Diese Bilder sind nicht - wie man im 21. Jahrhundert sofort vermuten würde - computergeneriert: Nein, da steckt (viel) Handarbeit drin. Erinnert an den SonyBraviaSpot...
Warum ich das weiss? Weil es zum Teil meine Farbstifte sind
BumpTop ist eine Studie. Ein Film der in Wort und Bild einem kompletten
neuen Desktop vorgestellt. Ein Projekt für die Zukunft. Versucht wird einen
Schreibtisch realistischer nachzubilden, indem man Dokumente lose verstreuen
oder zu Haufen und Stapeln zusammen schieben kann. Für Verblüffung sorgen
die vorgestellten Details. Wie gut sich damit arbeiten ist zwar nicht
abzusehen, alles ist nur Theorie, aber spannend ist es allemal.
http://honeybrown.ca/Pubs/BumpTop.html
Nette Spielerei und sicher etwas für Menschen, die nach dem Prinzip "Nur das Genie beherrscht das Chaos" leben Aber ernsthaft: Ist es wirklich erstrebenswert, dem Schreibtisch-Chaos ein virtuell-elektronisches hinzuzufügen?? Ist es eine Hilfe, sämtliche Dateien "lose" auf dem Desktop herum liegen zu haben, sei es gestapelt oder nicht? Rät nicht jedes "effizienter arbeiten"-Buch zu mehr Organisation und dabei Reduktion?! Aber trotzdem bleibt es auf jeden Fall eine spannende Idee, insbesondere von der Umsetzung her...
- MB
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Spannend ist der Unterschied zum TPCK-Modell: Der Content ist durch die Gestaltung ersetzt. Miriam begründet dies folgendermassen:
Woran das liegen mag? Vielleicht aus unserer Erfahrung als Erwachsenenbilderinnen, die wir speziell bereits in der Praxis verankerte und in dem Sinne erfahrene und demnach auch bereits wissende Personen weiterbilden in der medialen Aufbereitung von Inhalten.
Eine andere Bemerkung hat mich aber dazu bewegt, diesen Eintrag zu schreiben:
Dass wir auch auf dieses Gebilde gekommen sind, ist allerdings wohl kein Zufall. Die Parallele ist allzu offensichtlich. Offenbar geistert ein solches dreiteiliges Modell in den Köpfen herum.
Ja, solche Modelle geistern tatsächlich herum. Nehmen wir ein anderes Beispiel aus dem eLearning-Kuchen:
Auch Gabi Reinmanns Buch Blended Learning in der Lehrerbildung (Biblionetz:b02474) wird von einer Drei-Kreis-Grafik geschmückt, wobei ich allerdings auf die Schnelle im Buch keinen Hinweis gefunden habe, was die drei Kreise darstellen sollen.
Mir ist beim Lesen von Miriams Bemerkung der Film Le Grand Content in den Sinn gekommen, den ich vor einiger Zeit im Blog von Marco Kalz gefunden habe:
Wie sieht hier das Verhältnis von Content zu Gestaltung aus?
Die vielen Diagramme im Film
sind übrigens inspiriert vom Weblog indexed von Jessica Hagy :
Wer noch nicht genug hat, kann sich auch noch ins triadische Denken von Michael Giesecke vertiefen. Er sieht zwar triadisches Denken als Überwindung des vorherrschenden binären Denkens, aber nur als eine Station auf dem Weg zu noch komplexeren Strukturen:
Statt binärer Schematisierung soll triadisches Denken und die Fähigkeit zum Oszillieren zwischen verschiedenen Programmen und Bedeutungen gefördert werden.
Vermutlich wird es uns in einigen Jahren unter Ausnutzung der digitalen Medien möglich sein, auch höherdimensionale Modelle in standardisierter Form zu konstruieren. Angesichts der momentan noch vorherrschenden Tendenz zweidimensionaler Darstellung, binären Denkens und der Suche nach einer Ursache für eine Wirkung erscheint das dreidimensionale Konzept als ein Komplexitätsgewinn.
Die Wahl des richtigen Namens für das eigene Kind kann bis zu neun Monate Zeit in Anspruch nehmen, wenn nicht sogar mehr! Gestern wurde ich auf die Website Baby Name Map aufmerksam gemacht, welche die beliebtesten Vornamen einzelner Länder und amerikanischer Bundesstaaten auf einer Google-Karte darstellt:
Wunderbar Web 2.0 inkl. obligatorischem BETA Sternchen, aber damit hat es sich auch. Wirklich brauchbar? Nö.
Wirklich vom Hocker gehauen hat mich dagegen vor einigen Wochen das Angebot des Statistischen Amtes des Kantons Zürich: Eine webbasierte Vornamensstatistik der Jahre 1987 bis 2006 inkl. Namecloud und Sparklines (Sparkline-Erklärung bei Wikipedia):
Die verfügbaren Daten lassen sich nach allen möglichen Kriterien filtern, sortieren und visualisieren, ein Genuss selbst wenn man nicht auf der Suche nach einem passenden Vornamen ist!