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Karneval der Möglichkeiten

28 September 2011 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung, Software

Update: Die hier besprochene App ist nun für CHF 4.- im App-Store erhältlich.

Heute Morgen war ich an der Vorstellung der iPad-App Karneval der Tiere der beiden PH FHNW-Dozierenden Stefan Brülhart (Biblionetz:w01844) und Markus Cslovjecsek und des Sekundarlehrers Achim Lück.

Die drei haben aus einem früheren Kinderbuch- und CD-Projekt eine faszinierende iPad-App entwickelt und einem interessierten Kreis als Beta-Version zur Verfügung gestellt. Neben der Vorstellung und des User-Feedbacks ging es am heutigen Treffen auch um mögliche, auf dieser App aufbauenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

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Da Klein-Caspar sich für Buchstaben zu interessieren beginnt, habe ich in letzter Zeit einige entsprechende Lern-Apps für das iPhone und/oder das iPad heruntergeladen. Was mir da bisweilen begegnet ist, hat mich hochgradig frustriert. Seit bald 40 Jahren werden Lernprogramme produziert, aber ausser der Hardware scheint sich nicht viel weiter entwickelt zu haben. Simplest gestrickte, sture Abläufe, nicht altersgerechte Aufbereitung (was soll z.B. ein mehrzeiliger Begrüssungstext in einer App, in welcher man lernt, Buchstaben zu erkennen?) und oft eine betrübliche Lieblosigkeit. Da kommt (mindestens bei mir als Vater) keine Freude auf.

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Umso mehr hat mich deshalb die Karneval-App gefreut: Mit Liebe gemacht, verspielt, keinerlei Erklärungen. Nutzende sind praktisch zum entdeckenden Lernen (Biblionetz:w00473) gezwungen. Entsprechend möchte ich auch nicht allzu viel über die Details der App verraten.

Stattdessen lasse ich mal den offiziellen Konzept-Text sprechen:

Der "Karneval der Tiere", basierend auf den Inhalten von Saint-Saëns Musik, verknüpft Sprache(n), Bilder, Musik und eine einfache taktil-akustische Tonspur zu einem neuen Ganzen.

Mit der Musik (CD mit der Aufnahme der Musik von Saint-Saëns, gespielt vom Basler Festival Orchester), animierten Bildern von Stephan Brülhart und einem aufs äusserste reduzierten Text von Achim Lück ermöglicht diese Produktion Kindern und Erwachsenen eine spielerisch-explorative Beschäftigung mit einem erweiterten Textbegriff (Audio, Bild, Sprache) generell und den drei Landessprachen der Schweiz (Deutsch, Französisch, Italienisch) und der Weltsprache Englisch im besonderen.

Mit der Integration einer einfachen taktilen Tonspur wird erstmals der Leser auch zum Spieler einfacher akustischer Informationen. Die "Strichcode" artigen Audioinformationen basieren auf einer von Markus Cslovjecsek entwickelten Technik, wobei mit dem Finger diese Codes zum Klingen gebracht werden können. Die so entstehenden leise auditiven Fragmente laden zum Spielen und zu Hören ein. Jede Seite greift - einem akustischen Suchbild ähnlich - ein Bild-, Text oder Musikelement der entsprechenden Seite auf.

Damit entstand ein Produkt, welches das Thema des erweiterten Textbegriffes in aller Konsequenz umsetzt und Sprache(n), Bilder, Musik und eben diese interaktive Geräuschspur nebeneinander stellt und miteinander verknüpft. Sprachforscher stellen fest: "Wir verstehen mehr Sprachen als wir denken". Wir nehmen in dieser Arbeit die Beobachtung der Wissenschaft (EU-Projekt Euro-Com) auf und lassen die Verwandtschaften von Sprachen entdecken. Gleichzeitig gehen wir einen Schritt weiter und bringen Bild, Musik und Geräusche als weitere Informationsquellen (erweiterter Textbegriff) mit ins Spiel.

Mit diesem Multimedialen Produkt wollen wir einerseits einen Beitrag leisten zur Verständigung zwischen den Sprachregionen und andererseits sensibilisieren für die Vielfalt unserer kommunikativen Mittel. Eine Adaption auf weitere europäische (und evtl. ausser-europäische) Sprachen sowie die Positionierung des "Apps" im europäischen Raum soll mit Hilfe dieser ersten Produktion erkundet werden.

