Das Arbeitsjahr hat wieder begonnen, ich sitze werktags am Morgen beim Kaffee und prüfe meine verschiednen Newskanäle, von Tagespresse über allerlei RSS-Feeds bis zu sozialen Medien. Regelmässig speichere ich mir interessante Artikel ab, denen ich mich später genauer widmen will.
Seit gefühlt drei Jahren finde ich jeden Morgen mehr relevante Informationsbrocken, als ich im Laufe des Tages oder der Woche verarbeiten kann. Der Informationsberg wächst und damit auch mein schlechtes Gefühl als Experte angefragt zu werden, ohne diesen Berg verarbeitet zu haben.
Heute lag auf meinem Stapel auch der Artikel AI Fatigue: Reflections on the Human Side of AI’s Rapid Advancement (Biblionetz:t33155) und er beschreibt dieses Phänomen sehr schön.
Beim digitalen Aufräumen zum Jahresende bin ich auf die Rezension Wider die neue Aufmerksamkeitsökonomie (Biblionetz:t33109) von Daniel Binswanger (Biblionetz:p10471) zum Buch The Sirens' Call (Biblionetz:b08986) vom Februar 2025 gestossen und habe in der Folge - und passend zum Thema des Buches... - beschlossen, das Buch ganz zu lesen, bevor ich wieder Social-Media-Kurzfutter konsumieren würde.
Die Lektüre hat mir ermöglicht, mich vertiefter mit dem Konzept der Aufmerksamkeitsökonomie (Biblionetz:w00502) auseinanderzusetzen, das ich zwar bereits 1999 im Biblionetz aufgenommen, aber seither nicht mehr gross beackert habe.
Ich finde das Buch insbesondere deshalb spannend, weil es mein berufliches Thema Leben in einer von digitalen Medien geprägten Welt und aktuelle (bedrohliche) politische Entwicklungen gleichzeitig behandelt.
Eigentlich habe ich ja schon eine Jahreswechselprojekt 2025/2026. aber weil man sich ja immer zu viel vornimmt und es spannende Dinge zu erkunden gibt, hier gleich noch eines: Nachdem ich mich jahrelang damit herumgeärgert habe, dass die Fotoverwaltung von Apple schlecht funktioniert, wenn da auch noch ein Windows-Gerät in der personal infostructure herumschwirrt, habe ich nun vor kurzem die Open-Source- Foto-Verwaltung Immich entdeckt und bin bisher begeistert.