Veranstaltung, Sep 2010

Twitterloch und Beatloch

21 September 2010 | Beat Döbeli Honegger | Veranstaltung

Hat Twitter (Biblionetz:w02116) in der E-Learning-Community soeben die Spitze des hype cycles (Biblionetz:w01398) hinter sich, folgt nun das Twitterloch ?

Während vor einem Jahr bei der E-Learning 2009 in Berlin heftig getwittert worden war und dies entsprechende Debatten zur richtigen Konferenzkultur ausgelöst hat, war Twitter an der GMW-Jahrestagung 2010 primär sehr unterhaltsames Thema einer Abend-Einlage von Joachim Wedekind (Biblionetz:p02497) und Koni Osterwalder, getwittert wurde aber auf der Tagung praktisch nicht.

So musste ich mit Schreck feststellen, dass meine 38 mit #gmw10 getaggten Tweets bereits gereicht haben, um der aktivste Twitterer der Hauptkonferenz zu sein (auf 38 kam ich auch nur, weil ich während meines Vortrags die erwähnten Webseiten autotwitterte):

twitterloch.png
Quelle: summarizr

Ich? Ich bin doch kein Twitterer, nutze ich doch Twitter praktisch ausschliesslich als Konferenz-Werkzeug, somit also nur an wenigen Tagen im Jahr. Aus diesem Grund followe ich auch niemandem, sondern abonniere während einer Konferenz einfach das Konferenz-Hashtag. Dies scheint in der E-Learning-Community die Ausnahme zu sein, so dass Joachim und Koni den Begriff des Beatlochs prägten (Joachim: Danke für den Film) und in der Folge mein Twitterimpact in ihrem Berechnungen dank einer Division durch 0 ins Unendliche schnellte wink

beatloch.jpg

Doch ernsthafter, was hat das zu bedeuten? Vor kurzem hat Twitter die Zahl der Blogpostings verringert, weil immer mehr Blogger die Zeit nicht mehr fanden, lange und fundierte Blogpostings zu verfassen und sich somit zunehmend mit 140 Zeichen begnügten. Kommt nun die Zeit, wo auch die Twitter-Sau erfolgreich aus dem Dorf vertrieben worden ist und man wieder den Wert des direkten Gesprächs und der realen Begegnung schätzt?

Ich weiss es nicht. Angesichts der vielen offenen Notebooks während der GMW 2010 und der wenigen Tweets: Habe ich evtl. den nächsten Hype verpasst und alle nnblggn, nur ich hab's noch nicht gemerkt?

P.S.: Zur Frage des Twitterns an Konferenzen siehe auch Getting Granular on Twitter Tweets from a Conference and their Limited Usefulness for Non-Participants PDF-Dokument (Biblionetz:t12156)

Twittern während des Vortrags

20 September 2010 | Beat Döbeli Honegger | Software, Veranstaltung
An Tagungen und Konferenzen hat sich in letzter Zeit ein (heimlicher) Kommunikationskanal etabliert: Twitter (Biblionetz:w02116). Losgelöst vom Referenten wird da Nützliches und Ärgerliches über den laufenden Vortrag publiziert und diskutiert, seien dies weiterführende Links, Fragen zum Thema, aber auch hämische Kommentare zur Präsentation.

Während sich die Zuhörer über Twitter fröhlich austauschen können, ist der Referent davon ausgeschlossen, denn er muss sich ja auf seinen Vortrag konzentrieren und kann nicht gleichzeitig den Rückkanal verfolgen oder gar bedienen.

Hmm, liesse sich dieser Rückkanal nicht trotzdem auch als Referent nutzen? Ich könnte während meines Vortrags URLs gleich twittern, statt sie zum mühsamen Abschreiben auf die Folien schreiben.

Ein solches Werkzeug gibt es, und ich habe es heute während meines GMW-Vortrags zu Literaturverwaltung 2.0 erfolgreich ausprobiert.

Mit dem PowerPoint-Plugin AutoTweet lassen sich in den Vortragsnotizen pro Folien Tweets definieren, die dann bei der Anzeige der entsprechenden Folie automatisch publiziert werden.

twittern-im-vortrag-01.png

Mein Experiment hat dazu geführt, dass gewisse Zuhörer heute intensiv versucht haben herauszufinden, wann ich denn heimlich zur Tastatur greife und twittere... wink

Auf der gleichen Webseite sind auch andere Twitter-Tools für PowerPoint zu finden, mit dem sich Twitter-Umfragen oder eine Twitterwall in den Vortrag einbauen lassen.

twittern-im-vortrag-02.png

Ein Blick auf diese Tools dürfte sich lohnen!

twittern-im-vortrag-03.jpg

Kommentare:

Danke übrigens für den "use case" zu Auto-Tweet. Als ich die PPT-Twitter-Tools angeschaut hatte, war mir nicht ganz klar, wozu das Auto-Tweet gut sein sollte; das "ich rede gerade über … Selbstmarketing" finde ich nicht so sympathisch. Aber empfohlene Links ("Literaturhinweise", "Quellen") twittern, das ist eine gute Idee. Gruss, A. Back, HSG

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