Biblionetz
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Definitionen und Begriffe im Biblionetz sortieren

09 November 2010 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz
Die Herbsttagung 2010 der Sektion Medienpädagogik der DGfE hat mit ihrem Versuch der Begriffsschärfung bei mir die Umsetzung einer bereits seit längerem angedachten Biblionetz-Funktionalität angestossen:

Im Biblionetz sind zu gewissen Begriffen zahlreiche Definitionen und Bemerkungen verzeichnet. Bisher waren diese Zitate starr nach einem Kriterium geordnet: Je kürzer der Text, desto weiter oben. Für eine Begriffsanalyse ist dies jedoch etwas mager. Es wäre manchmal hilfreicher, Definitionen nach ihrem Alter auf- oder absteigend präsentiert zu bekommen, um die Entstehungsgeschichte eines Begriffs besser nachvollziehen zu können oder zuerst das aktuelle Begriffsverständnis lesen zu können.

Auch ein Gewichtung von Definitionen und Bemerkungen wäre wünschenswert: Nicht alle Definitionen und Bemerkungen wiegen gleich schwer. Gewisse sind wichtiger als andere. Doch was könnten Gewichtungsdimensionen sein? Evtl. wie oft etwas zitiert wird oder wie oft etwas gelesen wird.

Als neue Funktion bietet das Biblionetz jetzt als Betaversion die Sortierung von Definitionen und Begriffen nach verschiedenen Kriterien an. Die Funktion ist erst in Entstehung, doch das Herumspielen mit ihr fördert spannende Unterschiede zutage. Je nachdem, ob die kürzeste, älteste oder die im meistzitierten Werk stehende Definition zuoberst sthen soll, beginnt die Definitionsliste von Medienpädagogik (Biblionetz:w00453) ganz anders:

Definition von Medienpädagogik nach Kürze

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Definition von Medienpädagogik nach Alter

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Definition von Medienpädagogik nach im Biblionetz meistzitiertem Werk

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Hinter dieser Funktion steckt das jQuery-Plugin qSort.

Hinweis: Die Funktion ist noch nicht auf allen Biblionetzseiten verfügbar und wird sich vermutlich sowohl von der Darstellung als auch von der Funktionalität noch verändern.

Biblionetz-Paper an der GMW

25 September 2010 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz
Seit mehreren Jahren wurde ich an GMW-Jahrestagungen aufgefordert, doch mal mein Biblionetz an einer GMW-Tagung vorzustellen. Ich habe das in der Vergangenheit immer abgelehnt, einerseits weil ich nicht der Meinung war, dass das Biblionetz von der Struktur her etwas mit Mediendidaktik (so meine bisherige Wahrnehmung des Interesses der GMW) zu tun hat, andererseits weil ich noch immer davon überzeugt bin, dass alle Elemente des Biblionetzes nur semiprofessionell sind, während es jeden Aspekt in besserer Qualität anderswo gibt (Design, Visualisierung, bibliometrische Elemente etc.).

Das Thema Digitale Medien in Lehre und Forschung der diesjährigen GMW-Tagung und die damit verbundene Frage, wie sich mit digitalen Medien Lehre und Forschung verbinden liessen, bot nun Gelegenheit, das Biblionetz an einer GMW-Tagung unterzubringen bzw. in einen grösseren Kontext zu stellen.

Unter dem Titel Literaturverwaltung 2.0 als Bindeglied zwischen Forschung und Lehre? PDF-Dokument (Biblionetz:t11000) habe ich darum einerseits das Biblionetz in groben Zügen vorgestellt, danach aber versucht, meine Nutzung des Biblionetzes in den letzten 13 Jahren im Hinblick auf die Verbindung von Forschung und Lehre zu analysieren.

Ich habe dabei vier Nutzungssphären unterschieden, angefangen bei mir selbst, über mein persönlich bekanntes Umfeld (strong ties) und der beruflichen Community (weak ties) bis zur allgemeinen Öffentlichkeit. In jeder Sphäre (ausser bei mir selbst wink ) lässt sich Forschung und Lehre unterscheiden und ich habe anhand des Biblionetzes gezeigt, wie eine öffentliche Literaturverwaltung die Verbindung von Forschung und Lehre fördern kann.

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Folie 30

Um das Biblionetz aber in einen grösseren Kontext zu stellen, waren mir aber insbesondere im Vortrag zwei Aussagen sehr wichtig:

  1. Das Biblionetz ist von Web 1.0 zu Web 2.0 auf halben Weg stehen geblieben
  2. 1996 musste man für eine öffentliche Literaturverwaltung Informatiker sein, im Jahr 2010 nicht mehr

Das Biblionetz ist von Web 1.0 zu Web 2.0 auf halben Weg stehen geblieben: Das Biblionetz ist zwar öffentlich sichtbar, aber nur in HTML lesbar, d.h. weder von anderen schreibbar noch in einem maschinenlesbaren Austauschformat. Kollaboration ist im Biblionetz nicht auf einer technischen Ebene vorgesehen. Da gehen heutige Literatwerverwaltungssysteme wie Zotero oder Mendeley einiges weiter.

