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Bluewin-ADSL-Netzwerkprobleme

07 February 2008 | Beat Döbeli Honegger
Seit 10:44 kann ich mit meinem Bluewin-ADSL-Anschluss nur noch die Dienste von Bluewin erreichen, der Rest des Internets ist nicht mehr erreichbar (Google, SBB usw.). Naja, das kann passieren, vielleicht hat ein Segelboot im Zürichsee ein Internetkabel durchtrennt oder der CIA versucht die Schweiz vom Internet zu trennen.

Mühsam an solchen Ausfällen finde ich die Informationspolitik von Bluewin. Man sucht auf ihren Webseiten vergeblich nach einer Information zum Thema Netzwerkstörungen (oder zumindest ist diese Info nicht so platziert, dass ich sie innert nützlicher Frist finde).

Seriöse Provider wie z.B. Cyberlink bieten entsprechende Infos gleich auf der Startseite an:

netzwerkprobleme.jpg

Zusätzlich ist der aktuelle Netzwerkdurchsatz in Form von Weathermaps abrufbar:

So, seit ca. 11:50 ist das Netz wieder da.

Grafiker in acht Schritten in den Wahnsinn treiben

07 February 2008 | Beat Döbeli Honegger
Via Semacode-Blog bin ich auf die englischsprachige Version der acht Schritte, einen Grafiker in den Wahnsinn zu treiben gekommen. Die ursprüngliche Version ist spanisch und enthält folgende Punkte:

  1. Bilder: Verlangt ein Grafiker ein Bild, so senden Sie es ihm in zu kleiner Auflösung und in ein Word-File verpackt.
  2. Schriftarten: Schlägt der Grafiker Helvetica als Schrift vor, dann bestehen Sie auf Arial. Schlägt er Arial vor, dann wünschen Sie Comic Sans. Schlägt er selbst Comic Sans vor, dann ist er bereits halb wahnsinnig und Sie sind auf dem richtigen Weg.
  3. Weissraum: Grafiker wollen immer viel weissen Platz lassen und argumentieren mit Lesbarkeit und Ästhetik. Paperlapapp! Füllen Sie die unschönen Leerräume (z.B. mit Bildern, siehe Punkt 1).
  4. Logos: Verlangt ein Grafiker ein Logo, dann senden Sie ihm eines (siehe Punkt 1), aber bitte eingebettet in einen farbigen Hintergrund, der das Freistellen zur Geduldprobe werden lässt. Hat er es geschafft, so verlangen Sie eine höhere Auflösung. Wenn ein neues Logo erstellt werden soll, machen Sie den Entwurf auf einer Papierserviette oder lassen Sie das Logo von einem Neunjährigen zeichnen. Lassen Sie Bilder, Gradienten usw. hinzufügen. Beim 10. Entwurf entscheiden Sie sich für den 2. Entwurf.
  5. Rückmeldungen: Wenn Sie nach Ihrer Meinung zu einem Entwurf eines Grafikers gefragt werden, dann verwenden Sie möglichst allgemeine Formulierungen wie "Es könnte etwas hipper und trendiger sein." oder "Etwas webmässiger bitte!" Besonders gut eignen sich auch Aussagen wie "Es soll einfach schön wirken" oder "Die Leute sollen merken, dass wir uns Mühe gegeben haben!"
  6. Farben: Wenn es um Farben geht, dann lassen Sie nicht den Grafiker entscheiden, sondern schreiben Sie beliebige Farbnamen auf kleine Zettelchen, stecken diese in einen Hut und ziehen danach - am besten vor den Augen des Grafikers - eine grössere Anzahl aus dem Hut.
  7. Abgabetermine: Lassen Sie sich Zeit bei Rückmeldungen von Entwürfen. Zwei Tage oder vielleicht eine Woche, schliesslich sind sie der Kunde. Je näher der Abgabetermin kommt, desto mehr Änderungswünsche sollten sie anbringen.
  8. Kritik am Grafiker: Wenn Sie obige 7 Punkte befolgen, wird der Grafiker mit der Zeit einsehen, dass er Ihre Vorstellungen nie wird umsetzen können und wird ihnen alle Wünsche erfüllen. Dies ist der Zeitpunkt für den finalen Todesstoss: Beklagen Sie sich über seine mangelnde Initiative und Kreativität. Schliesslich sei er der Experte und würde für seine Arbeit bezahlt. Kündigen Sie ihm an, dass sie in Zukunft das Layout selbst gestalten würden (am besten in Word oder PowerPoint). Damit haben Sie den Grafiker garantiert in nullkommanichts in den Wahnsinn getrieben.

