TOP

TOP Archive

Mein Wahrnehmungswandel beruflicher sozialer Netzwerke

26 May 2016 | Beat Döbeli Honegger
Ich muss, bzw. ich habe beschlossen, berufliche soziale Netzwerke (Biblionetz:w02521) künftig anders wahrzunehmen. Bisher war ich der (offenbar traditionellen) Ansicht, dass berufliche soziale Netzwerke die Netzwerke der physischen Welt abbilden. In Xing (hiess noch OpenBC als ich beitrat ;-)) und Linkedin war ich mit Personen vernetzt, die ich auch im realen Leben kannte oder mit der ich im Digitalen zumindest mal bilateral kommuniziert hatte. Ich sah den Sinn solcher professioneller sozialer Netze primär darin, sehen zu können, wer wen kennt. Anfragen von mir unbekannten Personen habe ich weitgehend ignoriert.

Solche Anfragen haben über die Jahre zugenommen, seit der Veröffentlichung meines Buches sind sie nun sprunghaft angestiegen. Nachdem die Zahl aussehender Kontaktanfragen dreistellig geworden ist, habe ich beschlossen, meine Haltung zu ändern. Offenbar werden solche Netzwerke nicht (mehr) zur virtuellen Abbildung bestehender, sondern zum Knüpfen neuer Kontakte verwendet (anders kann ich mir nicht erklären, dass ich so viele Anfragen von mir unbekannten Personen erhalte). Ich werde somit heute über hundert Kontaktanfragen bestätigen und man wird aufgrund einer Vernetzung von mir mit anderen Personen nicht mehr daraus ableiten können, dass ich diese Menschen wirklich kenne. (Tja, das ist ein Hauptproblem der Vernetzungsdefinition von Facebook, Xing und Linkedin: Sie muss immer auf Gegenseitigkeit beruhen. Da scheint mit Twitter und Google+ die Realität besser abzubilden: In Google+ kann ich beispielsweise jemanden einkreisen ohne dass er/sie das auch tun muss).

Dass berufliche soziale Netzwerke aber weiter dazu verwendet werden, den eigenen (vermeintlichen) Status zu präsentieren, sehe ich in einem anderen beruflichen sozialen Netzwerk, nämlich dem akademischen sozialen Netzwerk (Biblionetz:w02519) Researchgate (Biblionetz:w02516). Dieses Jahr haben bereits zwei Personen bei Researchgate angegeben, dass sie an der Pädagogischen Hochschule Schwyz arbeiten würden, von denen wir hier noch nie etwas gehört haben. Eine dieser Personen ist bereits wieder aus der Liste verschwunden, Xu Han ist uns aber weiterhin unbekannt:

researchgate-phsz.png

P.S.: Umgekehrt habe ich auch beschlossen, diejenigen, die ich wirklich kenne, aktiver in den Netzwerken zu verknüpfen. Aus dem Umstand, dass ich jemanden dieser Tage vernetzt habe lässt sich somit nicht schliessen, dass ich die Person nicht kennen würde wink

In den deutschsprachigen Kantonen und Pädagogischen Hochschulen laufen derzeit die Vorbereitungen zur Einführung des Lehrplans 21 (Biblionetz:w02172) auf Hochtouren, insbesondere auch für das neue Modul "Medien und Informatik". Eine nicht zentrale, aber trotzdem nicht ganz unwichtige Frage ist die nach Programmierumgebungen.

Als Diskussionsbasis in verschiedenen Kontexten habe ich mich mal hingesetzt und meine diesbezüglichen Überlegungen etwas strukturiert. Es handelt sich somit um eine Konkretisierung der allgemeinen Frage Welche Programmiersprache eignet sich für die Schule? (Biblionetz:f156) auf die aktuelle Situation in der Schweiz und dem bevorstehenden Lehrplan 21.