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Folie 31

1996 musste man für eine öffentliche Literaturverwaltung Informatiker sein, im Jahr 2010 nicht mehr Beim Erstellen der Vortragsfolien habe ich gemerkt, wie schnell die Zeit vergeht (entweder die Informationstechnologie sich entwickelt und/oder ich älter werde...): Dass es 1996, als ich mit dem Biblionetz begann, Wikipedia noch nicht gab, war mir aktiv bewusst. Dass aber auch Google noch nicht gegründet war, musste ich mir erst wieder vor Augen führen. In diesem Sinne ist auch die Entstehung des Biblionetzes zu verstehen: 1996 gab es weder Wikipedia noch Google, webbasierte Literaturverwaltungen schon gar nicht. Somit musste man 1996 Informatiker sein, wenn man etwas aufbauen wollte. Kein Wunder, dass dies selten geschah.

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Folie 23

Die spannende Frage im Jahr 2010 ist nun aber: Unterdessen muss man keineswegs mehr Informatik studiert zu haben. Werden nun bald alle ihr persönliches Biblionetz haben? Was sind die nichttechnischen Gründe, dass dies bisher nicht in grossem Umfang geschehen ist? Sind wir damit bereits beim Thema Leitmedienwechsel?

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Folie 34

Frischeres, dynamischeres Biblionetz

03 September 2010 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz
Einige werden es vielleicht bemerkt haben, das Biblionetz ist in den Tagen frischer und dynamischer dahergekommen. Ich habe einerseits das Layout wieder einmal etwas dem Zeitgeist angepasst (auch wenn man weiterhin merkt, dass ich kein Grafiker bin...):

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Doch dynamischer ist nicht nur das Layout. Durch den Einsatz der AJAX-Library jQuery möchte ich in naher Zukunft gewisse Dinge im Biblionetz dynamischer gestalten. Ein erster Schritt: Automatische Voransichten von Personen, Buchcovern und Textseiten beim Berühren eines entsprechenden Links mit der Maus.

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Diese Spielereien dienen unter anderem dazu, dass ich den Anschluss an aktuelle Webtechnologien nicht komplett verliere...

Und für die Nerds: Nein, das Biblionetz ist noch immer kein Webservice. Alles nur statische HTML-Seiten, in der Nacht generiert und per FTP auf den Server geschoben.

Das Biblionetz kann geflattrt werden

27 July 2010 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz
flattr.com ist ein neuer social micropayment Dienst aus Schweden, mit dem sich geschätzte Websites mit einem Klick monetär unterstützen lassen. Ich definiere einen monatlichen Betrag, den ich fürs flattrn ausgeben will (Relevante Frage: "Was sind mir die Informationen aus dem Web wert?" ) und klicke überall wo mir ein Webangebot gefällt auf den Knopf flattr this! Ende Monat wird dann mein fixer Betrag durch die Anzahl meiner Klicks geteilt und die Beträge den entsprechenden Websites überwiesen. Cooles Konzept!

Ich bin gespannt, ob dieses Geschäftsmodell (Biblionetz:w01319) funktioniert und konnte es natürlich nicht lassen, das Biblionetz mit einem flattr-Button auszustatten. In den nächsten sechs Monaten wird auf allen neu generierten Biblionetzseiten ein flattr-Button erscheinen. Mal schauen, was da passiert smile

Ja, auch dieses Weblog lässt sich flattrn:

flattr.com ist derzeit in einer Beta-Phase (wer hätte was anderes erwartet) und Anmelden kann man sich nur mit Einladungscode (nein, ich habe derzeit keine). Der Erfolg von flattr.com wird u.a. natürlich davon abhängen, ob genügend Websurfer sich einen flattr-Account zulegen...

Das Biblionetz twittert

25 July 2010 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz, Geek
Man muss mit der Zeit gehen und RSS scheint ja bald nur noch was für alte Leute wie mich zu sein. Wer etwas auf sich hält, der twittert. Um wieder mal ein API in den Fingern gehabt zu haben, habe ich dem Biblionetz das Twittern beigebracht:

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Naja, ganz automatisch geht's noch nicht, da ich das Biblionetz ja offline erstelle und in Form von statischen Webseiten auf den Server lade. Da muss ich mir noch überlegen, wie ich es schaffe, dass jedes Objekt nur einmal getwittert wird und zwar erst dann, wenn die entsprechende Biblionetzseite auch online ist.

Um nicht auf einen fremden URL-Shortener wie http://tinyurl.com oder http://bit.ly zurückgreifen zu müssen (ich behalte gerne die Kontrolle über meine URLs), habe ich dem Biblionetz nach 13 Jahren nun auch Short-Permalinks spendiert. Ich weiss, ich bin ein Geek, aber mir gefallen die neuen Kurz-URLs ;-).

http://twitter.com/biblionetz ,

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