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Yu-mei Wang (Associate Professor for Instructional Technology in the School of Education at the University of Alabama at Birmingham) stellt im Artikel Stand-alone Computer Courses in Teachers’ IT Training (Biblionetz:t06880) die Frage, ob in der Lehrerausbildung reine ICT-Anwendungskurse noch zeitgemäss seien oder ob ICT-Anwendungskenntnisse nur noch kombiniert mit didaktischem Methoden-Know-how vermittelt werden sollten.

Gegen reine Anwendungskurse spricht gemäss Yu-mei Wang, dass solcherart erworbenes Wissen träge und somit nicht von langer Dauer ist. Trotzdem nennt Yu-mei Wang Gründe, um vor methodischen Kursen Anwendungskurse anzubieten. Es sei eine Illusion zu glauben, StudienanfängerInnen würden über genügend ICT literacy verfügen. Im Gegenteil sei ein digital divide unter den Studierenden fest zu stellen, den es zuerst auszugleichen gelte. Bei kombinierten Kursen komme es bei Teilnehmenden mit geringen ICT-Kenntnissen zu einem cognitive overload, da technische und methodische Aspekte gleichzeitig zu erlernen seien. Yu-mei Wang zitiert dazu zwei Untersuchungen, bei denen jeweils die Leistungen nach getrennten und gemischten Kurssettings untersucht worden sind.


Main.MartinHofmann: Ja, die gleiche Frage stellen auch wir uns an der PHR und PHS immer wieder! Dennoch plädiere ich dafür, im Bildungsbereich primär in der Volksschule und LehrerInnenbildung primär Didaktik/Anwendungs-Know-how-Kurse anstelle reiner Anwendnungskurse anzubieten. Etwas anders ist für mich die Situation auf der Stufe Sek-II, wo meine eigene Erfahrung zeigt, dass in gewissen Ausbildungsgängen (WMS/WMI, FMS) reine Anwendungskurse von Vorteil sind. Für Lernende an Pädagogischen Hochschulen mit magelnden Grundfertigkeiten sollte jedoch parallel dazu ein Freifach abgeboten werden. ,

Nabaztag technisch

01 November 2006 | Beat Döbeli Honegger | Gadget
Bisher habe ich zwei Wege gefunden, mehr aus dem WiFiHasen rauszuholen, als das Webinterface von http://www.nabaztag.com zulässt:
  1. Via das vom Hersteller zur Verfügung gestellte API PDF-Dokument
  2. Via Reverse Engineering der Kommunikation des Hasen mit dem Nabaztag-Server

API:
Um via API auf den Hasen zugreifen zu können, benötigt man ein Token, eine Art Zugangspasswort für externe User, die dne Hasen steuern wollen. Als Besitzer/in eines Hasen löst man dieses Token auf der Website von Nabaztag. Es gilt, bis es widerrufen oder durch ein neues ersetzt wird.

reverse engineering:
Da der Hase auch in Umgebungen funktionieren soll, die nur via Web-Proxy Zugriff aufs Internet haben, bietet dies eine einfache man in the middle attack Möglichkeit, um die Kommunikation zwischen Hase und Nabaztag-Server abzuhören und auch zu verändern:

schema_proxy.jpg

Unter http://nabazlab.sourceforge.net/ ist ein solcher Proxy als Open Source frei verfügbar.

virtual machine:
Der Hase scheint über eine interne virtual machine zu verfügen, die sich programmieren lässt. Bisher ist die Funktionalität dieser virtual machine aber nirgends (offiziell) dokumentiert.

Google kauft Wiki-Provider Jotspot

01 November 2006 | Beat Döbeli Honegger | Wiki
Die Firma Google hat den kommerziellen Wiki-Provider JotSpot gekauft und macht damit deutlich, dass der Konkurrenzkampf mit Microsoft mit harten Bandagen geführt werden wird.

Der Kauf zeigt für mich noch etwas anderes. Wiki - oder besser gesagt gewisse Wikieigenschaften - werden Mainstream. Wiki als eigenständige Plattform wird mittelfristig wahrscheinlich an Bedeutung verlieren, dafür werden gewisse Wikieigenschaften so alltäglich werden, dass man sie gar nicht mehr wahrnehmen wird: ubiquitous wiki.

Zwar nicht bei meinem ersten Wiki-Vortrag im Oktober 2002, aber ein Jahr später im Jahr 2003 habe ich behauptet, dass es damalige LCMS in fünf Jahren nicht mehr geben werde (Wiki eingeschlossen). Trotzdem werde ich natürlich als Wiki-Wanderprediger wahrgenommen. Ich werde mich deshalb in Zukunft noch stärker bemühen müssen, die Potenziale der einzelnen Wiki-Eigenschaften herauszustreichen, wie dies in der im Juni 2006 erstmals gezeigten Folie zu sehen ist:

img037.jpg

P.S.: Um entsprechenden Ängsten gleich vorzubeugen: Obige Aussagen bedeuten weder, dass ich meine Wiki-Server bald Google verkaufen werde, noch, dass ich nächstens das Interesse an ihnen verlieren und sie alleine lassen werde.

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
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  • E-mail: beat@doebe.li
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