Visualisierung, Aug 2007

TouchGraph

26 August 2007 | Beat Döbeli Honegger | Visualisierung
Die Entwickler von TouchGraph, dem Java-Applet, das unter anderem auch auf meinen TWiki-Servern werkelt(e), haben das Applet kommerzialisiert und mächtig weiter entwickelt. Derzeit nutzbar ist eine Version zur Visualisierung von Google-Abfragen:

touchgraph-google.jpg

Ausprobieren!

Faszinierender ist aber die zweite Anwendung, die Visualisierung von sozialen Beziehungen in Facebook:

touchgraph-facebook.jpg

Sowohl das Biblionetz als auch meine Wikis würden sich über sowas freuen...

Nachdem auf dem entsprechenden Webserver wieder genügend freier Plattenplatz verfügbar ist und somit keine Fehlermeldungen mehr angezeigt werden, kann ich auf eine weitere Visualisierung hinweisen, diesmal zu den Kräften, die in nächsten zehn Jahren den Bildungsbereich beeinflussen werden: Map of Future Forces Affecting Education

future-forces.jpg

Die interaktive Karte verortet ca. 60 Themen in einer zweidimensionalen Matrix. Die Themen sind als Hotspots, Trends und Dilemmas kategorisiert und jeweils Akteuren und Impaktbereichen zugeordnet. Zu jedem Thema sind vertiefende Informationen, weiterführende Links und eine Diskussionsgruppe verfügbar. Mit Hilfe der Flash-Version der Karte können auch einzelne Aspekte individuell per Mail versandt oder zu einer PDF-Datei zusammengestellt werden.

Leider erschwert das Flash auch etwas den Überblick: Obwohl ich einen 1900 Pixel breiten Bildschirm zur Verfügung habe, lässt sich die Karte nicht breiter als 1000 Pixel darstellen, so dass mühsames Scrollen notwendig wird.

Von der Karte existiert auch eine auf 8 Seiten verteilte PDF-Version, deren Ausdruck auf A4-Papier wegen amerikanischen Massen auch nicht ganz einfach ist.

So spannend das Ganze auf den ersten Blick aussieht, so glänzen die themenorientierten Foren bisher nicht mit allzuvielen Beiträgen.

siehe auch den Beitrag bei Mandy Schiefner

Digital Constructionism Map 0.1

22 August 2007 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz, Informatik, Visualisierung
Autsch-Update: Obwohl im Beitrag darauf hinweise, dass Konstruktivismus und Konstruktionismus nicht das Gleiche seien, habe ich den Beitrag falsch benannt. Ist nun korrigiert.

Die Map of Future Forces Affecting Education (2006 - 2016) vermag mich derzeit nicht lange zu fesseln, weil ich an einer anderen Darstellung herumhirne. Meine Beschäftigung der letzten Wochen mit dem Thema Konstruktionismus (Biblionetz:w00561) (nicht zu verwechseln mit dem Konstruktivismus ) verlangt nach neuen Strukturen, sowohl in meinen Gedanken als auch im Biblionetz (oder ist das dasselbe?): Des Kästchendenkers Kästchen bedürfen einer Akkomodation (Biblionetz:w00119).

digital-constructionism-map-01.jpg

Hinter der Darstellung stand ursprünglich die Absicht zu erklären, warum das Programmieren von Robotern in der Schule sinnvoll sei. Nun ist Roboter programmieren eine sehr spezifische Tätigkeit, die verschiedene Aspekte enthält:

  • Roboter programmieren ist eine Art von Programmieren
  • Roboter programmieren ist eine Teilaufgabe beim Roboter bauen

Somit stellt sich die Frage, warum es sinnvoll ist, in der Schule zu programmieren und warum es sinnvoll ist, Roboter zu bauen. Tja,

  • Roboter bauen ist eine Art, etwas zu Gestalten
  • Roboter bauen hat etwas mit Robotern zu tun
  • Programmieren ist eine Art, etwas zu Gestalten

So ergibt sich eine Zwiebelschale nach der anderen.

Ein Problem bis hier war der Begriff Gestalten. Eine der Aussagen, auf die es den Konstruktionisten ankommt, ist: "Programmieren ist eine Art, etwas zu gestalten." Hmm, wenn also die übergeordnete Tätigkeit Gestalten heisst, wie heisst dann die Tätigkeit beim Gestalten von virtuellen Artefakten, die nicht Programmieren ist (z.B. Farb- und Formgebung)? Der derzeit gewählte Begriff "Gestaltung des Erscheinungsbilds" gefällt mir nur bedingt...

