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Handyverbot in Frankreichs Schulen

05 Aug 2018 - 08:35 - Version 1 - BeatDoebeli

Am 30. Juli 2018 hat die Nationalversammlung des französischen Parlaments das Handyverbot in französischen Schulen verschärft, zahlreiche Medien haben darüber berichtet (z.B. NZZ, heise.de, Spiegel online).

Ich habe derzeit wenig Lust, die Diskussion zum Thema Handyverbot in der Schule (Biblionetz:w02202) zu wiederholen - mit dem iPhone-Projekt an der Projektschule Goldau von 2009-2011 und den Nachfolgeprojekten Digitaler Alltag (2012-2013) und Brings mIT! (seit 2013) haben wir gezeigt, dass es auch andere Wege gibt, mit dieser Herausforderung umzugehen.

Darum nur zwei Bemerkungen zu dieser Gesetzesänderungen:

  1. An diesem Gesetz zeigt sich exemplarisch die zentralistische Politik Frankreichs. Während wir in Deutschland und der Schweiz oft über den Föderalismus (Biblionetz:w02162) in der Bildung schimpfen, wird hier der Entscheid zentral für alle gefällt. In Deutschland und der Schweiz wäre man vermutlich eher der Meinung, eine solche Entscheidung solle von den lokalen Gegebenheiten abhängig gemacht werden.
  2. IAuch die GesetzesänderungPDF-Dokument (Biblionetz:t20918) sieht eine pädagogische Nutzung von internetfähigen Geräten in der Schule durchaus vor, wenn es pädagogischen Zwecken dient oder die Hausordnung es erlaubt (womit auch die zentralistische Regelung übergangen werden kann):

L’utilisation d’un téléphone mobile ou de tout autre équipement terminal de communications électroniques par un élève est interdite dans les écoles maternelles, les écoles élémentaires et les collèges et pendant toute activité liée à l’enseignement qui se déroule à l’extérieur de leur enceinte, à l’exception des circonstances, notamment les usages pédagogiques, et des lieux dans lesquels le règlement intérieur l’autorise expressément.

 
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Bildungsbericht 2018: Über Digitalisierung schreiben, sie aber nicht leben

25 Jun 2018 - 07:48 - Version 2 - BeatDoebeli

Letzte Woche ist der Schweizer Bildungsbericht 2018 erschienen. Gemäss Bundesrat Johann Schneider-Ammann liegt der Akzent des Berichts auf der #Digitalisierung:

bildungsbericht2018.jpg

Aber trotz dieses Akzents ist auch der Schweizer Bildungsbericht 2018 (Biblionetz:b06800) nicht in vernünftiger Form digital erhältlich. Der Bericht lässt sich entweder für CHF 60.- in Buchform erwerben (340 Seiten), oder dann für CHF 39.- als "E-Paper in passwortgeschützter Mediathek: umfasst eine deutsche, französische, italienische und englische Sprachversion; Preis pro Lizenz für je einen Benutzer (Bericht online einsehbar, Einzel- und Doppelseite ausdruckbar)"

bildungsbericht2018_2.jpg

Mir scheint, dass hier die Digitalisierung noch nicht wirklich verstanden wird. Zeitgemäss wäre doch ein als Open Access kostenlos in verschiedenen Formaten (naja, mindestens PDF mit Volltextsuche) downloadbarer Bericht. Schliesslich möchte man doch, dass die Ergebnisse möglichst breit rezipiert und weiterverarbeitet werden, oder etwa nicht?

Der SNF macht es eigentlich vor:

"Mit öffentlichen Geldern finanzierte Forschungsresultate sind ein öffentliches Gut" , sagt Matthias Egger, der Präsident des Nationalen Forschungsrats. Der freie Zugang oder Open Access (OA) wird in der Wissenschaft zum Standard. Bisher erfüllen weniger als 50% der aus SNF-Förderung hervorgehenden Publikationen diese Bedingung. Ab 2020 sollen nun 100% der Publikationen kostenlos und digital verfügbar sein.
(Quelle)

P.S.: Ich habe mich darüber bereits 2010 (wo kurzzeitig gar ein PDF frei verfügbar war) und 2014 geärgert.

P.S.2: Warum in der Medienmitteilung von der dritten Auflage die Rede ist, erschliesst sich mir nicht. Es gibt mindestens die Bildungsberichte von 2006 (Biblionetz:b2995), 2010 (Biblionetz:b3882), 2014 (Biblionetz:b5460) und jetzt 2018 (Biblionetz:b6800). Das wären in meiner Zählung mindestens 4...

 
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Ich möchte die Folien meiner Vorträge gerne auf der eigenen Website publizieren

25 Jun 2018 - 06:49 - Version 1 - BeatDoebeli

vortraege.jpg
Nach Referaten werde ich von Veranstalterinnen und Veranstaltern öfters gefragt, ob sie meine Folien veröffentlichen dürften. Ich mache das aber lieber selbst (unter https://beat.doebe.li/talks) und bitte meist darum, auf meine (bei Vortragsende bereits erfolgte) Publikation zu verlinken. Die Gründe dafür lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

Mediendidaktische Gründe: (didaktischer Mehrwert)
  • Jede Folie hat eine eigene, stabile URL, so dass darauf verlinkt werden kann
    (Im Gegensatz dazu kann man bei slideshare z.B. nicht einzelne Folien verlinken).
  • Jede Folie ist als Bild download- und damit in andere Dokumente integrierbar.
  • Bei vielen Folien habe ich auch eine Kurzfassung des gesprochenen Textes hinzugefügt.
  • Viele Folien sind auch gleich ergänzt mit anklickbaren Verweisen auf andere Websites (zitierte Quellen oder Beispiele, weitere Erklärungen)
  • Ich achte wirklich darauf, dass die URLs sich nicht ändern
    (oder aber automatische Umleitungen eingerichtet sind).
  • Meine Website ist langlebiger als die meisten Veranstaltungswebsites.

Gesellschaftspolitische Gründe:
  • Ich behalte die Hoheit darüber, in welchem Kontext meine Vorträge publiziert sind
    (kein "Andere Besucher haben sich auch diese Vorträge angeschaut" o.ä.)
  • Meine Website ist werbefrei
  • Ich bin nicht kostenloser Contentlieferant eines kommerziellen Unternehmens

P.S.: Für VeranstalterInnen, die mich eingeladen haben, gibt es die Seite OrganisatorischesZuMeinenVortraegen

 
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