Schul-ICT

Was ist ein Computer?

24 January 2011 | Beat Döbeli Honegger | Informatik, Schul-ICT
Als Reaktion auf mein Blogposting Günstiger Kleinwagen für den Hosensack hat Ronny Standtke, der Erfinder des Lernsticks (Biblionetz:w02203), ein eigenes Weblog eröffnet und stellt dort als erstes die Frage Was ist ein Computer?

Er schildert in diesem Posting, dass früher relativ klar gewesen sei, was ein Computer ist:

Als ich 1987 meinen ersten Computer in die Hände bekam, einen KC 87, war relativ klar, was ein Computer ist: hauptsächlich eine Recheneinheit, Arbeitsspeicher, Tastatur noch ein paar zusätzliche Schnittstellen für Bildschirm, Drucker, usw.

Unterdessen hätte sich aber die IT weiter entwickelt und es habe eine Spezialisierung stattgefunden: Es gibt Thin Clients (Biblionetz:w00911), Server (Biblionetz:w00985) etc.

Ronny argumentiert nun, weder Server noch Thin Clients seien unabhängig von anderen Komponenten nutzbar, würden aber trotzdem als Computer bezeichnet:

Thin-Clients, die lediglich der Ein- und Ausgabe dienen. Um arbeitsfähig zu sein, „borgen“ sich Thin-Clients also den RAM, die Festplatte und die CPU eines Servers. Ist ein Thin-Client kein Computer?

Der Server wiederum hat weder Bildschirm noch Tastatur, Maus, Drucker, Joystick, Webcam, Headset oder Lautsprecher. Das „borgt“ sich der Server alles ganz dynamisch von den jeweiligen gerade angeschlossenen Thin-Clients. Ist ein Server kein Computer?

Daraus schliesst er, dass auch der Lernstick als Computer bezeichnet werden könne:

Genaus wie ein Thin-Client oder ein Server allein nicht sinnvoll einsetzbar sind, ist es auch ein lernstick nicht. Der lernstick muss sich von einem Wirtssystem RAM, CPU und Schnittstellen borgen. Ist ein lernstick (k)ein Computer?

Ich finde diese Diskussion auf mindestens zwei Ebenen sehr interessant: Zum einen habe ich als ausgebildeter Informatiker und Informatik-Didaktiker ein Interesse an der Definition und Interpretation von zentralen Begriffen der Informatik. Computer (Biblionetz:w00032) ist zweifelsohne ein zentraler Begriff der Informatik, also ist es auch relevant, was man darunter versteht.

Die zweite Ebene ist das Propagieren des Lernsticks als ideales Werkzeug für Schulen durch educa.ch Ich habe mehrere Jahre Schulen und Schulgemeinden bei der Beschaffung von ICT-Infrastruktur beraten und es liegt mir deshalb daran, dass Schulen, Schulgemeinden und Politiker nicht mit falschen Versprechungen verwirrt und unrealistische Erwartungen geschürt werden.

Theoretische Ebene: Was ist ein Computer?

Es existieren zahlreiche Definitionen des Begriffs Computer. Als erstes habe ich bei Wikipedia nachgeschaut:

Ein Computer oder Rechner ist ein Apparat, der Daten mithilfe einer programmierbaren Rechenvorschrift verarbeiten kann.

… und weiter unten etwas ausführlicher:

Ein Digitalcomputer besteht zunächst nur aus Hardware. Die Hardware stellt erstens einen so genannten Speicher bereit, in dem Daten portionsweise wie auf den nummerierten Seiten eines Buches gespeichert und jederzeit zur Verarbeitung oder Ausgabe abgerufen werden können. Zweitens verfügt das Rechenwerk der Hardware über grundlegende Bausteine für eine freie Programmierung, mit denen jede beliebige Verarbeitungslogik für Daten dargestellt werden kann: Diese Bausteine sind im Prinzip die Berechnung, der Vergleich und der bedingte Sprung (siehe bei Sprunganweisung). Ein Digitalcomputer kann beispielsweise zwei Zahlen addieren, das Ergebnis mit einer dritten Zahl vergleichen und dann abhängig vom Ergebnis entweder an der einen oder der anderen Stelle des Programms fortfahren. In der Informatik wird dieses Modell theoretisch durch die Turing-Maschine abgebildet; die Turing-Maschine stellt die grundsätzlichen Überlegungen zur Berechenbarkeit dar.

Für mich reduziere ich obige Definition als:

Computer = Speicher + Rechenwerk

wobei ich aufgrund meiner Informatik-Ausbildung tatsächlich die Turing-Maschine (Biblionetz:w00016) als Prototyp eines Computers im Hinterkopf habe. Eine ablaufende Dynamik, ein Mechanismus o.ä. ist in meiner Vorstellung eine absolut notwendige Eigenschaft eines Objekts, das als Computer bezeichnet wird. Lässt man diese Voraussetzung fallen, so verliert das Wort Computer viel an Bedeutung, weil dann jedes Koch-, Formel- oder Programmierbuch auch ein Computer wäre, weil ja darin ebenfalls Ablaufbeschreibungen zu finden sind.

