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Im Februar 2008 hat das Departement für Bildung und Kultur des Kantons Solothurn das Stufenübergreifende ICT-Entwicklungskonzept für Solothurner Schulen (Biblionetz:b03200) für verbindlich erklärt und auf den 1. August 2008 in Kraft gesetzt.

medienkompass.jpg
http://www.medienkompass.ch

Im September 2008 folgt nun die Lehrmittelempfehlung zur Umsetzung des ICT-Entwicklungskonzepts: Der Kanton Solothurn empfiehlt die Verwendung der 2008 erschienenen Lehrmittel Medienkompass I (Biblionetz:b03393) für die Primarstufe und Medienkompass II (Biblionetz:b03394) für die Sekundarstufe I.

Was spricht für den Einsatz des Lehrmittels?

  • Viele Aufgaben sind ohne Computer durchführbar
    • Beispiel: Seite 9 > Aufgabe: Medienalltag
    • Beispiel: Seite 46 > Aufgaben Worte ins Bild setzen, Fotoroman unter der Lupe
  • Viele Aufgaben sind interdisziplinär und lassen sich in unterschiedlichen Fächern (auch fächerübergreifend) umsetzen. So kann dem integrativen Ansatz von ICT im Unterricht in hohen Masse Rechnung getragen werden!

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Archiv der Beiträge zur Lehrerbildung kostenlos online

08 September 2008 | Beat Döbeli Honegger
Welch positive Überraschung: Vor kurzem wurde anscheinend die Website der Schweizer Zeitrschrift Beiträge zur Lehrerbildung überabeitet und dabei wurden die Volltexte der Jahrgänge 1982 bis 2006 nach Heften und Autoren abrufbar als PDF online gestellt und das erst noch kostenlos.

bzl-online.png

Die Lehrerbildung in der Schweiz ist dem digitalen Zeitalter einen Schritt näher gekommen.

Wenn jetzt noch die aktuellen beiden Jahrgänge für Abonnenten mit Login zugänglich wären... … finde ich auch! Wie wäre es, wenn du bei der Redaktion einen Vorstoss lancieren würdest? Herzlichst Kathrin

-- Main.KathrinFutter - 08 Sep 2008

Google Chrome

07 September 2008 | Beat Döbeli Honegger
Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, keine me too Blogpostings mehr zu schreiben, wenn irgendwo auf der Welt wieder ein neues Stück Hardware oder Software vorgestellt wird. Ich kann es aber doch nicht lassen, nun doch auch meine Einschätzung abzugeben, die jetzt durch das Zögern nicht mal mehr neu ist.

1. Google Chrome muss nicht als yet another browser betrachtet werden, sondern als Plattform für Web-Applicationen.
Als Browser hat Chrome einige nette Eigenschaften (die andere Browser zum Teil auch haben), dafür fehlt ihm (zumindest bisher) auch einiges, was man sich von einem Browser wünschen würde. Erst wenn man sich überlegt, dass Google gar keinen traditionellen Browser nachbauen will, macht Google Chrome Sinn: Googles Browser ist die Basis für Webapplikationen (von Google), sozusagen das Betriebssystem für Webapplikationen. Diese bringen alles notwendige selber mit und wollen möglichst viel Bildschirmplatz für sich. Darum
  • keine Menuleiste
  • keine Statusleiste
  • keine RSS-Feed-Verwaltung
Wenn aber jedes Browser-Fenster eine eigene Applikation ist, dann ist wichtig,
  • dass sich Fenster beliebig herumschieben lassen (darum kann man Tabs aus dem Fenster lösen usw.)
  • dass eine abstürzende Webapplikation die anderen nicht mit sich reisst (darum die Prozessisolation)
  • dass Scriptcode schnell ausgeführt wird (und nicht mehr primär HTML gerendert wird)
So gesehen, macht Google Chrome sehr viel Sinn.

