Software

Apple Airplay

25 March 2014 | Beat Döbeli Honegger | Schul-ICT, Software

Die Kurzdefinition von Airplay bei Wikipedia lautet derzeit folgendermassen:

AirPlay ist eine Schnittstelle zur kabellosen Übertragung von Inhalten von iOS- und Mac-Geräten auf AirPlay-fähige Empfängergeräte wie Lautsprecher, AV-Empfänger und Stereosysteme oder Fernseher. Technisch ist AirPlay ein Streaming-Protokoll, das von Apple entwickelt wurde und von anderen Herstellern für den Einbau in Empfangsgeräte lizenzierbar ist.

Salopper ausgedrückt können auf Knopfdruck Töne, Bilder und Videos von Apple-Geräten auf Stereoanlagen, Lautsprecher, Fernseher und Beamer gesandt werden. Dies ist für Lehr- und Lernszenarien sehr interessant, siehe dazu das Posting Demokratisierung des Beamers.

In diesem Posting versuche ich einige technische Aspekte der proprietären Schnittstelle zu dokumentieren. Als erstes eine Tabelle, welche Apple-Geräte welche Medienformate auf welche anderen Apple-Geräte senden können:

von auf Apple TV auf Airport Express
alle iDevices
Audio
Audio
iPhone 4, iOS 5
Audio, Bilder, Video
Audio
iPhone 4s, iOS 5
Audio, Bilder, Video, Bildschirmkopie
Audio
iPad iOS 5
Audio, Bilder, Video
Audio
iPad 2 iOS 5
Audio, Bilder, Video, Bildschirmkopie
Audio
iPod Touch 4. Generation (Aktuelle Version)
Audio, Bilder, Video
Audio
Mac OS Mountain Lion
Audio, Bilder, Video (Bildschirmkopie?)
Audio

Das Protokoll wird von Apple einerseits lizenziert, so das Anbieter von Lautsprechern, Stereoanlagen etc. Airplay in ihre Geräte einbauen können. Andererseits wurde das Protokoll auch gehackt, so dass nun auch für Nicht-Apple-Geräte Software verfügbar ist, die Airplay versteht. Ich hatte noch zu wenig Zeit, mit allen Programmen herumzuspielen, Ziel wäre auch hier eine Liste von verfügbarer Software und ihrer Möglichkeiten:

Programm Betriebssystem Kosten Empfängt Sendet Bemerkungen
MS Windows
10 Euro
Bilder, Audio, Videos, (keine Bildschirmkopien!)
-
Läuft bei mir nicht ganz stabil.
MS Windows
open source
Nur Audio!
-
 
iTunes
MS Windows / Mac OS X
kostenlos
-
Audio
 
Mac OS X
noch nicht verfügbar
Bilder, Audio?, Video?, Bildschirmkopie
-
Beta-Version, Aussage zum Audio-Stream ist mir nicht ganz klar.
Mac OS X
15$
Bildschirmkopie, Bilder, Töne, Video (auch von mehreren Quellen)
-
kein Jailbreak nötig
iOS
8$
Bilder, Audio, Videos
-
Jailbreak notwendig
Windows (DirectX 9)
15$
Bildschirmkopie von iPhone 4S und uPad 2/3 , Bilder, Audio, Videos(auch von mehreren Quellen)
 
 
MS Windows / Mac OS X
13$
Bildschirmkopie, Bilder, Audio, Videos (auch von mehreren Quellen)
 
Kann empfangenes Material aufzeichnen
Android
3$
Bildschirmkopie, Bilder, Audio, Video
 
 
Linux
kostenlos
Bilder, Audio, Video
 
 

Mit einer solchen Software kann beispielsweise der Notebook der Lehrperson an einen Beamer angehängt und per WLAN als Empfänger von Bild, Ton und Video von SchülerInnen-Geräten dienen.
Hallo,

nur nochmal zu Klarstellung:

Um einen Windows Tablet PC wireless mit meinem HDMI fähigen Beamer zu verbinden, bräuchte ich nur die AppleTV Box und z.B. Aerodrom auf dem Tablet?

