Schul-ICT, Feb 2007

Trickfilme mit dem Handheld erstellen

23 February 2007 | Beat Döbeli Honegger | HandheldInSchool, Schul-ICT
Derzeit ist die zweite Runde unseres Handheldprojekts in vollem Gange. In verschiedenen Diplomarbeiten untersuchen Studentinnen verschiedene Möglichkeiten des Handheld-Einsatzes in einer 5. Primarklasse in Wangen bei Olten. So haben die Kinder in den letzten Wochen unter anderem gelernt gelernt, Trickfilme auf dem Handheld zu zeichnen.

handheld-animation.jpg

Im Bild ist ein Schüler zu sehen, welcher der Klasse am Handheld eine Funktion des Programms NoviiAnimator zeigt. Dank einem Visualizer und einem Beamer sind die Aktivitäten auf dem kleinen Handheld gross an der Leinwand zu sehen.

Bisheriges Fazit:
  • Die Kinder sind vom Trickfilmprogramm begeistert, Lehrerin und Studentinnen von den Möglichkeiten eines Visualizers wink
  • Die beiden Studierenden sind der Meinung, dass sich der Aufwand trotz gewisser technischer Probleme in Grenzen hält und sich das Programm regelmässig im Unterricht einsetzen liesse. Mit Geschichten erzählen, Arbeitsergebnisse präsentieren oder zeitliche Abläufe illustrieren ist dabei der Einsatz keinesfalls auf das bildnerische Gestalten beschränkt. Trickfilme herstellen könnte zu einem alltäglichen Ausdrucksmittel werden wie Plakat erstellen, Vortrag halten oder Aufsatz schreiben.

Diese Diplomarbeiten zeigen das Potenzial von Handhelds in der Schule (Biblionetz:w01551) als Teil eines Personal learning environments (Biblionetz:w01997). Es freut mich darum besonders, seit gestern zu wissen, dass im Kanton Solothurn dieses Projekt in der Bildungspolitik bekannt ist und beachtet wird. Damit ist sichergestellt, dass bei der Diskussion um Mobiltelefone in der Schule (Biblionetz:w01971) nicht nur die Gefahren, sondern auch die Potenziale solcher Kleingeräte gesehen werden.


  • Salut Beat
    Gratuliere - leider stecke ich derzeit in einem Arbeitsstau und bin betreffend Mobile Learning leider noch nicht viel weitergekommen.
    Gruss Main.MartinHofmann
    • Lieber Martin, auch Stanley und ich haben weniger Zeit für das Projekt, als wir gerne hätten...
      Gruss Beat

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Ich will...

22 February 2007 | Beat Döbeli Honegger | Schul-ICT
Bei einer Neugestaltung der Homepage der IT Services der PH FHNW haben wir versucht, die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer ins Zentrum zu stellen:

ichwill.jpg

Statt der bisherigen Kategorien Hardware, Software, Ausleihe, Nutzungsreglement usw. versuchen wir die Website nach Fragen und Wünschen der User zu strukturieren, ganz nach dem Motto Know your audience/user/customer (Biblionetz:a00123)

ichwill2.jpg

Neben einer möglichst übersichtlichen Darstellung wurde dabei auch darauf geachtet, auch Bedürfnisse zu erfassen, für welche die IT Services gar nicht zuständig sind. Da User sich selten um Zuständigkeiten scheren, wird versucht, wenigstens einen Hinweis auf die verantwortliche Stelle zu geben (Hausdienst, Sekretariate usw.)

Obs was bringt, wir das zukünftige Supportaufkommen und die Zufriedenheit der User zeigen...

