Software

Versions-Ärger mit Desktop-Suche

21 February 2011 | Beat Döbeli Honegger | Annoyance, Software
Vor einem Jahr war alles in bester Ordung: Google Desktop hat brav alle meine Daten auf meinem eigenen Computer durchsucht.

Es ist eine neue Erfahrung, dass Dinge, die in der digitalen Welt mal gut funktioniert haben, auch wieder schlechter werden können: Ich bin ratlos, womit ich meinen Computer lokal indexieren lassen soll:

  • Google Desktop wird seit Juli 2009 praktisch nicht mehr weiterentwickelt. Es ist durchaus möglich, dass Google Desktop mal eingestellt wird (siehe 10 Reasons Why Google Desktop Will Be Discontinued).
  • Google Desktop indexiert keine Mails in Outlook 2010 (siehe u.a. hier).
  • Google Desktop indexiert die Browser-History von Firefox 3.6 nicht.
  • Das in Windows 7 integrierte Windows Search 4 indexiert keine PDFs, die mit Acrobat 10 erstellt oder komprimiert worden sind (Quelle: scaryBITS/ETHZ).

Und nun? Ich habe mich daran gewöhnt, ein einziges Programm zu haben, das alle meine relevanten im Volltext durchsucht.

Nein, die Cloudsuchmaschine greplin.com ist keine Lösung. ,

Zeiterfassung mit Toggl

19 January 2011 | Beat Döbeli Honegger | Software
Neujahr ist eine gute Zeit für gute Vorsätze (auch wenn mir kürzlich ein Physiker vergeblich zu erklären versuchte, dass Neujahr ein physikalisch nicht zu rechtfertigender und damit auch nicht besonders hervorzuhebender Zeitpunkt sei).

Ich habe mir somit wieder einmal vorgenommen, konsequent meine Arbeitszeit zu erfassen. Früher hatte ich das jeweils mit einer Excel-Tabelle mit Zeilen pro Tag und Spalten pro Projekt gemacht, letztes Jahr habe ich mit zwei verschiedenen Desktop-Programmen abgemüht und schliesslich aufgegeben. Die neue Zeiterfassung muss so einfach und bequem sein, dass ich sie auch nutze und nicht mehr Zeit zum Erfassen als zum Arbeiten benötige.

Meine Anforderungen:
  • Macht möglichst vieles automatisch, lässt sich aber manuell problemlos korrigieren
  • Nutzbar unabhängig von Hardware und Betriebssystem
  • Auch offline nutzbar
  • Zeiterfassung nach Tag, Woche, Monat, Jahr und nach verschiedenen Projekten

Ich habe mich im Internet nach cloud-basierten Zeiterfassungsprogrammen umgeschaut und bin auf zahlreiche Angebote für Freiberufler gestossen, wo die Zeiterfassung gleich mit der Möglichkeit zur Rechnungserstellung kombiniert werden kann. Die meisten dieser Angebote besitzen eine kostenlose Light-Version, welche meine Bedürfnisse bestens abdeckt.

Ich habe mich für Toggl entschieden, einer webbasierten Zeiterfassung mit Windows- und iPhone-Client.

Ich kann einerseits Toggl als Web-Application nutzen (in Chrome ohne Browser-Firlefanz):

toggle01.jpg

andererseits gibt es für Windows eine Desktop-App, die auf dem Bildschirm wenig Platz wegnimmt und gewisse intelligente Funktionen eingebaut hat: So fragt sie mich beispielsweise wenn ich länger als eine Viertelstunde weder Maus noch Tastatur berührt habe beim Zurückkommen, ob ich die verstrichene Zeit der letzten Aktivität hinzufügen möchte oder nicht:

toggle02.jpg

Diese Desktop-App kann auch offline arbeiten und speichert die notwendigen Daten bis zur nächsten Internetverbindung lokal.

Wenn ich schliesslich ohne Tablet-PC am Arbeiten bin (ja, das kommt vor...), dann kann ich die Arbeitszeit auch in einer kostenlosen iPhone-App erfassen (Ja, es gibt auch eine App für Android und die Desktop-Apps gibt's auch für Mac und Linux...)

toggle03.jpg

Darum weiss ich jetzt, dass mich dieses simple Posting bereits jetzt 18 Minuten und 54 Sekunden meiner Zeit gekostet hat...


Danke für den tollen Tipp! Eine kleine Korrektur: Das Ding heißt Toggl (ohne e) und die Webseite daher auch http://www.toggl.com

-- Main.StefanHanauska - 06 Jan 2011

Upps, ja! Erstaunlich, wie konsequent ich das falsch geschrieben habe :-(). Nun ist's korrigiert und der Timer steht auf 23:11 … Auch von meiner Seite: Danke für den Tipp. So etwas habe ich gerade gesucht.