Damit könnte ich dann ruckelfrei z.B. youtube Videos, die auf dem Tablet PC Videos auf dem ebenfalls per WLAN aus dem Internet abgespielt werden, auf den Beamer bringen?

Ich frage, weil wir bisher Projector Server verwenden (auch ca. 130.- EUR, wie Apple TV), um per WLAN ein Bild vom Tablet zum Beamer zu bekommen. Aber die erhältlichen Projector Server liefern leider bisher nur ruckelnde Videos, und dabei keinen Ton. Für Videos mit Ton biten diese Geräte einen eigenen Player, aber der spielt keine Steams, youtube Videos aus dem Netz ab …

Wenn die Lösung über Airplay läuft, wäre das eine echte Alternative!

-- Main.JoergThelenberg - 18 Mar 2012 Nein, die vorgestellten Lösungen gehen anders rum: Der Notebook hängt direkt am Beamer und danach können alle möglichen Apple-Geräte via Notebook und z.B. Aerodrom ihr Bild an den Beamer senden.

-- Main.BeatDoebeli - 18 May 2012

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Mehrere Access-Versionen parallel nutzen

25 July 2013 | Beat Döbeli Honegger | Annoyance, Software
Zusammenfassung: Sehr technisches Posting zur parallelen Nutzung mehrerer Access-Versionen. Vermutlich uninteressant, ausser man ist per Google-Suche drauf gestossen.

Microsoft hat es nicht so im Griff, mehrere Office-Versionen parallel auf dem gleichen Computer lauffähig zu halten. Der bisher grösste Ärger für mich war ja, dass dass die Installation von Office 2010 Outlook 2003 löscht, obwohl man das Gegenteil auswählen kann.

Ein kleinerer Ärgr besteht darin, dass jede Office-Version beim Installieren und Updaten so tut, als sei sie die einzige auf dem Computer. Alle Registry-Einträge etc. werden gnadenlos umgebogen und überschrieben. So auch, als ich gestern das Service-Pack 2 von Office 2010 installiert habe. Danach lief der Code von Access 2003 nicht mehr (und den brauche ich für das Biblionetz...). Weil das vermutlich immer mal wieder vorkommt, hier eine Notiz an mich, was zu tun ist:

This suggestion from Graham Mandeno (Access MVP) modifies the Windows Registry so that Access always runs with full permissions:

  1. Start RegEdit.
  2. Find the key: HKEY_CLASSES_ROOT\TypeLib\{4AFFC9A0-5F99-101B-AF4E-00AA003F0F07}\9.0
  3. Right-click it, and choose Permissions.
  4. In the Permissions dialog, select the Users group.
  5. Under Permissions for Users check the Allow box beside Full Control.

Quelle: http://www.allenbrowne.com/bug-17.html ,

Scratch mit Bewegungen steuern

15 January 2013 | Beat Döbeli Honegger | Gadget, Informatik, Software
Apropos Unstoppable Enthusiuasm: Kürzlich bin ich über das Projekt Kinect2Scratch gestolpert, mit dem die eh schon primarschulgerechte Programmierumgebung Scratch (Biblionetz:w02030) noch attraktiver wird:

kinect2scratch-01.jpg

Mit Kinect2Scratch können die Koordinaten eines Kinect-Sensors (für XBox oder PC) (Biblionetz:w02380) in Scratch benutzt werden, d.h. die Koordinaten von Kopf, Füssen, Händen, Ellenbogen, Knie etc. lassen sich als Fühler in Scratch-Programme einbauen.

