Software

Twittern während des Vortrags

20 September 2010 | Beat Döbeli Honegger | Software, Veranstaltung
An Tagungen und Konferenzen hat sich in letzter Zeit ein (heimlicher) Kommunikationskanal etabliert: Twitter (Biblionetz:w02116). Losgelöst vom Referenten wird da Nützliches und Ärgerliches über den laufenden Vortrag publiziert und diskutiert, seien dies weiterführende Links, Fragen zum Thema, aber auch hämische Kommentare zur Präsentation.

Während sich die Zuhörer über Twitter fröhlich austauschen können, ist der Referent davon ausgeschlossen, denn er muss sich ja auf seinen Vortrag konzentrieren und kann nicht gleichzeitig den Rückkanal verfolgen oder gar bedienen.

Hmm, liesse sich dieser Rückkanal nicht trotzdem auch als Referent nutzen? Ich könnte während meines Vortrags URLs gleich twittern, statt sie zum mühsamen Abschreiben auf die Folien schreiben.

Ein solches Werkzeug gibt es, und ich habe es heute während meines GMW-Vortrags zu Literaturverwaltung 2.0 erfolgreich ausprobiert.

Mit dem PowerPoint-Plugin AutoTweet lassen sich in den Vortragsnotizen pro Folien Tweets definieren, die dann bei der Anzeige der entsprechenden Folie automatisch publiziert werden.

twittern-im-vortrag-01.png

Mein Experiment hat dazu geführt, dass gewisse Zuhörer heute intensiv versucht haben herauszufinden, wann ich denn heimlich zur Tastatur greife und twittere... wink

Auf der gleichen Webseite sind auch andere Twitter-Tools für PowerPoint zu finden, mit dem sich Twitter-Umfragen oder eine Twitterwall in den Vortrag einbauen lassen.

twittern-im-vortrag-02.png

Ein Blick auf diese Tools dürfte sich lohnen!

twittern-im-vortrag-03.jpg

Kommentare:

Danke übrigens für den "use case" zu Auto-Tweet. Als ich die PPT-Twitter-Tools angeschaut hatte, war mir nicht ganz klar, wozu das Auto-Tweet gut sein sollte; das "ich rede gerade über … Selbstmarketing" finde ich nicht so sympathisch. Aber empfohlene Links ("Literaturhinweise", "Quellen") twittern, das ist eine gute Idee. Gruss, A. Back, HSG

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Omm-Writer

09 January 2010 | Beat Döbeli Honegger | Software
Beim Schreiben von Texten ist Konzentration und Fokussierung gefragt. Das ist heute auf dem vernetzten Computer mit Mail, RSS und Twitter gar nicht mehr so einfach, von Störungen aus der realen Welt gar nicht zu reden.

Omm-Writer versucht hier, eine Atmosphäre von Ruhe und Konzentriertheit auf den Bildschirm zu zaubern, indem alles Unwesentliche verschwindet, ein ruhiges Ambiente und sphärische Klänge den notwendigen Raum für konzentriertes Schreiben bieten:

Leider gibts dieses Wunderding bisher nur für Mac OS X. Doch diese Woche war in Goldau kein Omm-Writer notwendig. Zwischensemester und eine feine Schneedecke, die alle Geräusche und Ablenkungen zudeckt:

ommwirter.jpg

Aber nur, wenn du den Laptop auch einschneien lässt! smile

Danke für den Tipp, lieber Beat! Es ist wirklich beeindruckend, wie wenig UI man eigentlich braucht!

-- Main.TorstenOtto - 08 Jan 2010 Wenn irgendwann auch der Ton lieber schweigen soll und das Bild eher ablenkt: Mit WriteRoom geht es noch spartanischer:

http://www.hogbaysoftware.com/products/writeroom

-- Main.FelixSchaumburg - 09 Jan 2010

Thunderbird 3: Mailpowersuche

10 December 2009 | Beat Döbeli Honegger | Geek, Software
Seit kurzem ist die Version 3 des Open Source Mailclients Thunderbird zum Download verfügbar. Sie bringt unter anderem eine Volltextindexierung und darauf aufbauend eine ausgeklügelte Suchfunktion inkl. Zeitleistendarstellung:

thunderbird3.jpg

Als geekiger Mail-Power-User finde ich das cool. Da mein Arbeitgeber aber einen MS Exchange-Server betreibt, den ich nutzen sollte, werde ich wohl nicht gemnächst auf Thunderbird umstellen, auch wenn Exchange-Support vorhanden zu sein scheint. Ich bin jedoch gespannt, was mein Umfeld nach ersten Praxiserfahrungen berichtet.

Die neuen Indexier-, Such- und Statistikfunktionen von Thunderbird 3 haben mich an das Outlook-Plugin Xobni erinnert, über das ich im Mai 2008 bereits hier berichtet habe. Unterdessen ist Xobni der Betaphase entwachsen - und will Geld verdienen. Unnetterweise wurde zu diesem Zweck die Funktionalität der kostenlosen Basisversion abgespeckt, damit man - um z.B. mehrere Datendateien indexieren zu können - die Plusversion kaufe. (Wer Xobni diese Freude nicht machen will, sucht sich mit Vorteil im Internet die Version 1.7.3, denn ab Version 1.8 findet die Unterscheidung in Free- und Plus-Version statt. ;-))


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KinderWebFilterProgrammVerkauftSurfgewohnheiten

11 September 2009 | Beat Döbeli Honegger | Medienbericht, Software

Kinder-Webfilterprogramme verkaufen Surfgewohnheiten der Kinder an Firmen

Ich war noch nie ein Freund von Webfilterprogrammen (Biblionetz:w00872) zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, doch diese Enthüllung gibt mir ein weiteres Argument in die Hand: So berichtet Yahoo! Tech, dass die Kinderschutz-Webfilterprogramme Sentry und FamilySafe die Surfgewohnheiten der überwachten Kinder sammeln und dem Softwarehersteller zurückmelden. Dieser verkauft diese statistisch aggregierten Daten dann interessierten Unternehmen, die damit herausfinden können, wo sich gewisse Altersgruppen im WWW aufhalten und wonach sie suchen.

Der Softwarehersteller redet sich damit heraus, dass er ja keine persönlichen, sondern nur statistische Daten weitergeben würde. Hersteller ähnlicher Software wie z.B. CyberPatrol (Biblionetz:w00873) distanzieren sich vehement von diesem Geschäftsmodell.

via Stephen Downes IsaMedienpaedagogik, ,

Diagrammr: Diagramme aus Sätzen...

01 September 2009 | Beat Döbeli Honegger | Software, Visualisierung
Ein interessanter Dienst: diagrammr.com erstellt aus einfachen englischsprachigen Sätzen automatisch Diagramme. nicht perfekt, aber es zeigt, wohin die Reise geht:

diagrammr.jpg

Muss ich im Auge behalten... ,

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