Veranstaltung, May 2007

Tweakfest 2007

26 May 2007 | Beat Döbeli Honegger | Veranstaltung
Vom 24. - 26. Mai im Technopark Zürich: Tweakfest

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tweakfest ist der gemeinsame Nenner der digitalen Avantgarde. Hier trifft Apple-Mitgründer Steve Wozniak auf die Medienkunst-Pioniere von etoy. Technologie-Leader präsentieren das neuste Equipment für den digitalen Lifestyle.

Aktuelle Themen und Trends in der digitalen Welt werden aufgezeigt, erlebbar gemacht. Namhafte Experten diskutieren unter dem Motto «Metaverse» die virtuelle Zukunft der Menschheit in Online-Welten wie Second Life oder World of Warcraft.

Mein erster Eindruck vom Tweakfest: Während das Internet 1.0 und auch bereits das Web 2.0 alltäglich und auch bürokratisch gezähmt wird, blüht im 3D-Raum neue Innovation smile

Nachfolgend meine mehr oder weniger strukturierten Notizen:

Innovation / Steve Wozniak

Leider habe ich den Vortrag am Donnerstagabend von Steve Wozniak verpasst. Glücklicherweise liefert aber Bruno Giussani einen lesenswerten Bericht.

The next Generation of the Internet / Ian Hughes

Die Selbstbeschreibung von Ian Hughes lautet folgendermassen:

Consulting IT Specialist, with about 17 years in IBM

Specializes in emerging technologies, has worked on lots of different platforms and systems.

Loves to enthuse and evangelize, and also is a part time futurologist.

He has been a programmer since he was 14 and was inspired by the original video games and blakes 7. He is still a gamer, an understanding that helps understanding of the whole of the IT industry.

Zusammenfassend, Ian Hughes ist ein Geek (Biblionetz:w01795).

  • Second life is not about technology, it is about people
  • 3D-Umgebung ermöglicht nonverbale Kommunikation (im Gegensatz zu Chat, E-Mail, Telefonkonferenz)
  • In Second life gibt es bereits eine Firma, die gegen Geld Avatare mit Hilfe von 3D-Druckern herstellt und verschickt.

Metaverse Design / Prof. Dr. Jeffrey Huang

Vortrag über die Verbindung und das Verhältnis von virtuellem und realem Raum.

  • Homepage of Jeffrey Huang at EPFL
  • Gewisse "informationsintensive" Orte werden im real space verschwinden (z.B. Banken, Museen?)
  • Andere Geschäfte entstehen neu (Amazons Delivering Center mit eigenem Flughafen) " Interactive Wallpapers (Biblionetz:t07619)

Flausen (http://www.flausen.ch)

Online-Games - zwischen Faszination und Sucht / Franz Eidenbenz

  • "Selbsthilfegruppen für Internetsüchtige funktionieren nicht - die kommen nie an die Sitzungen."

Volker Grassmuk

Tagung Ergänzungsfach Informatik

14 May 2007 | Beat Döbeli Honegger | Informatik, Veranstaltung

Heute findet in Aarau die Tagung Umsetzung des Rahmenlehrplan EF Informatik in den Unterricht statt.

Das EF Informatik wird neu in den Gymnasien eingeführt. Der Rahmenlehrplan muss in einen konkreten Schullehrplan umgesetzt werden. Für die mögliche Unterrichtsgestaltung gibt es zwar Vorstellungen, aber sicher auch noch viele offene Fragen.

Die Tagung soll Gelegenheit für den Austausch von Ideen und von Unterrichtsprogrammen bieten. Ebenfalls soll dieser Anlass einen Impuls zur Bildung einer Erfahrungsgruppe EF-Informatik geben.