Bereits die downloadbaren Scratch-Beispielprogramme zeigen, was damit so alles möglich ist, doch faszinierend wird es, wenn Kinder auf eigene Ideen kommen, was auf dem Bildschirm sie mit ihrem Körper bewegen können möchten:

kinect2scratch-02.jpg

Sein eigenes Game programmieren, das sich dann durch den eigenen Körper steuern lässt: Cool!

  • Wenn schon Computerspiele, warum dann nicht ein eigenes programmieren?
  • Wenn schon vor dem Computer, warum dann nicht mit Bewegung?

Ein spannendes Element bei der Diskussion der Frage Ab wann soll man mit Kindern progrmamieren? (Biblionetz:f00153)

P.S.: Die erste, privat ausgeliehene Kinect darf ich nicht mehr mit nach Hause nehmen, gewisse Jungebliebene im Büro wollen damit spielen... (glücklicherweise ist die eigene Kinect bereits bestellt!)

P.S.II: Es gibt auch einen Kinect-to-scratch-Connector für MacOS X: http://mactkg.github.com/kinect2Scratch4Mac/ (die funktioniert aber nur mit der Kinect for XBOX, nicht aber mit der Kinect for PC).

Petition für den Xylofax

27 November 2012 | Beat Döbeli Honegger | Software
Treffen sich im Zug zwei Brabbler. Standardfrage: Bei welchem Level bist Du? Bei kramen ihr iDevice hervor und schauen nach:

level44.jpg

Level 44! Bei 65 Leveln erstaunlich, dass man sich beim Level 44 trifft...

In diesem Level wimmelt es von x, y, ä und ü's, so dass man sich wünscht, es gäbe einen Xylofax!

Doch noch am gleichen Abend - die beiden Brabbler können's nicht lassen - schicken sie sich gegenseitig die Lösung zu:

level44-solution1.jpg

level44-solution2.jpg

Doch kein Xylofax notwendig! (der eh ein x zu viel hätte...)

Jakob Nielsen kritisiert Windows 8

19 November 2012 | Beat Döbeli Honegger | Software

%STARTBLOG% In seiner neuesten Alertbox vom 19.November 2012 (Biblionetz:t14390) kritisiert der bekannte Usability-Guru Jakob Nielsen (Biblionetz:p00360) Windows 8 aus Usability-Sicht (Biblionetz:w00513). Seine beiden Hauptvorwürfe lauten:

  • Der doppelte Desktop (Tablet-orientierter Start-Bildschirm und der traditionelle Desktop) erhöhen den Cognitive Load des Users: Er muss zwei User-Interfaces lernen/kennen und er muss immer im Gedächtnis haben, welche Programme er jetzt in welcher Umgebung offen hat.

  • Die Reduktion auf ein einziges Fenster führt zu einer Gedächtnisüberlastung für komplexe Aufgaben: Wenn im Kachelmodus nur ein Fenster sichtbar ist, dann muss der User die anderen Fenster im Hintergrund im Gedächtnis behalten. Dies belastet sein Gedächtnis unnötigerweise, so dass er weniger Ressourcen für die eigentliche Aufgabe hat.
Diese Argumente passen bestens zu meinen früheren Überlegungen zu notwendigen Bildschirmgrösse im Posting Die Masterarbeit mit dem Smartphone schreiben.

Auch die restlichen Überlegungen zu den GUI-Elementen von Windows 8 sind lesenswert. Nielsen schliesst damit, dass es eine schlechte Idee sei, das gleiche User Interface für ganz verschiedene Gerätetypen nutzen zu wollen:

The underlying problem is the idea of recycling a single software UI for two very different classes of hardware devices. It would have been much better to have two different designs: one for mobile and tablets, and one for the PC.

I understand why Microsoft likes the marketing message of "One Windows, Everywhere." But this strategy is wrong for users.

Und um somit diese (bereits mehrfach gehörte) Frage auch gleich zu beantworten: Nein , ich plane trotz Tablet-PC derzeit nicht auf Windows 8 umzusteigen.

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
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  • E-mail: beat@doebe.li
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