Medienbildung

Lektion

13 April 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung, PH Solothurn
Seit kurzem ist das Material meiner Prüfungslektion in Informatikdidaktik aus dem Jahr 2004 beim Schweizerischen Unterrichtsmaterialserver SwissEduc aufgeschaltet:

bildformate.jpg

In dieser Doppellektion habe ich versucht, die für zukünftige Lehrpersonen wesentlichen Eigenschaften von digitalen Bildern erfahrbar zu machen:
  • Vektorbilder versus Rasterbilder
  • Bildauflösung von Rastergrafiken
  • Farbtiefe von Rastergrafien
  • Das Konzept von Farbpaletten
  • Transparenz in digitalen Bildern
  • Animierte Bildfolgen (im GIF-Format)

Das Material steht zur freien Verfügung gemäss Swisseduc-Lizenz

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Shift happens

23 March 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung

Dank Informatik

09 March 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung
Dank Informatik lautete das Motto des Informatikjahrs, das 2006 in Deutschland stattgefunden hat. Ein ganzes Jahr wurde informiert und illustriert, welche Bedeutung Informations- und Kommunikationstechnologie für die heutige Gesellschaft hat und wo sich überall ICT versteckt.

Unter anderem wurden auch zahlreiche Publikationen für die Schule erarbeitet, so auch die folgende:

b03084.jpg
dank Informatik, Ideen für den Unterricht, Biblionetz:b03084, PDF-Dokument (2 MByte)

Beim Lesen habe ich auf Seite 12 gestutzt:

dankinformatik1.jpg

Diese Thesen kommen mir doch irgendwie bekannt vor... Klar, das sind alles Aussagen aus dem Biblionetz zum Thema Informatik, ICT und Schule (Biblionetz:g00002). Ich will mich nicht beklagen, der Quellenverweis ist vorhanden:

(Diese Aussagen sowie viele weitere interessante Zitate, Personen, Bücher etc. finden Sie unter Beats Biblionetz, http://beat.doebe.li/bibliothek/)

und meine Absicht, zur Diskussion dieser Fragen beizutragen ist erfüllt. Ich verwende das Biblionetz auch in eigenen Veranstaltungen als Ausgangslage für entsprechende Diskussionen.

Auf der folgenden Seite haben es sich die Herausgeber aber etwas gar einfach gemacht. Unter diesem Bild

dankinformatik2.jpg

steht als Arbeitsauftrag:

Sehen Sie sich das Begriffsnetz zum Thema Computer an und klären Sie ggf. unbekannte Begriffe.
  • Treffen Sie Aussagen zu den einzelnen Verzweigungen/Wechselwirkungen.
  • Erstellen Sie eigene Begriffsnetze z. B. zu „Technik“, „Kommunikation“, „Technologisierung des Alltags“ oder auch zu Aspekten der vorliegenden Mindmap. Gibt es im Zusammenhang mit „Informatik“ evtl. noch ganz andere Begriffe, die Ihnen wichtig erscheinen?
  • Diskutieren Sie mögliche Konsequenzen, die sich aus den verschiedenen Einflussfaktoren ergeben.
Die Darstellung stammt ebenfalls 1:1 aus dem Biblionetz und ist eine aus statistischen Daten automatisch generierte Visualisierung von Begriffen, die in den im Biblionetz erfassten Texten besonders häufig gemeinsam vorkommen bzw. - noch schlimmer - von Begriffen, die mir als wichtig für diese Texte erachtet wurden. (Die automatische Generierung aus Statistikdaten ist auch der Grund, dass die Darstellung unter Biblionetz:w00032 heute bereits leicht anders aussieht.)

Diese Darstellung zeigt weder Wechselwirkungen noch Einflussfaktoren und es handelt sich auch nicht um eine Mindmap! So stehen beispielsweise die beiden Begriffe Lernkonferenz und Werkstattseminar eher quer in der Landschaft und sind nur in dieser Darstellung, weil sie im Biblionetz selten, aber immer im Zusammenhang mit dem Begriff Simulation zusammen vorkommen.

