Medienbildung, Apr 2007

Many Eyes Online

23 April 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung, Visualisierung
Seit kurzem (?) ist eine erste Version (neudeutsch: Alphaversion ) einer Visualisierungsplattform des Visual Communication Labs von IBM Research online (wo Fernanda Viégas (Biblionetz:p03009) seit neustem arbeitet...) :

Auf der Website www.many-eyes.com können Visualisierungen von Daten angeschaut werden,

manyeyes2.jpg

aber auch selbst hergestellt werden:

manyeyes3.jpg manyeyes4.jpg

Absicht ist dabei, die sozialen Effekte von Visualisierungen als Kommunikationsmittel zu erforschen:

All of us in CUE's Visual Communication Lab are passionate about the potential of data visualization to spark insight. It is that magical moment we live for: an unwieldy, unyielding data set is transformed into an image on the screen, and suddenly the user can perceive an unexpected pattern. As visualization designers we have witnessed and experienced many of those wondrous sparks. But in recent years, we have become acutely aware that the visualizations and the sparks they generate, take on new value in a social setting. Visualization is a catalyst for discussion and collective insight about data.

We all deal with data that we'd like to understand better. It may be as straightforward as a sales spreadsheet or fantasy football stats chart, or as vague as a cluttered email inbox. But a remarkable amount of it has social meaning beyond ourselves. When we share it and discuss it, we understand it in new ways.
(Quelle)

Muss ich noch erwähnen, dass sich dieser Visualisierungsbaukasten wohl in zahlreichen Fächern auf der Sekundarstufe II einsetzen lässt? Diagramm-Kompetenz gehört meiner Meinung nach zur Allgemeinbildung im 21. Jahrhundert... ,

Wikinutzung gehört zur Allgemeinbildung

22 April 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung, Wiki

Ein Zitat aus dem Buch Wikinomics (Biblionetz:b03029) von Don Tapscott (Biblionetz:p00587) und Anthony D. Williams:

Many wiki users and aficionados say the benefits are linked to the ease and efficiency with which collaboration takes place. Tantek Celik, Technorati's chief technologist, uses wikis for everything - his work, his social life, bis voluntary activities, and for staying in touch with family. He says wikis distribute the burden of organization across a collaborative network instead of making an individual project manager a choke point. "Now everyone can make incremental progress without having to wait for everyone eise." he said. "It's like parallel processing for people rather than computers." Celik goes so far as to suggest, "The ability to use wikis will be a required job skill in five years."

Derzeit mache ich im Auftrag eines Schweizer Gymnasiums eine Umfrage unter Universitätsprofessorinnen und -Professoren über welche ICT-Kompetenzen Studierende zu Beginn ihres Studiums verfügen sollten. Als Grundlage dient der Vorschlag der entsprechenden Arbeitsgruppe des Gymnasiums.

Heute nun erhielt ich einen ausgefüllten Bogen zurück, der die vorgeschlagenen Kompetenzen beurteilt und darunter steht:

Weitere Kompetenzen: kollektives Schreiben eines Textes in einem Wiki, selbständiges Lernen mit dem Computer (Lernsoftware, Online-Angebote)

Gemeinsames Erarbeiten eines Textes mit Hilfe von ICT wird langsam aber zunehmend als Anforderung für Studium und Beruf angesehen und wird somit zu einem Bestandteil der Allgemeinbildung in der Informationsgesellschaft.

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Web 2.0: Seite ade!

19 April 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung
Ein Gedanke, der mir seit einigen Wochen im Kopf herumschwirrt und von dem ich überzeugt bin, dass ich nicht der erste bin, der sich das so überlegt:

Jede neue Technologie wird anfänglich zur Imitation von Bisherigem verwendet.

Das stammt definitiv nicht von mir wink , siehe Biblionetz:a00463.

Diese Aussage gilt auch beim Web: Das Web baut auf Seiten auf, einem Konzept, das mindestens seit Gutenberg Verbreitung gefunden hat. Webseiten sind zwar flexibler als Papierseiten (auch wenn dies Grafiker anfänglich nicht begreifen wollten...) und können zudem flexibler als Buchseiten angeordnet und verbunden werden. Aber es bleiben Seiten.

Mit Web 2.0 - oder um präziser zu sein, mit AJAX (Biblionetz:w01869) - fängt die Webseite nun an, sich aufzulösen. Neue Informationen werden nicht mehr zwingend durch einen page reload angezeigt, sondern es werden nur noch gewisse Teile des Bildschirms aktualisiert. Dafür sind neuere Dienste von Google wie Google Docs & Spreadsheets oder Google Maps gute Beispiele:

google-maps-zaystrasse42.jpg
Google Maps Ansicht (bisher noch ohne den Neubau der PHZ Schwyz)

Mir ist es heute wieder aufgefallen, als ich die neue Version des Webdienstes SnapShot im Biblionetz in Aktion sah:

snapshot.jpg

Statt wie bisher einfach eine kleine Voransicht der Webseite anzuzeigen, die sich hinter einem Hyperlink verbirgt, bietet SnapShot nun bei gewissen URLs (wie z.B. Amazon, Wikipedia, IMDB) eine aufbereitete Zusammenfassung der verlinkten Seite an. Das Wesentliche der verlinkten Seite ist so unter Umständen bereits erfassbar, ohne die Seite selbst besucht zu haben. Die Webseite fängt an, sich aufzulösen.

Ich höre schon, wie nun neben den Grafikern auch das Marketing zu schreien beginnt: PageViews (Biblionetz:w00557) werden als Mass der Wahrnehmung noch unbrauchbarer als sie es heute schon sind...


  • Zur Referenz Biblionetz:a00463 oben: "In the first stage, we use a new discovery to do something we already do, but better. We think of an overhead projector in place of a blackboard, a time-sharing system in place of a teacher in a tutorial or Socratic mode, a video tape i n place of a lecturer, a telephone in place of direct voice, and a computer in place of a skilled classroom administrator.
    All important discoveries go through two stages beyond this first one. The second stage is when we employ the discovery to do something new in a new way; the third is when we modify our life pattern to take the discovery into account. I will not pretend to be able t o foresee the third stage, but I think I can predict a piece of the second." (Eugene G. Fubini. Computers, communications, and the public interest. edited by M. Greenberger. The Johns Hopkins Press, Beltimore, 1971, PP. 131-132). Wird übrigens in Biblionetz:t02487 zitiert wink -- Main.VincentTscherter - 19 Apr 2007

Lektion

13 April 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung, PH Solothurn
Seit kurzem ist das Material meiner Prüfungslektion in Informatikdidaktik aus dem Jahr 2004 beim Schweizerischen Unterrichtsmaterialserver SwissEduc aufgeschaltet:

bildformate.jpg

In dieser Doppellektion habe ich versucht, die für zukünftige Lehrpersonen wesentlichen Eigenschaften von digitalen Bildern erfahrbar zu machen:
  • Vektorbilder versus Rasterbilder
  • Bildauflösung von Rastergrafiken
  • Farbtiefe von Rastergrafien
  • Das Konzept von Farbpaletten
  • Transparenz in digitalen Bildern
  • Animierte Bildfolgen (im GIF-Format)

Das Material steht zur freien Verfügung gemäss Swisseduc-Lizenz

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Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
  • CH-8032 Zürich
  • E-mail: beat@doebe.li
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