Die App nutzt viele Möglichkeiten eines iPad spielerisch aus:
  • Mehrere Texte und Töne können mit Multitouch gleichzeitig aktiviert werden
  • Dadurch, dass Multitouch genutzt wird, können auch mehrere gleichzeitig mit der App spielen
  • Durch Drüberstreichen über Text oder Tonspur lässt sich die Abspielgeschwindigkeit variieren (auch rückwärts!)
  • mehr verrat ich nicht...

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Das Faszinierende an der App scheint mir, dass hier vielfältigste didaktische Möglichkeiten schlummern, das Produkt aber nicht durchdidaktisiert erscheint. Ist es ein Lehrmittel, ist es keines? Gehört es in den Sprachunterricht, in den Musikunterricht, in die Medienbildung? Geht's um die Intergration von fremdsprachigen Kindern? Für welche Stufe ist es denn gedacht? Was muss man damit tun? Viele Fragen bleiben offen und genau das macht die App so sympathisch. Probier doch einfach aus! scheint sie nicht nur den Nutzenden, sondern auch den Lehrerinnen und Lehrern sagen zu wollen.

Und nun apropos Ausprobieren noch eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Die App wird vermutlich erst im September im App-Store verfügbar sein. Die gute: Das Team denkt bereits über weitere Apps nach...

Weiter so! Solche (Lern-)Apps brauchen wir!

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Vielen Dank Beat! Auf deine Rückmeldung zum heutigen Anlass und die vielen Visits drauf, geh ich gleich an die weiteren Steps - auf dass der App bald fliegt. Wir überlegen uns aufgrund deiner Intervention die Preisgestaltung nochmals - werden aber sicher sehr tief bleiben! Hast du Evidenz für die Annahme, dass ein zu tiefer Preis schädlich sein könnte?

-- Main.MarkusCslovjecsek - 10 Aug 2011 Erfahrungsgemäss ist ein Einstiegspreis von 5-10 Fr. für einen Qualitätstitel gut. Billig genug für Impulskäufe, aber nicht so billig, dass man keine Qualität erwartet. Und wenn die Verkäufe abflachen, kann man mit einer zeitlich begrenzten Preisreduktion wieder etwas Schwung gewinnen. Wichtig ist vor allem, die App gut zu bewerben, natürlich über FB/Twitter, aber auch über traditionelle Medien (Tagi,..).

-- Main.DavidGavin - 10 Aug 2011 Hört sich sehr spannend an, zumal der Karneval der Tiere ein absoluter Kult-Klassiker ist. Starte in zwei Wochen mit zwei ersten Klassen mit Medienbildung, Buchstaben spielerisch und digital selber entdecken ist da sehr aktuell. Freue mich, wenn das App im Herbst erhätlich ist smile

-- Main.SilvieSpiess - 10 Aug 2011 Und im Details steckt in diesem App auch etwas für die Erwachsenen.

-- Main.AchimLueck - 11 Aug 2011

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Zugegebenermassen ein Streit unter Experten - aber die Frage, welche Programmiersprache sich denn für die Schule eignet, bewegt die Gemüter seit Jahren. Während Aussenstehende erst die Frage geklärt haben möchten, ob Programmieren überhaupt zur Allgemeinbildung gehört (Biblionetz:f00114), ist dies für Informatik-Didaktiker klar.

Weniger klar ist dagegen, mit welcher Programmiersprache dies geschehen soll. In der Ausgabe 168 der Zeitschrift Login (Biblionetz:b04641) ist ein lesenswerter Artikel von Eckart Modrow, Jens Mönig und Kerstin Strecker erschienen, bei dem mir einzig der Titel missglückt zu sein scheint:

Eckart Modrow, Jens Mönig, Kerstin Strecker
Wozu Java? PDF-Dokument
Plädoyer für grafisches Programmieren
(Biblionetz:t13629)

Im Artikel argumentieren die AutorInnen, dass in Deutschland die Schülerinnen und Schüler meistens beim "Schreiben" der Programme die Motivation verlieren würden:

