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Microsoft-gesponserte Studie empfiehlt Microsoft statt Open Source für Schulen

15 Jun 2007 - 15:23 | Version 2 |
Eine von der Firma Microsoft gesponserte Studie kommt zum Schluss, dass sich Microsoft-Software besser für europäische Schulen eignet als Open Source Software.

Die von der Firma WIPRO Product Strategy & Architecture Practice durchgeführte Studie ICT in European Schools - A Value and Cost Analysis of Microsoft and Open Source Technology Solutions (Biblionetz:t07685) beruht auf 73 Interviews in sechs europäischen Ländern und untersuchte vier Bereiche:

  • Lernen der Schülerinnen und Schüler
  • Produktivität und Effektivität der Lehrpersonen
  • Produktivität und Effektivität der Systemadministratoren
  • Betriebskosten

Lehrende und Lernende sind gemäss dieser Studie zufriedener und produktiver mit Microsoft-Software als mit Open Source Software. Bei den Systemadministratioren ist der Unterschied zwischen Microsoft und OSS geringer.

Bei der Zufriedenheit der Lehrenden und Lernenden mit Microsoft-Produkten liegt der Verdacht nahe, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und das schätzt, was er bereits kennt. So wird die private Microsoft-Nutzung im Elternhaus von Schulen auch als Begründung für die Wahl von Microsoft in der Schule angegeben.

Die diesbezüglichen Ergebnisse der Studie sind nicht weiter überraschend, sie entsprechen den Erfahrungen, die wir auch in den Beratungsgesprächen machen. ICT-Verantwortliche, die Open Source Software einsetzen wollen (z.B. Open Office statt MS Office) sind oft mit massivem Widerstand seitens der Lehrerschaft und teilweise der Eltern konfrontiert.

Unabhängig davon, ob diese Vorliebe für Microsoft-Produkte auf Software-Eigenschaften oder User-Eigenschaften beruht, kann sie bei der Planung und Umsetzung von schulischen ICT-Projekten nicht ohne weiteres übergangen werden, denn die Akzeptanz der Lehrenden ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg eines schulischen ICT-Projekts.

Beim Vergleich der Betriebskosten verursachen laut der Studie Computer mit Microsoft-Software weniger Supportaufwand und fallen seltener aus als Computer mit Open Source Software. Zudem seien Probleme bei Microsoft-Produkten im Schnitt schneller gelöst, da für Microsoft-Produkte mehr Hilfestellungen im Internet verfügbar seien.

Via Visvanath Ratnaweera in der Mailingliste wilhelmtux-discussion


 
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Kategorien: IsaBlog, IsaSchoolICT