-- Main.CasparNoetzli - 12 Jan 2011 Supprtoggll finde ich wink

-- Main.MicheleNotari - 19 Jan 2011

Installation von Office 2010 löscht Outlook 2003

15 January 2011 | Beat Döbeli Honegger | Annoyance, Software
Toll, wieder mal ein ärgerliches Erlebnis, welches das Vertrauen in Microsoft-Produkte nicht gerade erhöht:

Ich will Office 2010 parallel zum bestehenden Office 2003 installieren. Beim Setup darf ich auswählen, welche alten Office-Programme gelöscht werden sollen. Ich wähle OneNote aus, alle anderen 2003er-Versionen will ich behalten.

Nach der Installation ist Outlook 2003 weg. Einfach so. Mist. Also System zurücksetzen auf den Punkt vor der Installation von Office 2010. OK, Office 2003 ist wieder da. Verlangt aber beim Starten nach der Installations-CD. Die akzeptiert er aber nicht. Behauptet, das sei nicht die richtige Datei.

Die Installation von Office 2010 hat mir also Office 2003 geklaut. Ich recherchiere im Internet und finde folgenden Knowledge-Base-Artikel von Microsoft:

Microsoft Office Outlook 2010 cannot coexist with any earlier version of Microsoft Outlook. When you install Outlook 2010, the Setup program removes Microsoft Office Outlook 2007, Microsoft Office Outlook 2003, and Microsoft Outlook 2002. The Setup program removes these versions of Outlook even if you click to select the Keep these programs check box in the Removing Previous Versions dialog box.

"even if you click to select the Keep these programs check box" ...

WTF?? Microsoft ist sich also voll bewusst, dass Office 2010 Outlook 2003 löschen wird, bietet mir aber trotzdem im Setup die Option an, Outlook 2003 zu behalten!! ,

Meine Firefox-Plugins

13 October 2010 | Beat Döbeli Honegger | Geek, Software
Da ich in letzter Zeit oft gefragt worden bin, welche Firefox-Plugins ich denn installiert habe, hier ein Screenshot (leider nicht klickbar)

firefox-plugins.JPG

,

iMacro: Macro-Recorder für den Browser

12 October 2010 | Beat Döbeli Honegger | Informatik, Software
Manchmal möchte man - zumindest als Informatiker - gewisse Abläufe beim Surfen im Web automatisieren: Sei es um Dateien herunterzuladen, gewisse Sicherheitsabfragen automatisch zu beantworten o.ä.

Mein aktuelles Problem: Auf einer Website monatlich zahlreiche Dokumente herunterladen, die aber nicht alle auf der gleichen Seite verlinkt sind und die auch anhand der URL als Downloads erkennbar sind (konkret: Mobiltelefonrechnungen von der Website des Telecom-Providers herunterladen). Traditionelle Massendownloader wie z.B. die Firefox-Erweiterung DownThemAll! scheiden damit aus.

Was ich bisher kannte, war die Firefox-Erweiterung Firefox-Erweiterung Greasemonkey mit dem sich HTML-Seiten dynamisch mit Javascript verändern lassen und wofür es eine grosse Auswahl an vorbereiteten Skripten gibt. Die Einarbeitung erschien mir aber zu aufwändig.

Nach einigem Recherchieren bin ich auf die Firefox-Erweiterung IMacros gestossen. Damit lassen sich Abläufe im Firefox aufzeichnen, danach gegebenenfalls in der Macrosprache bearbeiten und schliesslich auf Knopfdruck wieder ablaufen lassen.

Das kann dann so aussehen:

VERSION BUILD=7000908 RECORDER=FX

set !VAR1 0
TAB T=1
URL GOTO=https://www.telco-provider.ch/ebill/Invoices.action?period={{!VAR1}}
TAG POS=1 TYPE=A ATTR=TXT:1.23456.78.90<SP>/<SP>5.4545.12.99

SET !VAR2 0791234567 

TAG POS=1 TYPE=A ATTR=TXT:{{!VAR2}}
ONDOWNLOAD FOLDER=verbindungsnachweise\iMacro FILE={{!VAR2}}.txt WAIT=YES
TAG POS=1 TYPE=A ATTR=TXT:Export<SP>von<SP>Daten
BACK

SET !VAR2 0791234568 

TAG POS=1 TYPE=A ATTR=TXT:{{!VAR2}}
ONDOWNLOAD FOLDER=\verbindungsnachweise\iMacro FILE={{!VAR2}}.txt WAIT=YES
TAG POS=1 TYPE=A ATTR=TXT:Export<SP>von<SP>Daten
BACK

etc.

Das Verstehen und Anpassen ging relativ einfach. Ich kann (noch) nichts über die Mächtigkeit der Skriptsprache aussagen, aber für gewisse quick&dirty-Anwendungen reichts auf jeden Fall, wenn wget nicht funktioniert (im aktuellen Fall wäre wget nicht besonders hilfreich, weil sich die relevanten URLs jeden Monat ändern können und ihre Relevanz nicht an der URL selbst sondern am umklammerten Text im HTML-Code erkannt werden kann. Anders formuliert: Die Telefonnummer bzw. ID der Rechnung ist nicht in der URL, sondern nur im verlinkten Text.)

Interessierte finden im Wiki von iMacros weiteres Futter, so eine Command Reference und Sample Code. ,

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