Treffen sich im Zug zwei Brabbler. Standardfrage: Bei welchem Level bist Du? Bei kramen ihr iDevice hervor und schauen nach:
Level 44! Bei 65 Leveln erstaunlich, dass man sich beim Level 44 trifft...
In diesem Level wimmelt es von x, y, ä und ü's, so dass man sich wünscht, es gäbe einen Xylofax!
Doch noch am gleichen Abend - die beiden Brabbler können's nicht lassen - schicken sie sich gegenseitig die Lösung zu:
Der doppelte Desktop (Tablet-orientierter Start-Bildschirm und der traditionelle Desktop) erhöhen den Cognitive Load des Users: Er muss zwei User-Interfaces lernen/kennen und er muss immer im Gedächtnis haben, welche Programme er jetzt in welcher Umgebung offen hat.
Die Reduktion auf ein einziges Fenster führt zu einer Gedächtnisüberlastung für komplexe Aufgaben: Wenn im Kachelmodus nur ein Fenster sichtbar ist, dann muss der User die anderen Fenster im Hintergrund im Gedächtnis behalten. Dies belastet sein Gedächtnis unnötigerweise, so dass er weniger Ressourcen für die eigentliche Aufgabe hat.
Diese Argumente passen bestens zu meinen früheren Überlegungen zu notwendigen Bildschirmgrösse im Posting Die Masterarbeit mit dem Smartphone schreiben.
Auch die restlichen Überlegungen zu den GUI-Elementen von Windows 8 sind lesenswert. Nielsen schliesst damit, dass es eine schlechte Idee sei, das gleiche User Interface für ganz verschiedene Gerätetypen nutzen zu wollen:
The underlying problem is the idea of recycling a single software UI for two very different classes of hardware devices. It would have been much better to have two different designs: one for mobile and tablets, and one for the PC.
I understand why Microsoft likes the marketing message of "One Windows, Everywhere." But this strategy is wrong for users.
Und um somit diese (bereits mehrfach gehörte) Frage auch gleich zu beantworten: Nein , ich plane trotz Tablet-PC derzeit nicht auf Windows 8 umzusteigen.
Normalerweise bin ich ja kein Fan von App-Empfehlungen, hier mache ich aber wieder mal eine Ausnahme: Gestern Abend hat mich der (Schweizer) Entwickler der Sprachspiel-App BRABBEL netterweise nicht nur auf die App aufmerksam gemacht, sondern (Vorsicht: Bestechung) mir auch einen Promocode geschickt (er hat mich allerdings in keiner Art und Weise gebeten, drüber zu bloggen).
Hier die Originalbeschreibung:
Brabbel ist ein kreatives Wortspiel für iOS-Geräte (iPhones, iPod Touches, iPads) das von Educlix GmbH entwickelt wurde und im App Store angeboten wird. Es geht darum, aus vorgegebenen Buchstaben durch geschicktes Kombinieren korrekte deutsche Wörter zu bilden. Dabei können alle möglichen Wörter und Wortformen verwendet werden (ausser Abkürzungen und Namen). Brabbel kennt (fast) alle deutschen Wörter, die acht oder weniger Buchstaben aufweisen. Das Spiel umfasst in der Vollversion 75 Levels, in der kostenlosen Lite-Fassung 5 Levels. Brabbel regt durch den spielerischen Umgang mit Sprache das eigene Denken an.
Und ein eher nüchternes Youtube-Video:
Gestern Abend bin ich bis zum Level 10 vorgestossen. Weitere 55 warten auf mich