Diese Interpretation des Begriffs wird meiner Ansicht nach auch gestützt durch die Etymologie des Begriffs Computer:

Der englische Begriff computer, abgeleitet vom Verb (to) compute (aus Lateinisch: computare = ‚zusammenrechnen‘), bezeichnete ursprünglich Menschen, die zumeist langwierige Berechnungen vornahmen, zum Beispiel für Astronomen im Mittelalter.
Quelle: Wikipedia

Ich habe bei meiner Recherche keine Definition des Begriffs Computer gefunden, bei der Berechnung und/oder Verarbeitung von Daten nicht konstituierender Bestandteil gewesen wäre. So auch bei den Definitionen im Biblionetz (Biblionetz:w00032):

wasisteincomputer-01.jpg

Warum ich so auf dieser Begriffsinterpretation herumreite? Mir ist es ein Anliegen, Grundkonzepte der Informatik zu vermitteln und Teil der Allgemeinbildung werden zu lassen. Dies bedingt aber unter anderem, das zentrale Begriffe der Informatik in ihrem Kern einigermassen einheitlich verwendet werden. Wenn auch ein reiner Datenspeicher als Computer bezeichnet wird, so trägt dies nicht zum Verständnis der Funktionsweise von Computern bei, im Gegenteil.

Schulpraktische Ebene: Was ist ein Computer?

Nun könnte man einwenden, obige theoretische Überlegungen hätten wenig mit der Schulrealität zu tun. Ich habe drei Jahre als Assistent an der ETH sowie vier Jahre als Co-Leiter des ICT-Kompetenzzentrums TOP in Solothurn Schulen bei Beschaffung und Betrieb von Computern in der Schule beraten. Für Schulen bzw. für Schulbehörden sind die Kosten der Ausstattung mit ICT ein zentraler Aspekt der Diskussion. In all den Jahren ging es immer wieder darum, den Schulen und Schulbehörden aufzuzeigen, dass sie nicht nur auf die reinen Beschaffungskosten achten dürfen, sondern die Gesamtkosten betrachten müssten, ein Konzept, das in der Wirtschaft unter Total Cost of Ownership (TCO) (Biblionetz:w00853) firmiert.

Schreibt educa.ch nun

Ein eigener Computer für jede Schülerin und jeden Schüler ist keine Vision mehr, sondern wird mit dem educa.Lernstick Realität.

so betreibt educa.ch damit Augenwischerei, denn für die Ausstattungsvariante "ein eigener Computer für jede Schülerin" wird neben dem Lernstick (=persönliche Daten und Programme) auch noch für jedes Schulkind ein Computer benötigt.

Der Lernstick ist genau so wenig ein persönlicher Computer wie es die Zugangsdaten zu einem Citrix-Server, einem Google-Docs-Konto oder einem Microsoft live@edu-Konto sind. Alle drei genannten Lösungen bieten eine mehr oder weniger persönliche Lernumgebung, benötigen jedoch noch einen Computer, damit gearbeitet und gelernt werden kann. (Während der Lernstick auch ohne Netzverbindung auskommt, benötigt die Citrix-Lösung mindestens noch Verbindung zum Citrix Server, die Google- und Microsoft-Lösung sogar Internet-Zugang.)

Den Lernstick als persönlichen Computer zu bezeichnen verletzt somit die TCO-Betrachtungsweise, indem ein Bestandteil eines Gesamtsystems genannt wird, während andere zur Nutzung ebenfalls notwendige Komponenten unerwähnt bleiben.

Da sich educa.ch als "Kompetenzzentrum für ICT im Unterricht" bezeichnet würde ich mir wünschen, dass educa.ch auch entsprechend kompetent formuliert und berät, statt in Marketing-Manier mehr zu versprechen als geboten wird und damit eher Verwirrung zu stiften als Unterstützung zu bieten.

Kommentare

Wir reiben uns eigentlich nur an der Formulierung "eigener Computer".

Du verstehst darunter die persönliche, untrennbare Gesamtheit von Hard- und Software. Im lernstick-Kontext sind Hard- und Software jedoch komplett entkoppelt. Sobald ich mich mit dem lernstick an irgendeinen Computer setze, ist es mein persönlicher Computer. Im lernstick-Szenario kannst du, solltest du vielleicht sogar, musst aber nicht für jeden Lernenden eigene, persönliche Hardware vorhalten. So kann auch mit weniger Computern als lernsticks jeder seinen persönlichen Computer haben, solange nicht alle SchülerInnen einer Schule gleichzeitig die Hardware in Anspruch nehmen müssen. Die Hardware ist im lernstick-Szenario ein frei austauschbarer, unpersönlicher, heterogener und nicht zwingend mobiler Pool. Der wichtige, persönliche und mobile Teil ist der lernstick.