Sehen wir uns die schon mehrfach zitierte 80%-Ausstiegsquote im Informatikunterricht an, dann tritt die nur auf, wenn die Schülerinnen und Schüler „Programme schreiben“ müssen. Mit den anderen Themenbereichen des Informatikunterrichts gibt es meist keine Schwierigkeiten. Keine Schwierigkeiten gibt es in der Regel auch mit dem Finden eigener Ideen zur Lösung der (möglichst selbst) gestellten Probleme. Die treten erst „beim Schreiben“, also beim Kodieren auf. Der Zyklus „Lösungsidee > Formulierung der Idee > Test > Änderung der Lösungsidee > … wird durch Kodierungsprobleme unterbrochen. Die meisten Schülerinnen und Schüler bleiben beim Kodieren stecken, nicht beim (hier weiter gefassten) Programmieren. Brauchen wir aber überhaupt Code? Ist der Begriff „Programme schreiben“ nicht eigentlich überholt?

Der Artikel favorisiert dann grafische Programmiersprachen (Biblionetz:w02287), da diese keine Kodierungshürde aufweisen würden und verweist u.a. auf LabView als professionelle visuelle Programmiersprache, mit der unter anderem das südafrikanische Großteleskop SALT gesteuert werde.

Auch das Vorurteil, mit grafischen Programmierumgebungen wie Scratch (Biblionetz:w02030) könne man anspruchsvolle Konzepte der Informatik gar nicht vermitteln, versucht der Artikel zu widerlegen. Während sich Scratch durchaus eigne, um auch anspruchsvolle Konzepte der Physik zu modellieren (Bsp. Federpendel), sei insbesondere der Scratch-Ableger Build-your-own-Blocks (BYOB) (Biblionetz:w02279) so mächtig, dass sich auch ein universitärer Informatikgrundkurs allein mit dieser Programmiersprache umsetzen lasse, wie Berkeley mit der Informatikvorlesung CS10 im Rahmen des APCurriculums (AP Principles 2010) beweise.

Der Artikel versucht diese Mächtigkeit auch mit Beispielen aufzuzeigen, die mich durchaus ans Informatikstudium erinnern:

Das Beispiel illustriert kurz die weitergehenden Möglichkeiten des Systems, hier die „Lambdafizierung“ von BYOB-Strukturen, die es gestattet, diese wahlweise als Code oder Daten zu interpretieren.
Die BYOB-Listen lassen sich trivialerweise als Schlangen oder Stapel nutzen. Geschachtelte Listen bilden Bäume, Dictionaries, Graphen usw. Im Bereich der Datenstrukturen gib es hier keinerlei Beschränkungen.

Spätestens bei der Lambdafizierung wird niemand mehr von einer Kindergartensprache reden...

Der Artikel schliesst mit folgenden Fragen:

  1. Worin besteht der bildende Wert textbasierter Programmierung, also der Möglichkeit, Syntaxfehler machen zu können, wenn inhaltlich alle informatischen Konzepte, aber auch Standardanwendungsbereiche und –aufgaben mit BYOB als Werkzeug implementiert werden können? Ist die damit verbundene Frustrationsrate gerechtfertigt, hat Syntax ihren eigenen Wert?
  2. Ist der zu beobachtende Trend „weg von der Programmierung“ inhaltlich begründet oder ein Resultat der Probleme im Programmierunterricht? Soll er beibehalten oder vielleicht gestoppt, sogar wieder umgekehrt werden, wenn jetzt geeignetere Werkzeuge dafür zur Verfügung stehen? Um nicht missverstanden zu werden: Programmieren wird hier immer noch als Synonym für „selbstständiges produktorientiertes Problemlösen“ benutzt, nicht für „Kodieren“!
  3. Auf welcher Beschreibungsebene ist zu arbeiten? Algorithmen können natürlich als BYOB-Blöcke vorgegeben werden, bearbeitbar sind sie in dieser Form allerdings nur am Computer. Soll und kann auf „papiergeeignete“ Notationsformen umgestiegen werden, wenn Syntaxeigenheiten keine Rolle mehr spielen, korrekte Syntax in diesem Zusammenhang keinen eigenen Wert mehr hat?
  4. Ist Informatikunterricht nur realitätsnah, wenn echte Produktionssysteme wie Java, Python, … im Unterricht benutzt werden? Braucht der Informatikunterricht Ausbildungswerkzeuge ähnlich wie die Naturwissenschaften, die auch fast ausschließlich Gerätschaften benutzen, die man außerhalb der Schule kaum findet.