Tja, arme Grafiker, sie können einem ja richtig leid tun. Als Informatiker wiederum weiss ich auch, dass einem Grafiker in den Wahnsinn treiben können. Zwar habe ich diese Auflistung noch nirgends öffentlich gefunden, aber ich vermute unter Grafikern zirkuliert eine Anleitung Wie treibe ich Informatiker in den Wahnsinn?

  1. Entwürfe: Bei Papierpublikationen schicken Sie dem Informatiker die Entwürfe im Datenformat des teuersten und unter Nichtgrafikern unbekanntesten Layoutprogramms, das sie installiert haben. Der Informatiker weiss ja, wie man Programme installiert und auch, woher man Programme kriegt. Bei Weblayouts hingegen senden Sie konsequent Ausdrucke. Wie sich das Layout verändern, wenn die Seitengrösse variiert, spielt ja wirklich keine Rolle, oder?
  2. Zentimeter als Masseinheit: Wenn Sie mit dem Informatiker über das Layout einer Webseite diskutieren, verwenden Sie konsequent Zentimeter oder Millimeter als Masseinheit. Starrt Sie der Informatiker mit grossen Augen an, greifen Sie zum Massstab und demonstrieren Sie das gewünschte an ihrem 20-Zoll Mac Cinema-Display. Sie haben eine Ästhetik rüber zu bringen und können dabei nicht auf mickrige Bildschirme Rücksicht nehmen, von Mobiltelefonen oder ähnlichem Kleinkram ganz abgesehen.
  3. Schriften: Times New Roman, Arial, Helvetica, Courier New sind Schriften für grafische Blindschleichen. Fordern Sie die Verwendung von Schriften, die für Laien Informatiker wie oben genannte Schriften aussehen, sich aber durch fehlende Verbreitung und exorbitante nicht unerhebliche Lizenzkosten auszeichnen. Gutes Design darf etwas kosten und der Informatiker soll sich die Schriften gefälligst installieren, wenn er ihre Entwürfe betrachten will (installieren kann er ja, siehe Punkt 1).
  4. Schriftvorgaben für E-Mails: Ist die Schrift einmal festgelegt, so fordern Sie aus Gründen der Einheitlichkeit (Corporate Identity), dass diese Schrift auch in E-Mails zwingend zu verwenden sei.
  5. Schriftgrössen: Legen Sie auch die Schriftgrösse für Webseiten und E-Mails fest. Je kleiner, desto edler. Achten Sie dabei auf absolute Grössenangaben, damit der User ihr schönes Layout möglichst nicht zerstören kann.
  6. Text als Grafik: Will der Informatiker partout nicht einsehen, dass er die von Ihnen gewählte Schrift auf allen Computern (auch auf denen der Kunden und sonstigen Geschäftspartner) installieren muss (dafür wird er ja bezahlt), damit das Layout so ankommt wie von Ihnen gewünscht, so schlagen Sie ihm vor, die gesamte Website als Grafik zu publizieren. Das umgeht auch das lästige Problem der unterschiedlichen Bildschirmgrössen. Die Klage, dass Blinde (und Suchmaschinen) dann den Text nicht lesen können, sollten sie ignorieren. Ihr Ziel sind die Sehenden, der Rest braucht Sie nicht zu interessieren, der sieht ja ihr Gesamtkunstwerk eh nicht.
  7. Technische Einschränkungen: Wenn Sie schon am designen des Webauftritts sind, legen Sie auch gleich Domainnamen, Verzeichnisstruktur und E-Mail-Adressen (am besten mit Umlauten) fest. Eine Rückfrage beim Informatiker zur technischen Umsetzbarkeit ist dabei nicht notwendig. Sind die Adressen einmal publiziert, wird der Informatiker wohl Wege finden, sie auch zu betreiben. Dafür wird er ja bezahlt.
  8. Formatvorlagen: Geht es um die Gestaltung von elektronischen Dokumenten, so erstellen Sie einfach ein Beispieldokument und benennen dieses vorlage.doc oder vorlage.ppt. Titel machen Sie fett und gross (ausser bei Folien) und nummerieren sie von Hand, dann sieht ja jeder, dass es sich um einen Titel handelt. Das Konzept der Formatvorlagen ist überflüssig und ja keinen Einfluss auf das gedruckte Endergebnis. Das Logo fügen Sie übrigens in der grössten verfügbaren Auflösung ein und ziehen es dann mit der Maus auf die gewünschten 0.8cm klein.

Ja, alles in den letzten 10 Jahren selbst erlebt. Das meiste in den letzten 5.