Von daher halte ich die Aussage der educa für gerechtfertigt und deine Formulierungen von "Augenwischerei", "Marketing-Manier" und "Verwirrung stiften" für deutlich überzogen.

-- Main.RonnyStandtke - 23 Jan 2011 > Daraus schliesst er, dass auch der Lernstick als Computer bezeichnet
> werden könne:

Mensch Beat, du interpretierst schon wieder ziemlich schräg. In meinem Beitrag schrieb ich: "Natürlich ist er kein Computer...", also genau das Gegenteil von dem, was du behauptest...

-- Main.RonnyStandtke - 23 Jan 2011 Ronnys Aussage "Sobald ich mich mit dem lernstick an irgendeinen Computer setze, ist es mein persönlicher Computer." ist gut nachvollziehbar. Und doch störe ich mich - ähnlich wie Beat - am Werbespruch zum lernstick, der "ein personalisierter mobiler Computer" sein soll. Auch wenn ich es sinnvoll finde, dass die Kinder (und Jugendlichen?) dank der Open Source Software (inkl. Betriebssystem) auf dem lernstick eine Alternative zu MS und Apple kennen lernen, sehe ich nicht, inwiefern der lernstick zum sinnvollen, nützlichen, zeitgemässen persönlichen Gerät wird: mit dem lernstick im Sack oder in der Hand kann ich weder kurz vor der Präsentation noch etwas an der einen oder andern Folie korrigieren, noch kann ich unterwegs Wörtli lernen oder Reihen üben. Das Arbeiten mit dem Lernstick bedingt am Gerät jeweils einen Neustart -, wenn in der Schule nur wenig Geräte zur Verfügung stehen, wird Zeit, welche ein Benutzer/innen-Wechsel mit sich bringt, die Lehrpersonen nicht eben dazu animieren, die Kinder am Computer arbeiten zu lassen... Oder gibts dazu "Klassen-lernsticks".

Wo ich hingegen grosse Möglichkeit für den "lernstick" sehe, ist in seiner Anwendung als "prüfungsstick": (Fach-)Lehrpersonen können den prüfungsstick so configurieren (lassen), dass die Lernenden mit eigenen Laptops, nicht aber mit den Alltags-Einstellungen im Unterricht arbeiten, resp. eben Prüfungen (z.B. ohne Internetzugang) schreiben können.

-- Main.JacquelinePeter - 23 Jan 2011 > mit dem lernstick im Sack oder in der Hand kann ich weder
> kurz vor der Präsentation noch etwas an der einen oder
> andern Folie korrigieren

Wenn du ihn, wie vorgesehen, in ein Netbook, Notebook oder Desktop steckst, sollte das schon klappen... wink

> noch kann ich unterwegs Wörtli lernen oder Reihen üben

Dito, aber bitte nicht mit einem Desktop.

-- Main.RonnyStandtke - 24 Jan 2011 Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung meinerseits: http://rostblock.wordpress.com/2011/01/24/interpretationen-einer-uberschrift/

-- Main.RonnyStandtke - 24 Jan 2011

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Günstiger Kleinwagen für den Hosensack

19 January 2011 | Beat Döbeli Honegger | Schul-ICT
kleiner-ferrari.jpg

Liebe educa.ch,
ihr habt da glaub ein kleines Detail vergessen, wenn Ihr den educa.Lernstick (Biblionetz:w02203) als personalisierten mobilen Computer am Schlüsselbund bezeichnet, mit dem die Vision von 1:1-Computing (Biblionetz:w02173) umsetzbar sei:

Der Lernstick ist kein Computer.

Und ohne Computer bringt mir ein Lernstick wenig. Das Konzept eines persönlichen, schulspezifischen Linux-Images ist interessant und förderungswürdig. Ohne die entsprechende Anzahl Computer ist es aber kein 1:1-Computing. Und wenn alle SchülerInnen über einen eigenen Computer verfügen: Wozu benötigen sie dann einen Lernstick?

Lernstick ja, aber bitte nicht mit falschen Versprechungen...

kleiner-ferrari2.jpg


Main.BenediktTrefzer meint:
Lieber Beat,

lernstick verhält sich zu Computern wie ein Generalschlüssel zu Autos. Wenn du so einen Auto-Generalschlüssel im Hosensack hast, dann ist das Mobility hoch zehn! smile Autos stehen ja überall rum, genauso wie Computer. Konzept jetzt verstanden?