Der Artikel liefert für mich weitere Argumente zur Wahl von Scratch als Programmiersprache in der Schule. Weitere, im Artikel nicht genannte Argumente sind für mich:

  • Die Scratch-Umgebung erlaubt das Einbinden und Erstellen von eigenen Bildern und Tönen und eröffnet damit weitere - nicht von Anfang an algorithmische - Zugänge zum Thema Programmieren / Informatik.
  • Dieses Einbinden eigener Bilder, Töne & Fotos erhöht die Motivation von Schülerinnen und Schülern, die Programmierumgebung auch in ihrer Freizeit zu verwenden.
  • Mit der Einbindung von Sensoren und Aktoren des Robotiksets Lego-!WeDo werden die Schranken des Bildschirms und Computers gesprengt, Informatikprojekte reichen damit in die reale physische Welt hinaus, auch das ein Motivationsfaktor.
  • Während mit BYOB eine Erweiterung gegen oben zur Verfügung steht, bietet der App-Inventor (siehe auch Wikipedia) von Google für Android-Geräte eine Erweiterung in die reale Geräteprogrammierung, indem damit Adnroid-Geräte programmiert werden können. Ich stelle mir das sehr motivierend vor, wenn Kinder ihre eigenen Spiele und Gadgets für ihr Tablet oder ihr Mobiltelefon programmieren können...
  • Scratch ist kostenlos für Windows, Mac und Linux verfügbar und wird vom MIT aktiv weiter entwickelt. ,

Rigi-Workshop

23 September 2011 | Beat Döbeli Honegger | Schul-ICT, Veranstaltung

Programmausschreibung

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In vielen Ländern stellt sich gegenwärtig die Frage, warum digitale Medien trotz grosser finanzieller und bildungspolitischer Anstrengungen im Unterrichtsalltag vieler Lehrpersonen noch immer nur sporadisch eingesetzt werden. Die Schweiz scheint von diesem Phänomen in besonderer Weise betroffen zu sein, wie insbesondere die PISA-Studien der letzten Jahre zeigen. Eine wichtige Rolle scheinen die pädagogischen Überzeugungen von Lehrpersonen (Biblionetz:w02217) zu spielen. Die grundsätzliche Skepsis vieler Lehrpersonen gegenüber schulischen Innovationen, insbesondere im Bereich neuer Medien, verlangt nach stärkerer Klärung dieser Denkmuster. In den letzten zwei Jahren wurde hierzu eine Nationalfondsstudie durchgeführt. Erste Ergebnisse sollen nun zusammen mit den Workshop-Teilnehmenden diskutiert und um weitere Erfahrungswerte ergänzt werden. Ein weiteres Ziel des Workshops ist es, ein praxistaugliches Instrument zu entwerfen, mit dem bestehende Überzeugungen zu digitalen Medien im Kontext von Weiterbildungs-veranstaltungen thematisiert und bearbeitet werden können.

Erster Eindruck

Der Tag beginnt gut:

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Tagungsablauf

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Vormittag

In einer ersten Workshoprunde wurde pädagogische Überzeugungen zu ICT in der Bildung gesammelt mit Hilfe von Sprechblasen-Post-Its auf einem zu diesem Zweck entwickelten Poster:

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In einer zweiten Workshoprunde wurden die zahlreichen (und von Poster zu Poster teilweise sehr unterschiedlichen) Überzeugungen priorisiert.

Nachmittag

Wo muss angesetzt werden:

  • Lehrplan 21: Der Lehrplan 21 (Biblionetz:w02172) wird in den kommenden Jahren viele Ressourcen im Bildungswesen prägen (Weiterbildung etc.). Darum muss der Lehrplan 21 genutzt werden können, um digitale Medien in die Schule zu bringen. Somit müssen wir aufzeigen können, dass sich der Lehrplan 21 ohne digitale Medien nicht umsetzen lässt.

  • Schulleitungen als prägender Einfluss der Schulkultur und ICT-Nutzung. Somit müssen Schulleitungen von der Integration digitaler Medien überzeugt werden. Konkrete Massnahme: Medienkonzepte müssen zwingend Teil der Schulleitungsausbildung sein.

