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Verwirrende Google-Ranking-Unterschiede

15 Mar 2008 - 20:07 | Version 3 |
Als ich soeben mit Firefox und aktiviertem Google-Konto nach Gabi Reinmann (Biblionetz:p01980) gegooglet habe, staunte ich nicht schlecht. Lauter unbekannte und zum Teil veraltete Links auf den ersten Plätzen: Wichtige Adressen wie das e-denkarium taucht nicht unter den ersten 50 Fundstellen auf, der erste Biblionetzeintrag von Gabi Reinmann erscheint auf Position 32. wtf??

Haben die Zoogler (wie sich Zürcher Googler betont cool nennen) bei der Eröffnung der Zürcher Niederlassung diese Woche zu viel Champagner getrunken und nun ist das Ranking zunderopsi? (wie wir Schweizer sagen)

google-ranking1.jpg

Ausloggen aus Google hat keine Veränderung gebracht. Die gleiche Suche mit Opera liefert fast komplett andere Ergebnisse auf den ersten 10 Plätzen, ein einziger Eintrag ist gleich. Diesmal landet das e-denkarium auf Platz 2, der erste Biblionetzeintrag auf Platz 4.

google-ranking2.jpg

Ob Google was am Ausprobieren ist, oder es sich um unterschiedliche Gewichtungen aufgrund unterschiedlicher Länderseiten ( .ch .de .com ) oder meiner Präferenzen aufgrund der Google-Desktop-Ergebnisse handelt?

Keine Ahnung, aber wieder mal eine Mahnung, wie gefährlich die Stellung von Google (Biblionetz:w02040) als Gatekeeper zu Information ist: Die Karte ist nicht das Territorium (Biblionetz:a00009) und Google liefert nicht die Wirklichkeit...

Update 11.3.08: Ich habe es heute nochmals ausprobiert:

liefert heute das gleiche Resultat. Ich als Informatiker bin mir bewusst, dass Google nicht zwingend auf die abgerufene URL (.com, .de, .ch usw.) achtet, sondern aufgrund der IP-Adresse des Users den User geografisch zu lokalisieren versucht und ihm dann andere Ergebnisse liefert.

Ich vermute aber, dass die Mehrheit der Google-Nutzenden, die ja nicht einmal weiss, wie Google funktioniert, sich nicht bewusst ist, dass Google je nach Herkunft der Frage andere Antworten liefert. Dieses Bewusstsein gilt es zu schaffen.

Google selbst ist hier nicht sehr hilfreich, weil man keinen direkten Hinweis kriegt, welchen Index und welche geografisch bedingten Rankingregeln zur Ergebnisanzeige verwendet worden sind. Im Gegenteil, nicht einmal die URL der Suche hilft.

Spätestens wenn Google personalisierte Ergebnisse aufgrund der bisherigen Aktivitäten auf Google liefert, wird die Verwirrung noch grösser werden: Vermutlich werden keine zwei Suchabfragen trotz identischer Suchbegriffe mehr die gleichen Ergebnisse liefern. Wenn die Lehrperson also der Klasse sagt: "Sucht in Google mal nach Elefant und Afrika" dann erhalten alle Schülerinnen und Schüler andere Resultate...


 
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