Main.MelanieBolz meint:

Sehr unterhaltsam. Die Liste der "wie man xy wahnsinnig macht" liesse sich unendlich fortsetzen, zum Beispiel auch mit "Wie ich als Chef/Projektleiter/Vorgesetzter meine Angestellten/Mitarbeitenden/Untergebenen in den Wahnsinn treibe" oder ähnliche Varianten (z.B.: Schreibe Mails am Sonntag um 7.51h und erwarte eine umgehende Antwort. Ist am Montag um 8.03h noch keine Antwort erfolgt, sende eine Mahnung und beharre auf Dringlichkeit" etc) - werde das eventuell aufgreifen und im eigenen Privatblog komplettieren...

Der Link zur PowerPoint-Seite ist so unüblich nicht ganz korrekt?!

Wieso fühle ich mich beim Lesen der "wie treibe ich als Grafiker den Informatiker in den Wahnsinn"-Liste so dermassen an mein Arbeitgeber-CD erinnert??? grübel... wink -- Main.MelanieBolz - 04 Feb 2008

SUPER Videoconverter (Freeware)

05 February 2008 | Beat Döbeli Honegger | Informatik
Zur Komprimierung des Videos meines letzten Vortrags habe ich mit SUPER experimentiert, einer graphischen Oberfläche für die codec-Bibliotheken ffmpeg , MEncoder , Mplayer , x264 , ffmpeg2theora , MusePack (mpc), libavcodec.

super.jpg

Dabei habe ich am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt, wenn einem bei der Arbeit mit einem digitalen Werkzeug sowohl das notwendige Konzeptwissen (Biblionetz:w00859) als auch das notwendige Produktwissen ((Biblionetz:w00858) weitgehend fehlt. Während ich bei digitalen Text- und Bildformaten einigermassen durchblicke, fehlt mir dieses Wissen für Videodaten.

Ich weiss zwar, dass gängige Videoformate wie mov, wmv usw. eigentlich nur Behälter für Ton- und Videodaten sind, die mit verschiedenen Codecs codiert sein können, aber mir fehlt das Wissen, welche Parameter genau welchen Einfluss auf die Bildqualität haben und wie sich verschiedene Videocodierverfahren im Prinzip voneinander unterscheiden. Während es schon beim Konzeptwissen düster aussieht, wirds bei Produktwissen rabenschwarz: Ich kenne praktisch von keinem Codec Vor- oder Nachteile oder weiss, welcher Codec bei welchem Betriebssystem oder Media Player vorinstalliert ist oder mindestens nachinstallierbar ist. Einfach keine Ahnung. Ich weiss nur, dass es nicht einfach ist.

Entsprechend ziellos waren meine Experimente zur Komprimierung des MPEG1-Videos von 825 MByte auf ein schlussendlich 49 MByte grosses Quicktime-Filmchen. Ich habe keine Ahnung, ob ich das Optimum an Qualität rausgeholt habe oder ob meine Einstellungen katastophal waren.

So wie es mir mit diesen Videodateien ging, geht es vielen bereits bei Text- und Bilddaten, weil das entsprechende Informatikwissen fehlt. Was mir dabei noch unerklärlich ist: Wie kann man das aushalten? Warum stört einem dieses fehlende Wissen nicht? Man ist ja so hilflos...

Oder auch andersherum: Warum ist vielen nicht bewusst, dass solches Know-how vorhanden sein muss, wenn man Informatik effizient einsetzen will?

-- Main.MarcPilloud - 05 Feb 2008
Da ich mich schon seit längerer Zeit mit diesem Problem rumschlage, habe ich zum Thema "Digitalvideo Concept, Container and Codecs" ein wenig etwas zusammengestellt. Leider ist damit das Problem noch lange nicht gelösst, es kommen dann Fragen des Bildformats (16:9) etc. dazu, wo dann auch der Beamer eine Rolle spielt, so dass die Wahrscheinlichekeit ein korrektes Bild auf den Screen zu bringen gegen Null geht.

Hier die entsprechenden Links

Bloggen kann die Mailflut verringern helfen

02 February 2008 | Beat Döbeli Honegger | Wiki
Patrick Lambe verweist in einem Blog-Posting auf eine Präsentation von Benjamin Greenberg der non profit Organisation Physicians for Human Rights, der die mailflutsenkende Wirkung von Weblogs vorrechnet:

email_and_blogs.jpg

Eine ähnliche Rechnung gilt für die Aussage Wiki kann die E-Mailflut verringern (Biblionetz:a00731)

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