  • Lehrmittelverlage müssen ihr Angebot anpassen. (Es gibt verschiedene Meinungen, wie...)

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Cool, das Poster wird verändert!

Erste Synthese

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Foto by Martin Hofmann

Aktuelles

Fortsetzung folgt ,

Autohotkey

22 September 2011 | Beat Döbeli Honegger | Geek, Software

Durch ein Google+-Posting von Gregor Lütolf und anschliessende Kommentare von Christoph Derndorfer bin ich auf das open-source Windows-Tool Autohotkey gestossen und ärgere mich seither, dass ich das nicht schon viel früher entdeckt habe.

Das Programm erlaubt es, gewisse Abläufe der Benutzeroberfläche zu automatisieren und sehr umfassend Hotkeys zu definieren. So kann ich jetzt mit einem Shortcut gewisse Programme maximieren oder minimieren, Fenster im Vordergrund belassen etc.

Im Herbst 2010 fand in Zürich die Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik (DGfE) statt (Biblionetz:b04198). Ziel der Tagung war die "Schärfung zentraler Begriffe von Medienpädagogik / Medienbildung." Bereits damals war es für mich eine interessante Tagungserfahrung (siehe UnterMedienpaedagogen), die mich beschliessen liess, mich weiterhin nicht als Medienpädagogen zu bezeichnen. Nun hat die Geschichte ein weiteres Kapitel erhalten, die mich in diesem Entschluss bestärkt.

Vor und während der Tagung waren die Beiträge auf der Tagungshomepage als PDF downloadbar. Wunderbar, mag man denken: Richtig zeitgemäss. Doch irgendwie war bereits damals ein eigentümlicher Verdacht im Raum: Werden diese Beiträge wirklich weiterhin online verfügbar sein?

So steht bei Benjamin Jörrisen

Allen Interessierten, die nicht bei der Tagung dabei sein konnten, seien die Positionspapiere unbedingt empfohlen, die auf der Tagungs-Website heruntergeladen werden können (sehr löblich, hoffentlich bleibt das eine Weile online!).

und bei mir steht

Die einzelnen Beiträge sind derzeit (noch) auf der Tagungshomepage abrufbar

Tja, tatsächlich waren die Beiträge und die gesamte Tagungshomepage bereits etwa einen Monat nach der Veranstaltung nicht mehr verfügbar. Dafür sind sie jetzt in Form von totem Holz als Buch beim kopaed-Verlag (Biblionetz:b04198) für 18 Euro verfügbar.

Willkommen in der Buchdruckgesellschaft. (Biblionetz:w02212)

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Update: Das Phänomen ist so verbreitet, dass ich den entsprechenden Fachbegriff depublizieren gleich in Biblionetz aufgenommen habe: Biblionetz:w02258


Main.LisaRosa meint:

Wirklich erstaunlich, wie sehr auch viele Medienpädagogen der Publikation im Netz misstrauen. Denn groß Geld verdienen ist mit der Totholzpublikation ja nicht. Und erst Recht nicht die doch erwünschte Verbreitung der Message. Oder geht es ihnen nur darum, dass da ein RL-Objekt in den Unibibliotheken des Landes herumsteht? Es fällt mir soooo was von schwer, die Mainstream-Mäpos ernst zu nehmen. Weder was das Medienverständnis angeht, noch hinsichtlich der pädagogische Weisheit.

Mäpo ist mir gerade so in die Tastatur gefallen. Offenbar reicht es bei mir in dieser Sache nur noch zum Legastheniker, wenn ich sie bezeichnen möchte. Wenn die Mepäs schon im Netz radieren, dann schrauben wir unsere Erwartungen mal ganz weit runter.

-- Main.LisaRosa - 01 Sep 2011 Ich war ja auf der entsprechenden Tagung und die Papiere sind mehr oder weniger kollaborativ entstanden. Mich würde das mal urheberrechtlich interessieren, ob die so einfach meine Gedanken aus dem Positionspapier depublizieren dürfen.

Das davon abgesehen hatte die Tagung sicherlich nicht viel mit Medien zu tun viel ehr mit Pädagogik als die Lehre der Lehre.

-- Main.GiBro - 17 Sep 2011

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