In einem nächsten Schritt müssen nun die Begründungen kommen, was das alles mit Lernen zu tun hat:

  • Roboter können abstrakte Prozesse konkret werden lassen
  • Roboter können virtuelle Prozesse real werden lassen
  • Programmieren fördert abstraktes Denken
  • Programmieren fördert Problemlösekompetenz
  • Gestalten motiviert Lernende, weil sie emotional angesprochen sind (Konstruktionismus...)
  • usw.

Ist diese Darstellung dann nach einigen Diskussionen stabil geworden, kann ich darauf aufbauend das Biblionetz erweitern (Akkomodation) und danach die zahlreichen, vor mir liegenden Paper endlich ins Biblionetz aufnehmen (Assimilieren).

So funktioniert der Kästchendenker.

(Randbemerkung gegen den Technologie-Determinismus-Vorwurf: Selbstverständlich sind das keine garantierten Kausalbeziehungen, sondern Möglichkeitkeitsfelder. X kann unter geeigneten Umständen Y fördern. Aus Gründen der Einfachheit verwende ich aber plakative Formulierungen.)

Hmm, nach einigem Nachdenken habe ich nun die vier Rollen vom passiven Konsumieren bis zum aktiven Produzieren (siehe ScratchR) in die Darstellung integriert:

digital-constructionism-map-02.jpg

Oben schreibst du "Hmm, wenn also die übergeordnete Tätigkeit Gestalten heisst, wie heisst dann die Tätigkeit beim Gestalten von virtuellen Artefakten, die nicht Programmieren ist (z.B. Farb- und Formgebung)? Der derzeit gewählte Begriff "Gestaltung des Erscheinungsbilds" gefällt mir nur bedingt.."

Wie wäre es denn mit der Bezeichnung "Emotionales Gestalten" in Anlehnung an den Begriff "Emotionaler Konstruktivismus" nach Rolf Arnold. Warum sollte es keinen "Emotionalen Konstruktionismus" geben? Denn immer dann, wenn gestalterische Elemente hinzukommen, werden die Lernenden zusätzlich motiviert.

-- Main.PaulJWege - 18 Nov 2020

Elements of Collaboration

08 August 2007 | Beat Döbeli Honegger | Visualisierung
Und noch eine Kartographierung der digitalen Welt, diesmal wieder mal als Periodensystem (siehe auch APeriodicTableOfVisualizationMethods): Lars Trielof hat ein Periodensystem mit 74 Elementen der Zusammenarbeit erstellt:

elements-of-collaboration.jpg

Die "collaboration pattern" genannten Elemente sind in die vier Gruppen People, Productivity Software, Collaborative Software und Methods eingeteilt, nach Beliebtheit sortiert und mit Detailinfos auf einer Detailseite versehen.

via Green Chameleon

Web-Entwicklungen visualisieren

05 August 2007 | Beat Döbeli Honegger | Visualisierung
Das Web ist gross und das Web wächst. Es braucht Karten, um sich im Web zurecht zu finden. Hier zwei aktuelle Exemplare:

Web Trend Map 2007 Version 2.0 (information Architects Japan)

Die japanische Designagentur information Architects hat zum zweiten Mal eine Karte der 200 wichtigsten Websites herausgegeben:

iweb-trends-2007v2.gif

Die Darstellung baut auf der Karte der Tokioter Metro PDF-Dokument auf, wurde dann aber stark angepasst. Die einzelnen Linien entsprechen verschiednen Kategorien von Websites:

iA_trendmap_categories.gif

Bei jeder Website ist auch die Versionsnummer angegeben, ob es sich um eine Website aus dem Web 1.0 oder bereits um eine Web 2.0-Website handelt. Es gibt aber auch Ausnahmen, Web 0.5 und Web 2.5, unter anderem mit einem Seitenhieb auf den Usability-Guru Jakob Nielsen (Biblionetz:p00360):

His is not a mistake. Web 2.5 is what facebook is up to… Web 0.5 is what Jakob Nielsen is still doing.

Neben einer klickbaren Online-Version ist die Karte auch als GIF in verschiedenen Auflösungen sowie als druckbares PDF verfügbar.

u.a. via Matthias Dreier

Web 2.0 in a Chart (Sunlight Foundation)

Im Auftrag der Fondacion Orange hat Internality eine Graphik mit den Eigenschaften und Websites von Web 2.0 unter creative commons-Lizenz veröffentlicht:

mapa-web-20-miniatura.png

Die Sunlight Foundation hat daraus eine 8MByte grosse, englische PDF-Version gemacht, die natürlich ebenfalls kostenlos verfügbar ist:

web20_in_a_chart.png

u.a. via Helge Städtler

Update:   Main.MarcPilloud hat mich darauf hingewiesen, dass ich mit Map of Online Communities bereits früher eine ähnliche Visualisierung vorgestellt hatte. Stimmt, zu Beginn des Postings daran gedacht, am Schluss vergessen. ;-)

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
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  • E-mail: beat@doebe.li
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