Prof. Juraj Hromkovic, ETH Zürich

Prof. Juraj Hromkovic identifiziert zu Beginn seines Referats drei Probleme im Bereich des Informatikunterrichts an Gymnasien:

  • Imageproblem:
  • Personalproblem: Es ist nicht attraktiv, an einem Gymnasium ein Kleinpensum
  • Fehlende Lehrmittel: Es gibt zwar Bildungsserver, aber diese bieten nur kleine, unzusammenhängende Lerneinheiten, aber keine Übersicht der zu vermittelnden Inhalte

Im zweiten, grössten Teil seines Referats erklärt Hromkovic in historischer Perspektive Grundkonzepte der Informatik, da man nicht den Fehler machen dürfe, von den Anwendungen auszugehen, sondern die theoretische Fundierung betonen müsse. Hromkovic beschliesst seinen Vortrag mit einem Plädoyer für das Programmieren im Gymnasium.

Prof. Werner Hartmann, PH Bern

Werner Hartmann versucht die Zeit zu überbrücken, bis sein Computer endlich gestartet ist, indem er begründet, warum er sowieso die falsche Person sei, um Empfehlungen zum Thema Informatikunterricht abzugeben, denn er sei zu wenig in der Praxis und auch bereits zu alt, um die heutige Jugend zu verstehen.

Anhand der Great principles of Computing von Peter Denning (Biblionetz:p03493) (Recollection, Communication, Computation, …, …) zeigte er die Vielschichtigkeit der Informatik auf. Er warnt vor einer Mengenlehre der Informatik, einer einseitigen Vertiefung von nur abstrakten Aspekten von Computation. Über den Turm der Informatik von Nievergelt gings weiter zur notwendigen Balance von Produkt- und Konzeptwissen.

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In den letzten zwanzig Jahren hat sich laut Hartmann nicht nur die Informatik entwickelt, so dass sich Informatik nicht mehr innert 24 Stunden vermitteln (wie ein zwanzigjähriges Informatiklehrmittel verheisst...), sondern auch die Schülerinnen und Schüler haben sich verändert (so haben sie heute z.B. die Audiostöpsel fürs Sprachlabor bereits im Ohr...).

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Hartmann plädiert dafür, die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen zu berücksichtigen und den Informatikunterricht darauf aufzubauen. Die Abfolge seiner Beispiele ist zu schnell, um live protokolliert zu werden.

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Prof. Helmut Schauer, UZH

Prof. Schauer spricht über grundlegende Konzepte der Informatik (Boole'sche Algebra, Parameter, Plausibilitätsprüfung, Signifikanz, Komplexität, stack vs. queue, Bäume, Logarithmus Dualis usw.)

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Fazit des Vormittags

Alle drei Referenten haben sich mit der Frage WAS soll im Informatik-Unterricht vermittelt werden? auseinandergesetzt. Nur Werner Hartmann hat auch die Frage WIE sollen Konzepte der Informatik im Gymnasium vermittelt werden? Mich hat insbesondere erstaunt, dass Hromkovic und Schauer viel Zeit zur Erklärung von Informatik-Konzepten verwendet haben, obwohl 90% des anwesenden Publikums Informatik unterrichtet. Mir schien stellenweise, sie hielten eine Informatik-Vorlesung und kein Referat zur Einführung des Ergänzungsfach Informatik am Gymnasium...

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Nicht ohne mein Handy...

02 May 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung, Veranstaltung
…ist das Motto einer Tagung der Bildungsdirektion des Kantons Zürich Pädagogischen Hochschule Zürich:

Die diesjährige Link-Tagung steht im Zeichen der Handy-Nutzung von Kindern und Jugendlichen und der damit verbundenen Phänomene und Probleme. Gewalt- und Sexvideos auf Schüler-Handys, Handy-Verbote für Schülerinnen und Schüler sowie das Handy als Schuldenfalle sorgen seit einiger Zeit immer wieder für negative Schlagzeilen. Was ist davon zu halten und wie sollen die Schulen damit umgehen? Gibt es auch einen sinnvollen Umgang mit dem Handy? Ist sogar ein Einsatz im Unterricht denkbar? Diese Fragen und mögliche positive Lösungsansätze stehen im Mittelpunkt der Tagung.

Die Veranstaltung wird zwei Mal durchgeführt, erstmals am 30. Mai 2007 und danach nochmals am 5. September 2007.

Mehr Infos auf der Tagungs-Webseite oder im Detailprogramm PDF-Dokument ,

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
  • CH-8032 Zürich
  • E-mail: beat@doebe.li
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