Wer sagt das auch:

2. Bemerkenswert an Google Chrome ist weniger die Software an sich, sondern die Erklärung der Eigenschaften in Comicform.
Hinter der Oberfläche von Chrome verbergen sich technische Innovtionen, die den Computerlaien weder interessieren noch verständlich wären, wenn er denn versuchen würde, sich auf traditionelle Weise zu informieren. Darum wird Google Chrome als Comic vorgestellt:

chrome-comic.png

Hier bemüht sich jemand, abstrakte und trockene Sachverhalte auf eine anschauliche Art und Weise zu vermitteln. Cool!

Wer sagt das auch:_


Da ich Scott McLoud schon lange als Comic-Theoretiker und -Autor schätze, habe ich diese Chrome-Vorstellung nicht als Chrome-Interessierter gelesen, sondern als McCloud-Comic und vor dem Hintergrund seiner Theorien zum Comic. Mal eine andere Perspektive.

-- Main.HerrRau - 07 Sep 2008

Geisteswissenschaftliche Betrachtung von Wikis und Co.

07 September 2008 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz, Wiki
Geistes- und Sozialwissenschaften scheinen Wikis entdeckt zu haben - nicht nur als Werkzeug, sondern auch als Thema ihrer Forschung. Natürlich stimmt dies nicht so absolut, Geistes- und Sozialwissenschaften beschäftigen sich zum Teil bereits länger mit dem Phänomen Wiki, aber derzeit erscheinen mehrere interessante Publikationen:

Zum einen habe ich vor kurzem die im Jahr 2008 publizierte Dissertation Veränderungen wissenschaftlicher Literalität durch digitale Medien - Neue literale Praktiken im Kontext Hochschule (Biblionetz:b03445) von Anne Thillosen entdeckt, die Wikis und Weblogs als Beispiele neuer literaler Praktiken untersucht.

Seit etwa zwei Monaten habe ich das Buch Konstruktion und Kommunikation von Wissen mit Wikis - Theorie und Praxis, (Biblionetz:b03432) herausgegeben von Johannes Moskaliuk, ebenfalls 2008 erschienen. In Kapitel 4 (Biblionetz:t08942) betrachtet Moskaliuk Wikis aus konstruktivistischer und systemtheoretischer Sicht, in Kapitel 5 (Biblionetz:t08943) geht Joachim Kimmerle der Frage nach, was Leute zur aktiven Teilnahme an einem Wiki motiviert.

Während ich es noch ganz knapp schaffe, solche Publikationen ins Biblionetz aufzunehmen, übersteigt die Verarbeitung der zitierten Literatur meine Kapazitäten bei weitem. Die Automatisierung dieses Prozesses ist mir bisher nicht gelungen, da Literaturverzeichnisse oft eine schlechte Datenqualität aufweisen (teilweise zitieren Autoren nicht mal ihre eigenen Werke mit dem richtigen Titel...). Dazu wieder mal mein übliches ceterum censeo: Mir will nicht einleuchten, warum im 21. Jhd. der Publikationsort angegeben wird, nicht aber der DOI. Nicht mal bei Informatikpublikationen.

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Surf-Simulator

03 September 2008 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung
Nein, trotz dieses Titels geht es nicht um den neuen Browser Chrome von Google (den ich natürlich auch installiert habe). Es geht wieder einmal um eine Bildungsinitiative von Microsoft.

Aus dem aktuellen Newsletter des Schweizerischen Bildungsservers (Juli/August 2008):

4. Ab in den Surf-Simulator

Der neue Surf-Simulator von Microsoft und der Universität München bringt Wissenslücken in puncto Sicherheit im Internet zu Tage. User können dabei auf ungefährliche Weise ihr Verhalten in 15 typischen Szenarien prüfen. http://www.pctipp.ch/news/sicherheit/44097/ab_in_den_surf_simulator.html

surf-simulator01.jpg

Ok, probieren wir das doch aus, mit meinem derzeitigen Standardbrowser Firefox 3:

surf-simulator02.jpg

Gehört das schon zum Test? Ich soll Silverlight 1.0 installieren. Der ist aber eigentlich schon auf meinem System installiert. Die ersten Vorsichtsregeln der sicheren Internetnutzung erscheinen vor meinem inneren Auge:
ALERT! Vorsicht 1: Lassen sie sich nicht zur Installation von Software aus dem Internet drängen.
ALERT! Vorsicht 2: Achten Sie auf die Rechtschreibung von Webseiten. Tippfehler deuten auf unseriöse Anbieter hin.