(direkt kommentiert werden kann dieser Text drüber bei Google Docs)

Learnify - ein erster Eindruck

11 May 2016 | Beat Döbeli Honegger | Schul-ICT

Seit kurzem ist die schwedische Lernplattform Learnify in einer Beta-Version auch in der Schweiz verfügbar. Ich habe mich etwas umgesehen und versucht, mir einen ersten Eindruck zu verschaffen.

learnify-01.jpg
Ja, Learnify ist auch physisch in der Schweiz angekommen und hat sogar ein Klingelschild ;-)

Doppelte Dateien finden

24 April 2016 | Beat Döbeli Honegger | Software
Die Sommerzeit ist eine gute Gelegenheit für einen verspäteten Frühjahrsputz - vor allem wenn der Frühling gar nicht so richtig stattgefunden hat. Neben Estrich und Keller gehören da auch die virtuellen Speichre dazu. Grund genug also, doppelt und dreifach vorhandene Dateien zu suchen und zu eliminieren. Bei der Suche (für MS-Windows) bin ich auf zwei Tools gestossen, ein einfaches und ein flexibles:

Einfach: Auslogics Duplicate File Finder

auslogics.jpg

Der Auslogics Duplicate File Finder ist kostenlos und einfach zu bedienen, bietet dafür nicht allzuviele Einstellmöglichkeiten.

Flexibel: SearchMyFiles

Eher für technisch Interessierte ist das ebenfalls kostenlose Tool SearchMyFiles

searchmyfiles.gif

Viel Spass beim Aufräumen!

Zum Welttag des Buches ;=)

23 April 2016 | Beat Döbeli Honegger
Vorsicht Werbung!

Der heutige 23. April ist der Welttag des Buches. Wikipedia meint dazu: "Das Datum des 23. April geht zurück auf den Georgstag. Es bezieht sich auf die katalanische Tradition, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken."

Das finde ich eine gute Idee und ich hätte auch gleich zwei Vorschläge für Leserinnen und Leser dieses Weblogs wink

zusammen1.png zusammen2.png

Mehr als 0 und 1 (Biblionetz:b06000) und Digitale Kompetenz (Biblionetz:b06006) sind nämlich zwei Bücher, die sich nicht primär an Personen richten, die sich bereits in digitalen Informationsquellen zu digitalen Themen wie dieser hier tummeln. Beide Bücher richten sich an Leserinnen und Leser im Bildungswesen, die sich primär an Gedrucktem orientieren und sich bisher nicht vertieft mit dem Digitalen in der Bildung beschäftigt haben - dies aber eigentlich in ihrer Funktion als Mitglieder von Schulleitungen und Schulräten oder als Mitarbeitende in Bildungsbehörden tun sollten.

Beide Bücher versuchen möglichst knapp und einfach verständlich einen Überblick zu den Herausforderungen der Digitalisierung im Bildungswesen zu geben - ohne aktuelle Hypes oder ausufernde Detailbeschreibungen. Damit sind beide Bücher je in einem Wochenende oder in einer Urlaubswoche lesbar und regen zum Nachdenken an, was im eigenen Bildungsumfeld vielleicht geschehen sollte.

Klar, ich will Leserinnen und Leser dieses Weblogs keinesfalls von der Lektüre dieser beiden Bücher abhalten. Sie finden darin strukturierte Zusammenfassungen von vielem, was sie bereits wissen. Dies hilft in Diskussionen und beim Verfassen eigener Text oder planen eigener Aktionen. Aus meiner Sicht könnte der wahre Wert dieser beiden Bücher aber darin liegen, sie der oben beschriebenen Zielgruppe ans Herz zu legen oder eben gerade zu schenken: "Wenn du wissen willst, warum ich immer von dieser Digitalisierung rede, dann lies doch mal das hier!"

Don't preach to the converted: Wir bringen die Schule nicht weiter, wenn wir uns gegenseitig von der Wichtigkeit des Themas zu überzeugen versuchen. Wir sind es ja bereits. Darum: Wer im eigenen Bekanntenkreis müsste sich eigentlich mit dem Thema beschäftigen und wäre vielleicht sogar froh, das Wesentliche zwischen zwei Buchdeckeln zu erhalten, statt dieser Informationsflut des Internets ausgesetzt zu sein? wink

Darum zum Welttag des Buches: Verschenken Sie diese beiden Bücher an jemanden in ihrem Bekanntenkreis!

P.S: Auch ich habe mir zum Welttag des Buches eines gekauft:

wasfehlt.jpg
Daniel Häni & Philip Kovce (2106) Was fehlt, wenn alles da ist? Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt (Biblionetz:b06209)

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
  • CH-8032 Zürich
  • E-mail: beat@doebe.li
This page was cached on 30 Apr 2026 - 07:31.