-- Main.RonnyStandtke - 17 Jan 2011

Lieber Ronny,

Wenn es in der Schule bereits für jedes Kind einen Computer gäbe, dann würde dieser Vergleich stimmen. Dem ist selten so. Dann ermöglicht der Lernstick kein 1:1 computing. Mich stört, dass die Website von educa.ch dies verspricht.

-- Main.BeatDoebeli - 17 Jan 2011

> Und wenn alle SchülerInnen über einen eigenen Computer
> verfügen: Wozu benötigen sie dann einen Lernstick?

Provokant zurückgefragt: Und wenn alle SchülerInnen über ein eigenes Velo verfügen: Wozu benötigen sie dann Bus, Bahn, Auto, Tram?

Mit dem lernstick kann ich unterwegs an einem leistungsschwachen, akkuschonenden Gerät mit kleinem Bildschirm arbeiten. Daheim möchte ich an einem leistungsstarken Gerät mit grossem Bildschirm arbeiten, ohne dass ich jedesmal, wenn ich die Hardware wechsle, Daten synchronisieren oder in irgendeiner Wolke ablegen muss. Prinzip verstanden?

-- Main.RonnyStandtke - 17 Jan 2011

Ja, Prinzip verstanden. Sobald der Lernstick selbst auch ein Computer ist, dann finde ich das Prinzip auch cool (Sprich wenn wir einen Handheld/Smartphone haben, der sich auch an grösseren Systemen anstöpseln lässt und dann entsprechend leistungsfähiger wird).

Aber so wie der Autoschlüssel alleine kein Auto ist, so ist der aktuelle Lernstick selbst kein Computer.

-- Main.BeatDoebeli - 17 Jan 2011 > Sprich wenn wir einen Handheld/Smartphone haben, der sich auch an
> grösseren Systemen anstöpseln lässt und dann entsprechend
> leistungsfähiger wird

Haben wir: z.B. das Nokia N900.

-- Main.RonnyStandtke - 19 Jan 2011

One to One Computing - Aber wer macht was?

25 October 2010 | Beat Döbeli Honegger | Schul-ICT
Beim One-To-One-Computing (Biblionetz:w02173) ist aus technisch-organisatorischer Perspektive die gestern aufgeworfene Frage des Gerätetyps natürlich nicht die einzige, wie mehrere Mailzuschriften zu Recht betonten.

Bereits in der 2001 publizierten Broschüre Empfehlungen zur Planung und Umsetzung eines Ein-Notebook-pro-Studentin Programms (Biblionetz:b00711) haben wir einige entsprechende Fragen aufgeworfen:

Aus diesen Dimensionen ergeben sich zahlreiche mögliche Varianten. Ein morphologischer Kasten (Biblionetz:w00444) visualisiert als let's focus ruler:

one-to-one-aber-wer-macht-was-v1.jpg

Nicht alle Kombinationen sind möglich, aber doch einige...

Anfangs 2010 habe ich beschlossen, mich nur noch mit One-To-One-Computing - Umgebungen (Biblionetz:w02173) zu beschäftigen. Alles andere sind Übergangsphänomene (und ja, Wir sollten nicht über persönliche Computer in der Schule diskutieren). Im gleichen Blog-Posting habe ich geschrieben, dass eine Klassifizierung von Schul-ICT-Projekten aufgrund der verwendeten Gerätetypen längerfristig nicht sinnvoll sei. Zu dieser Aussage stehe ich weiterhin. Mittelfristig hingegen und bei konkreten Projektvorhaben spielt der Gerätetyp dann eben doch eine Rolle (erst kurzfristig wird dann auch noch das konkrete Produkt relevant).

In der kommenden Woche werde ich mich in verschiedenen Kontexten mit verschiedenen Schweizer-One-To-One-Projekten beschäftigen. Grund genug, mal eine gewisse Systematik zu versuchen:

Mir ist bewusst, dass ich Internetkonnektivität, Eingabemöglichkeiten (Touch, Multitouch, Stift, Tastatur etc.) und weitere Dimensionen vermische. Es geht mir in dieser Darstellung darum, eine gewisse Auslegeordnung von heute verfügbaren und in deutschsprachigen Ländern aktuell in (Pilot-)Schulen eingesetzten Gerätetypen zu erstellen.

one-to-one-geraetetypen-v2.jpg

Hier die fast gleiche Tabelle in Textform mit einigen Erläuterungen:

 
Smartphone
Handheld
Tablet
Netbook
USB-Stick
cloud only
mobil nutzbar
(Tram, Bus, Zug, Pausenplatz, unterwegs)
++
Hat im Hosensack Platz, lässt sich auch einhändig bedienen
++
Hat im Hosensack Platz, lässt sich auch einhändig bedienen
++
Lässt sich knapp einhändig bedienen
+
Lässt sich nur zweihändig bedienen, braucht Ablagefläche
-
Braucht Wirtcomputer
-
Braucht Wirtcomputer
mobiles Internet
(auch unterwegs Internetzugriff)
++
-
Nein, sonst wärs ein Smartphone wink
+/-
Mit und ohne mobilen Internetzugang verfügbar
+/-
Mit und ohne mobilen Internetzugang verfügbar
-
-
Instant on
(Gerät ist nach spätestens 5 Sekunden produktiv nutzbar, d.h. schneller als Standby von Notebooks)
++
++
++/+
Es sind Tablets mit Instant on und solche ohne verfügbar
-
Auf Netbooks benötigen tradtitionelle Betriebssysteme meist länger als 5 Sek. zum Aufwachen aus dem Standby
--
Zuerst muss das gesamte System gebootet werden
-
Meist muss zuerst eingeloggt werden.
Kosten
--
Sowohl Anschaffungs- als auch Betriebskosten
-
ab ca. CHF 250
-
-
+
Zwar müssen persönliche USB-Sticks (und Wirtscomputer) beschafft werden, dafür ist aber Internet nicht zwingend nötig
+
Es müssen Wirtscomputer und Internet verfügbar sein
Gewicht
+
+
-
-
++
++
Open Source verfügbar
?
?
?
+
+
+
Betreuungsaufwand
?
?
?
?
?
?
All in one Gerät
Ist es denkbar, mit diesem Gerätetyp alle wesentlichen ICT-Anwendungen zu nutzen?
?
?
?
+
-
-

Dies ist erst ein erster Entwurf. Bereits beim Schreiben der Erklärungen haben sich gewisse Aspekte verändert...

Kommentare:

Ich finde Ihre Übersicht äußerst praktisch, habe jedoch eine kleine Frage.

Sind die Kosten eines (für One-To-One-Computing geeigneten) Tablets nicht eher mit denen eines Smartphones vergleichbar?

Ich habe für das Halten von Übungen erst kürzlich nach Tablets gesucht und die dabei gefundenen Preise waren im Allgemeinen noch deutlich höher als die eines Smartphones.

-- Main.MarcelSeifert - 23 Oct 2010


Lieber Beat,

warum tauchen "richtige" Laptops gar nicht erst auf? Hältst Du das inzwischen für vollkommen abwegig?

Viele Grüße, Torsten

-- Main.TorstenOtto - 24 Oct 2010


@ Marcel: Wenn man die Gesamtkosten und nicht nur die Anschaffungskosten anschaut, dann ist ein Smartphone vermutlich ähnlich teuer wie ein Tablet, wenn ich davon ausgehe, dass das Tablet ohne Mobilkommunikation auskommt.

-- Main.BeatDoebeli - 24 Oct 2010
@ Torsten: Meine obenstehenden Überlegungen sind eher grundschulorientiert. Somit sind kleine Tastaturen schon mal ein Vorteil. Zudem sind die Netbooks von heute leistungsmässig die Notebooks von gestern. Ich vermute, dass wir bei all diesen Gerätekategorien am schnellsten nicht mehr zwischen Netbook und Notebook werden unterscheiden können...

-- Main.BeatDoebeli - 24 Oct 2010

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Was ist denn nun mit dem iPad?

28 September 2010 | Beat Döbeli Honegger | HandheldInSchool, Schul-ICT, Tablet-PC
Kurt Jakob ist nicht der einzige (siehe seinen Kommentar zum Posting EiEiEiPad), der mich nach meiner Einschätzung zum iPad (Biblionetz:w02189) fragt. Seit bald zwei Monaten trage ich ein iPad mit mir herum - Zeit also für eine erste Bilanz.

Erstes Fazit: Das iPad ersetzt für mich kein anderes Gerät

Das beunruhigt mich aber wenig. Da der Installations- und Wartungsaufwand (bisher) gering war, geht nicht wesentlich Arbeitszeit verloren für den Betrieb des iPads. Es ist einfach ein weiterer Bildschirm mit gewissen Vor- und gewissen Nachteilen. Und Bildschirmfläche hat man eh immer zu wenig (siehe Wie viele Bildschirme braucht der Mensch?). Das iPad hat mir diesbezüglich die Augen geöffnet für die banale Erkenntnis, dass One-to-One-Computing (Biblionetz:w02173) bei weiterhin gültigem Moore'schem Gesetz (Biblionetz:w00862) höchstens ein Übergangsphänomen sein wird: Wer wird denn nur einen Computer brauchen wollen, wenn er auch viele haben kann? Computer werden ubiquitous (Biblionetz:w00533), etwas, das ich theoretisch schon lange weiss, mir das iPad aber wieder einmal konkret vorführt.