Hier wäre etwas mehr Redaktionsarbeit nötig gewesen...

Jakob Nielsen über Life Long Computer Skills

27 February 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung
Der Usability-Experte Jakob Nielsen (Biblionetz:p00360) macht sich in seiner heutigen Altertbox angesichts eines produktelastigen Schulbuchs Gedanken zu langlebigen computer skills , die in der Schule vermittelt werden sollten.

ICT-Konzeptwissen statt ICT-Produktwissen (Biblionetz:w00859 statt Biblionetz:w00858) ist in Fachkreisen eine altbekannte Forderung. Aber vielleicht hilft es, wenn das wieder mal jemand ausserhalb des Schul-ICT-Kuchens sagt.

Was sagt er denn genau?

  • search strategies jenseits von Google-Tricks,
  • information credibility, da Kinder und Jugendliche lernen müssen wem sie was glauben dürfen,
  • Strategien im Umgang mit information overload, da wir mit immer mehr an Information konfrontiert sein werden,
  • writing for online readers, da immer mehr online publiziert werden wird und online anders gelesen wird als offline und Online-Texte häufig Hypertexte sind,
  • computerizes presentation skills, damit die Leute bei Powerpoint-Präsentationen nicht gleich einschlafen,
  • workspace ergonomics, da wir lernen müssen, uns beim stundenlangen vor dem Computer sitzen keine Gesundheitsschäden zu holen,
  • debugging, damit User zukünftig Fehler zumindest erkennen und eingrenzen können, und schliesslich
  • user testing and other basic usability guidelines, denn auch wenn Kinder nicht zu Usability-Experten gemacht werden sollten, gehört gemäss Nielsen ein Grundwissen über fundamentale Prinzipien von interaction design ebenso zur Allgemeinbildung, wie einen Frosch seziert zu haben.

Weiterverwendbarkeit erhöhen

11 February 2007 | Beat Döbeli Honegger | Medienbildung
Das Folgende ist entweder banal oder fundamental.

Beim Arbeiten heute habe ich mir ein Prinzip bewusst gemacht, das ich sowohl bei meiner eigenen Arbeit als auch bei meinen Beratungen oft implizit nutze, aber meines Wissens bisher nicht explizit beschrieben habe: Die Weiterverwendbarkeit von Arbeitsergebnissen erhöhen.

Arbeitsergebnisse können nicht nur das Endprodukt einer Arbeit, sondern auch das Ausgangsmaterial einer anderen Arbeit (derselben oder anderer Personen ) sein. Ich sehe derzeit drei Stufen der Weiterverwendbarkeit:

  1. Stufe 1: Digitale Verfügbarkeit. Digital verfügbares Material ist einfacher weiter zu verarbeiten als analog verfügbares. Bereits die digitale Verfügbarkeit per se erleichtert das Weiterverarbeiten. Wird aber bereits bei der Erstellung des Materials daran gedacht, dass es unter Umständen später weiter verwendet werden könnte, erhöht dies die Weiterverwendbarkeit: So hilft beispielsweise die Trennung von Inhalt, Struktur und Layout ein Arbeitsergebnis zu überarbeiten oder in anderer Form verfügbar zu machen.
  2. Stufe 2: Digitale Veröffentlichung. Veröffentlichte Arbeitsergebnisse stehen mehr Personen als potentielles Ausgangsmaterial zur Weiterverwendung als unveröffentlichtes Material.
  3. Stufe 3: Findability. Bei der Masse an öffentlich verfügbarem Material genügt Veröffentlichung alleine nicht mehr, um gefunden zu werden. Das Material muss auch auffindbar sein. (Biblionetz:w01874)

Das Kennen dieses Prinzips und das Berücksichtigen entsprechender Massnahmen gehört zur Medienkompetenz (Biblionetz:w00542) in der Informationsgesellschaft.

(Das Veröffentlichen dieser Überlegung gehört zur Stufe 2, das Verlinken mit entsprechenden Biblionetz-Einträgen zur Stufe 3.)

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
  • CH-8032 Zürich
  • E-mail: beat@doebe.li
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