Brian Lamb über ablenkende Laptops

18 February 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbericht, Schul-ICT

Wieder mal ein Zeitungsartikel, der sich mit dem Ablenkungspotential von Laptops in Lehrveranstaltungen beschäftigt:

brian-lamb-laptop.jpg

Tja, das ist ja nun wirklich nichts neues, das konnte bereits seit Jahren jede Zeitung oder Zeitschrift. Wenn's nur das wäre, gäbe es hier keinen Blogeintrag. Spannend wird's aber, wenn man weiss, dass es sich beim Abgebildeten um Brian Lamb handelt, der sich u.a. mit dem Potential von Wiki in der Bildung auseinandersetzt ( Wide open spaces, Biblionetz:t03544) und er für die Verwendung des Bildes in diesem Kontext nicht um Erlaubnis gefragt wurde, wie er ironisch in seinem Weblog berichtet. ,

Informatikermangel in Zürich

14 February 2007 | Beat Döbeli Honegger | Informatik, Medienbericht, Schul-ICT
In der NZZ vom 7. Februar 2007 ist unter dem Titel "Wir sind daran, einen profitablen Wirtschaftszweig abzuschneiden" (Biblionetz:t07355) folgendes zu lesen:

Zürich hätte dank Forschungsstätten wie der ETH die besten Voraussetzungen, ein erfolgreicher IT-Industriestandort zu werden. Dennoch läuft die Schweiz Gefahr, dass die Informatik ins Ausland ausgelagert wird. Es fehlt an Schweizer Fachkräften und am Nachwuchs.

Stefan Arn, Präsident des Informatik-Dachverbands ICT Switzerland malt ein düsteres Szenario und gibt unterem auch der Technologie-Gleichgültigkeit der Schulen eine Mitschuld an der momentanen Situation:

«Die Situation ist sehr bedrohlich», sagt Stefan Arn, Präsident von ICT Switzerland, dem Dachverband der Informatik-Branche. Der Bedarf an hochqualifizierten Informatikern sei gross und nehme noch zu. Aufgrund des Personalmangels würden grosse Firmen aber gezwungen, die IT vermehrt nach Indien oder China auszulagern. «Wir sind daran, einen profitablen Wirtschaftszweig abzuschneiden», gibt Arn zu bedenken und fügt an: «Die 1600 Arbeitskräfte, die Google offenbar einstellen wird, werden grösstenteils aus dem Ausland rekrutiert, weil es sie in der Schweiz schlicht nicht gibt. Da dürfen wir uns nichts vormachen.»

Ein wichtiger Grund für das Fehlen an qualifiziertem Personal liegt laut Arn nicht nur daran, dass der Dot-Com-Branche nach dem Platzen der Internet-Blase 2001 ein schlechtes Image anhaftete, sondern vor allem an der Technologie- und Technik-Gleichgültigkeit der Schulen. Hatten vor 20 Jahren noch fast alle Kantonsschulen ein fakultatives Fach Informatik, klafft heute ein Loch in der Informatikausbildung.

Gesteigerte ICT-Supportansprüche

09 February 2007 | Beat Döbeli Honegger | PH Solothurn, Schul-ICT
Die Ansprüche an den ICT-Support sind in letzter Zeit massiv gestiegen. Dies hat mehrere Gründe:

  • Die Nutzung von ICT hat massiv zugenommen
  • ICT-Nutzung ist geschäftskritisch und damit unverzichtbar geworden.
  • In letzter Zeit sind viele nicht aus Eigeninteresse ICT-User geworden
    • d.h. ihr ICT-Vorwissen ist geringer
    • d.h. ihre Geduld ICT gegenüber ist geringer

gesteigerte-supportansprueche.png

Eine neue Erkenntnis? Nein, bald zehn Jahre alt: McClure et al.: The Crisis in Information Technology Support: Has Our Current Model Reached Its Limit?, 1997 (Biblionetz:t07322). Mir kommt's aber sehr aktuell vor.

Auch folgendes Zitat könnte von heute stammen:

New users want authority, but lack expertise to make decisions:
Users who have only experienced information systems through a Windows, Macintosh, or Web interface may be inclined to believe that “all it takes is a click” to achieve the power and magic they experience every day. These users do not understand the mechanisms underlying this magic and the complexity required to make it all happen. Technology staff work with tools that most staff, faculty, and administrators do not understand. Nonetheless, these users and administrators assume that they do, and that their decisions are as valid, or more so, than those of the technology professional with twenty years of experience.

Das Versprechen, alles sei so einfach, rächt sich... ,

Kontakt

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  • E-mail: beat@doebe.li
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