Zweites Fazit: Das iPad erweitert das Altersspektrum für Computernutzung auf beiden Seiten

Da ist einerseits die Erinnerung an Nachtessen im Restaurant in den Ferien, während deren drei Kinder zwischen anderthalb und dreieinhalb zufrieden und konzentriert rund um ein iPad sassen, abwechslungsweise die Metallkugel durchs virtuelle Holzlabyrinth lotsten und sich gegenseitig Tipps zur Problemlösung gaben. Eifrige Verfechter der Primärerfahrung (Biblionetz:w01866) werden aufheulen, aber wenn ich diesen Kindern durch die pädagogisch deformierte Brille beim Spielen zusah, war für mich der Aufbau von Problemlöse- und Sozialkompetenz mindestens so viel wert wie ein echtes Holzspielzeug, für das ich aber im Gepäck keinen Platz gefunden hätte. (Nebenbei schätzte ich als Vater natürlich auch das ruhige Nachtessen wink )

Andererseits habe ich meiner über 80jährigen Nachbarin, die nicht länger auf Computer & Internet verzichten wollte, um weiterhin vollumfänglich am privaten und gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, ein iPad als Notebookalternative vorgeschlagen. Seit zwei Wochen mailt und surft sie nun voller Freude und Interesse - und hatte vorher noch nie eine Computermaus in der Hand.

Beide Erfahrungen zeigen mir: Computernutzung ist einfacher geworden. Massiv einfacher.

Drittes Fazit: Das iPad ist kleingruppenfreundlich

Mir ist aufgefallen, wie oft das Gerät in den letzten zwei Monaten in kleinen Gruppen genutzt worden ist, sei es in Sitzungen, privat mit Freunden oder wie bereits oben erwähnt durch eine Gruppe Kinder. Einerseits gilt es als eher nerdig, wenn man sein Notebook hervorzieht und etwas zeigen will ("Ach der Informatiker wieder...") während das iPad natürlich über einen Coolness-Faktor verfügt. Andererseits sind es aber auch Multitouch, Lagesensor und fehlende Tastatur, die eine Nutzung in Gruppen fördert: Alle können mit dem Finger manipulieren, der Lagesensor erlaubt ein Neuausrichten des Bildschirms durch leichtes Neigen des Geräts und mit dem Fehlen einer Tastatur fällt auch gleich die "richtige" Nutzungsposition weg.

ipadcscl.jpg

Viertes Fazit: Ich muss nicht mehr erklären, was ein Tablet ist

Endlich weiss die Allgemeinheit, was ein Tablet (Biblionetz:w01414) ist. Seit sieben Jahren laufe ich mit einem solchen Ding durch die Gegend und während sieben Jahren war sicher immer wieder jemand der fragte: "Können Sie mir sagen, mit welcher Software sie so einfach in Power-Point zeichnen können?" und "Wie nennt man das?" Jetzt sagen alle nur noch: "Ah, wie beim iPad."

Ein Gerät für die Schule?

In Bezug auf die Eignung für die Schule scheint es mir relevanter, einzelne Eigenschaften des iPads und ihre jeweiligen Chancen und Gefahren für Schulzwecke darzustellen, als das konkrete Produkt iPad auf Schultauglichkeit zu untersuchen. Dabei interessiert mich insbesondere die Primarschultauglichkeit.

  • Instant-On: Eine Eigenschaft, welche das iPad mit Handhelds und Smartphones teilt: Ein Knopfdruck und das iPad ist betriebsbereit. Kein Booten, kein spürbares Aufwachen aus dem Standby. Was nach einem kleinen, technischen Detail klingt, hat meines Erachtens grosse Auswirkungen auf die Einsatzmöglichkeiten im Unterricht: Ein Kurzeinsatz von 3 Minuten oder gar 30 Sekunden ist effizient, man verliert nicht wertvolle Zeit bis das Gerät ansprechbar ist.
  • Multitouch und Lagesensor: Durch das Multitouch-Interface und den Lagesensor wird die Nutzung direkter: Ich benötige weder Tastatur noch Maus und ich führe meine Finger dorthin, wo etwas geschehen soll. Mit solchen Interfaces kann aus den Lehrplänen der Punkt "Kann mit der Maus navigieren und klicken" bereits wieder gestrichen werden, bevor er überhaupt überall eingeführt wurde. Bereits Zweijährige können bestens mit dem Touchscreen umgehen.
  • Multitouch, Lagesensor und fehlende Tastatur: Wie bereits oben beschrieben, fördert das andersartige User-Interface die Nutzung in kleinen Gruppen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob bis zur sechsten Klasse das Fehlen einer Hardware-Tastatur ein Problem darstellt, oder ob die bei Bedarf vorhandene Softtastatur nicht ausreicht.
  • Laufzeit: Als iPhone-Akku-Geschädigter ist die Batterielaufzeit des iPad mit 10h Dauernutzung natürlich umwerfend. Für die Schule heisst das: Wenn die Geräte morgens geladen sind, braucht es den ganzen Tag keinen Stromadapter.
  • Geräuschlosigkeit: Kein Lüfter, keine Festplatte, kein Lärm. Was bereits bei einem einzelnen Gerät sowohl zuhause als auch in Sitzungen angenehm ist, gilt erst recht in einem 1:1-Setting.
  • App-Store als einzige (legale) Installationsmöglichkeit für Software: Die auf einer einer abstrakteren bildungs- und gesellschaftspolitischen Ebene problematische Gatekeeper-Funktion (Biblionetz:w02191) der Firma Apple, welche abschliessend darüber entscheiden kann, welche Software auf dem iPad laufen darf und welche nicht, erleichtert den konkreten Schulbetrieb natürlich schon: Derzeit sind weder Viren noch sonst bösartige oder systemschädigende Programme im Umlauf. Bereits Primarschulkindern kann somit das Recht erteilt werden, selbst Programme zu installieren, ohne dass in der Folge gleich das ganze System neu aufgesetzt werden muss.