Hmm, ignorieren wir diese Warnungen und versuchen Silverlight 1.0 nochmals zu installieren (vielleicht muss man das ja für jeden Browser einzeln):

surf-simulator03.jpg

Hmm, nein, eigentlich spricht die Website von einem Cross-Browser-Plugin. Aber apropos sprechen: Die Seite spricht ja plötzlich englisch.
ALERT! Vorsicht 3: Werden Sie misstrauisch, wenn man sie plötzlich auf fremdsprachige Webseiten leitet.

Ah, ich will ja gar nicht Silverlight Applicationen entwickeln, brauche also das alles nicht. Ich brauche nur das Runtime Environment:

surf-simulator04.jpg

Downloaden, installieren, Browser neustarten:

surf-simulator02.jpg

Hmm, gleiche Situation wie vorher. Liegt vielleicht doch am Browser. Versuchen wir's doch mit dem Internet Explorer von Microsoft. Sieht doch gleich anders aus (ein Schelm, wer sich dabei was böses denkt):

surf-simulator05.jpg

Soso, ich muss mich mit E-Mail-Adresse registrieren, um den Test machen zu können. War da nicht eine Vorsichtsregel

* ALERT! Vorsicht 4: Gehen Sie zurückhaltend mit ihrer E-Mail-Adresse um.

Also Wegwerfadresse ausgepackt und frischfröhlich registriert. Tatsächlich flattert nach ein paar Minuten ein Mail ins Postfach, die wohl beim Transport beschädigt worden ist (ich nutze MS Outlook als Client, daran kann es nicht liegen):

surf-simulator06.jpg

Also gut, gebrochene URL wieder zusammensetzen und drauf klicken (bzw. in den IE kopieren, da ja sonst der Standardbrowser Firefox geöffnet wird). Irgendwas scheine ich beim zurückcodieren von HEX-Codes in Zeichen falsch gemacht zu haben, denn ich erhalte nur folgende, widersprüchliche Meldung:

surf-simulator07.jpg

Und ein Einloggen scheitert an fehlender Aktivierung:

surf-simulator09.jpg

So leicht gebe ich nun aber nicht auf. Ich versuche eine zweite Registration mit einer Mailadresse, die auf einem Exchange Server von Microsoft gehostet wird in der Hoffnung, dass die Aktivierungs-URL heil bei mir im Postfach ankommt.

Wow! Tatsächlich, der Link kommt heil an und der IE meldet:

surf-simulator08.jpg

Ob ich jetzt die Simulation überhaupt noch machen soll? Immerhin habe ich jetzt gelernt, dass ich zum erfolgreichen Surfen Browser unterscheiden können, Englisch und HEX-Codes beherrschen sowie die verwendete Mailserversoftware meiner E-Mail-Adressen kennen muss. Mehr Kenntnisse wird dieser Surf-Simulator wohl auch nicht prüfen.

P.S.: Es täte mich ja nicht wundern, wenn dieser Test in zwei Jahren in der Schweiz mit einem Vertreter des Staates in einer kleinen Zeremonie zur Erhöhung der Internet-Kompetenz offiziell eingeführt werden würde oder der Test einen der zahlreichen eLearning-Innovation-Success-Solution-Best-Practice-Preis gewinnen würde.

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
  • CH-8032 Zürich
  • E-mail: beat@doebe.li
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