim Bullshit-Generator handelt es sich um einen Preprompt, der einem GMLS gefüttert aus jeder banalen Tätigkeitsbeschreibung eine (leider derzeit häufige) LinkedIn-Übertreibung macht.)

binaer-01.jpg

Was ich grad wirklich mache: Ich bin im Zug für die Einstiegsveranstaltung Grundlagen der Informatik der PHSZ im zweiten Semester unseres Fernstudiengangs zur Primarlehrperson und lese (ebenfalls bei LinkedIn), dass sich die Schweiz an der PISA-Untersuchung 2029 (Biblinetz:w03699) beteiligen wird und da auch das Modul Media & Artificial Intelligence (MAIL) (Biblionetz:w03700) nutzen will. Das finde ich grundsätzlich begrüssenswert, denn es ist sinnvoll zu wissen, was Jugendliche in der Schweiz in digitalen Dingen wissen und können.

Weil ich meinen mechanischen Binärzähler für den heutigen Unterricht dabeihabe, frage ich mich, wie der denn zum MAIL-Modul von PISA 2029 passt.

Dänemark schafft die Post ab!
Wir sollten dem Beispiel folgen und zum Schutze der Kinder Papier verbieten!

11 December 2025 | Beat Döbeli Honegger | Bildungspolitik, Medienbericht, Medienbildung

Dänemark schafft die Post ab. Wir sollten dem Beispiel folgen und zum Schutze der Kinder Papier verbieten! Während in allen Zeitungen zu lesen ist, dass Dänemark Fakten schafft, wird bei uns noch endlos diskutiert, dabei ist die Lage klar!

Klingt bizzar? Absolut. Aber genau so läuft derzeit die öffentliche Debatte, wenn es um Kinder und digitale Medien geht. Das Muster dahinter:

  1. Gewisse Medien pauschalisieren, was das Redaktionssystem hergibt.
  2. Gewisse Kreise stellen pauschale, vermeintlich klare und einfache Forderungen auf
  3. Begründet werden die Forderungen mit Argumenten, die oft auf massiven Generalisierungen beruhen oder gar nicht zur Forderung passen

Ein Vergleich mit Beispielen.

Nein, es geht nicht um computergestütztes Denken!
Warum diese Übersetzung des Begriffs Computational Thinking gefährlich ist

In letzter Zeit bin ich mehrfach dem Begriff computergestütztes Denken als Übersetzungen des Konzepts computational thinking (Biblionetz:w02206) begegnet. Während schon der englische Begriff sehr unterschiedlich ausgelegt und verstanden werden kann, ist die deutsche Übersetzung als computersgestütztes Denken ihreführend und aus meiner Sicht gar gefährlich für das eigentlich dahinter stehende Anliegen.

Immer wieder passiert es, dass in Positionspapieren oder sozialen Medien in der Schweiz ein obligatorisches Schulfach "Digitale Kompetenz", "Medienkompetenz", "Datenkompetenz" o.ä. gefordert wird. Ich weiss nicht so recht, wie ich mit solchen Forderungen umgehen soll: Einerseits bin ich meist mit den Argumenten für eine solches Schulfach einverstanden, andererseits denke ich mir dann: "Ja Moment, ein solches Schulfach haben wir doch schon!"

Im Rahmen der digitalen Transformation geht es unter anderem auch darum, neue Kompetenzen in den Lehrplänen (Biblionetz:w01274) der verschiedenen Schulstufen zu verankern. Bei entsprechenden Projekten habe ich bereits öfters die Kritik gehört: "Was Sie da vorschlagen, ist viel zu anspruchsvoll! Das begreifen nicht einmal die Lehrpersonen - ja selbst ich als leitender Beamter in der Bildungsadministration verstehe trotz Doktortitel nicht, wovon sie sprechen. Wie sollten das Kinder verstehen?"

Die eine heikle bildungspolitische Aufgabe besteht dann jeweils darin, dem leitenden Beamten zu erklären, dass das vorgeschlagene Thema durchaus erfolgreich schon mit Kindern erprobt worden ist ;-)...

Zum anderen gibt es aber mehrere Gründe, warum es sinnvoll ist, dass bei neuen Themen die Lehrpläne zu Beginn Unerfüllbares verlangen:

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
  • CH-8032 Zürich
  • E-mail: beat@doebe.li
This page was cached on 14 Mar 2026 - 21:54.