Schulfazit: Für mich stellt das iPad ein derzeit guter Archetyp eines Gegenkonzepts zu Notebooks und Netbooks dar. Die technischen Details und Gerätetypen werden sich weiterentwickeln, aber als Näherung könnte ich mir durchaus eine Zweiteilung vorstellen: Handheld-Tablets Geräte für die Primarschule, Net- und Notebooks mit Hardwaretastatur (und Multitouch...) ab Sekundarstufe I.

Was mich am konkreten Produkt iPad derzeit stört

  • Spiegelnder Bildschirm: Mir leuchtet nicht ein, warum kein matter Bildschirm verwendet wurde. Sowohl die Fingerabdrücke als auch das Spiegeln stören beim Benutzen, insbesondere beim Lesen.
  • eReader: Bisher habe ich keinen eReader gefunden, bei dem ich ohne iTunes automatisch meine PDF-Sammlung synchronisieren und die einzelnen Dateien annotieren (markieren und mit Notizen versehen) kann. Sachdienliche Hinweise gerne in den Kommentaren...
  • RSS-Reader: Gerne würde ich meine RSS-Feeds mit dem iPad lesen. Doch bisher habe ich keinen RSS-Reader gefunden, der das offline Lesen ermöglicht und meinen Lesestatus auf andere Geräte synchronisiert (so wie das bei eReadern üblich ist).
  • Fehlendes Multitasking: Beim Versuch, das iPad an einer Konferenz zu nutzen, habe ich bemerkt, dass mir Multitasking fehlt. Ich will einen Twitter-Client, einen Webbrowser und ein Mailprogramm gleichzeitig offen haben können.

ipadconference.jpg
iPad-Nutzung an der PLE 2010 (Photo by samscam)

Was andere zum iPad sagen (Update)


PDF editieren und organisieren: Mit dem Goodreader kann man die Dokumente gut organisieren und ohne iTunes über den Browser, einen integrierten Server oder ein Mac-Programm befüllen. iAnnotate ist bisher meine erste Wahl zum Markieren und Kommentieren von PDFs. Hat leider keinen integrierten Server zum direkten Importieren der Pdfs.

Als RSS Reader finde ich Reeder hervorragend. Synct mit GoogleReader und funktioniert (theoretisch) auch offline.

(Beitrag wurde vom iPad erstellt und editiert).

-- Main.FelixSchaumburg - 24 Jul 2010 Zu deinem Fazit betreffend Primarschultauglichkeit kann ich dir als Primarlehrer recht geben. Alle aufgezählten Punkte sind relevant, aber die wichtigsten finde ich "Instant-on" und "Geräuschlosigkeit". Als eReader bietet sich vielleicht Evernote an … kenne aber infolge Fehlens eines iPads heul die Möglichkeiten auf dem iPad nicht. Für RSS empfehle ich NetNewsWire.

Als weiteren störenden Punkt würde ich noch das Fehlen einer Kamera anfügen. Beim iPhone-Projekt stellt sich immer wieder heraus, dass die Kamera oft gewinnbringend genutzt wird. -- Main.ChristianNeff - 24 Jul 2010 Eines der größten Probleme des iPad als Lesegerät sehe ich derzeit in der DRM Situation. Jeder Anbieter nutzt zwar das ePub Format, hat jedoch ein eigenes DRM. Bücher aus iBooks können nur in iBooks gelesen werden. Gleiches gilt für Bücher im Kindle Format. Buecher.de hat zwar kein App aber ein eigenes DRM, das wiederum weder mit Kindle noch iBooks kompatibel ist. Wer sein Buch dort online gekauft hat, hat das Nachsehen. Das gilt für die Angebote von txtr und anderen Anbietern. Wer nicht als User auf Angebote ohne DRM setzt, kauft derzeit wohl am besten seine eBooks bei Amazon, da das Format auf recht vielen Geräten (Apple iOS, Android) unterstützt wird und somit die wenigsten Einschränkungen hat. Ohne DRM gibt es gegenwärtig leider kaum Angebote neben den Büchern des Projekt Gutenbergs. Selbst rippen kann man Bücher auch nicht und das DRM aus ePub Büchern zu entfernen ist einmal illegal und andereseits schwierig (mit mp3 nicht zu vergleichen).

Für mich immer im Blick die Schule: Solange das Problem DRM nicht gelöst ist, ist das iPad als Medium für digitale Schulbücher ungeeignet, da man sich als Schule auf einen Verlag (z.B. Klett) einlassen müsste und damit an dessen Buchangebot für alle Fächer gebunden wäre. -- Main.DamianDuchamps - 25 Jul 2010 Das die Abgeschlossenheit des iPad nicht als störend genannt wird, finde ich merkwürdig. Es werden hierdurch ja nicht nur Lehrpersonen und andere von der Programmmierung ausgeschlossen, es werden dadurch auch soziale Hürden errichtet, was im Bidlungsbereich völlig unakzeptabel ist. Dass ein Gerät, das noch nicht einmal Multitasking beherrscht, faszinierend ist, zeigt, wie leicht sich Leute durch Äußerlichkeiten blenden lassen.

-- Main.RomeyW - 26 Jul 2010 Hmm, die Problematik der Abgeschlossenheit der iDevices habe ich im Beitrag Generatives Internet oder Gated-Virtual Communities schon erörtert - und tatsächlich hier nicht wiederholt.

Nicht einverstanden bin ich beim Punkt "fehlendes Multitasking": Nicht alle Usergruppen benötigen Multitasking, oft ist weniger mehr (Meine 81jährige Nachbarin benötigt z.B. kein Multitasking, im Gegenteil, das würde sie eher verwirren. Auch bei Primarschulkindern bin ich mir nicht sicher, ob fehlendes Multitasking ein Problem darstellt.)

-- Main.BeatDoebeli - 27 Jul 2010 Die Mobilität, das Format und das Instant-On machen für mich das iPad zu einem Gerät, das zum ersten Mal Computer und das Internet wirklich mobil machen (noch dazu wirklich alltagstauglich, kann mensch vom iPhone nicht immer behaupten). Ich sehe großes Potenzial auch für die Medienpädagogik, wenn denn mal die ersten richtigen Apps erscheinen, die die Qualität der iWork-Suite haben. Die ersten Videoschnitt-Programme lassen aufhorchen. Gleichzeitig müssen meiner Meinung nach aber noch einige Knackpunkte verbessert bzw. beseitigt werden: Die Dokumenten-Freigabe/-Synchronisation (für mich ganz zentral), das fehlende Multitasking und der DRM-Wust. (geschrieben mit dem iPad :-))

-- Main.EikeRoesch - 27 Jul 2010 Ja, "wenn den mal die ersten richtigen Apps erscheinen" und die Gnade von Apple finden und dann auch noch für Kinder, die in Armut leben, bzw. deren Eltern, finanzierbar sind. Ich kann nicht nachvollziehen, warum es so wenigen wichtig ist, dass keine sozialen Barrieren durch Software entstehen. Wenn es geht, muss im Bildungsbereich freie Software verwendet werden, die ja in der Regel auch Kosten frei verfügbar ist und die man auch dann noch legal nutzen kann, wenn man nach Schule und Ausbildung kein reguläres Einkommen hat. - Meine 80jährige Oma benötigt Multitasking :-). Kann man auf dem iPad z.B. Text zwischen zwei gleichzeitig laufenden Anwendungen per drag´n´drop kopieren? Das kann doch wohl jeder unabhängig vom Alter gebrauchen.

-- Main.RomeyW - 28 Jul 2010 Die angesprochenen Hardware-Schwächen werden vielleicht schon schnell (spätestens ab Dezember wird es eine Reihe günstiger Android-Tablets geben, die mehr Saft, mehr Anschlüsse und mit dem Android-OS auch eine weniger verbarrikadierte Entwicklungsplattform haben. Apps-mäßig hat Apple die längste Zeit die Nase vorne gehabt, Android wird wohl das Windows der mobilen Geräte werden. Für den Schulgebrauch ist das iPad m.E. viel zu teuer und unflexibel. Beim momentanen Softwarestand verleitet es m.E. auch nich zu sehr zur passiven Rezeption. Für Digital Storytelling oder andere kreative Einsatzmöglichkeiten sind die Geräte noch nicht fit. Handy & Co. lassen sich im Unterricht (momentan noch) wesentlich sinnvoller einsetzen.

-- Main.MatthiasHeil - 28 Sep 2010

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