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Designprinzipien für kreativitätsfördernde Werkzeuge

03 Jan 2008 - 10:55 | Version 1 |

Durch den Artikel Creativity support tools (Biblionetz:t08202) von Ben Shneiderman in der Dezember 07-Ausgabe der Communications of the ACM bin ich auf die Unterlagen eines 2005 in den USA durchgeführten Workshops zum Thema Kreativitätsunterstütztende Werkzeuge mit hochkarätigen Teilnehmern gestossen (Biblionetz:b03311). Neben Ben Shneiderman waren auch führende Entwickler von Lego Mindstorms (Biblionetz:w00503) wie z.B. Mitchel Resnick (Biblionetz:p00310) und der virtuellen 3D-Programmierung Alice mit von der Partie.

Zentrales Ergebnis des Workshops sind zwölf Prinzipien zur Gestaltung von kreativitätsfördernden Werkzeugen:

  1. (Biblionetz:a00912) Support exploration.
  2. (Biblionetz:a00913) Low threshold, high ceiling, and wide walls.
  3. (Biblionetz:a00914) Support many paths and many styles.
  4. (Biblionetz:a00915) Support collaboration.
  5. (Biblionetz:a00916) Support open interchange.
  6. (Biblionetz:a00917) Make it as simple as possible—and maybe even simpler.
  7. (Biblionetz:a00918) Choose black boxes carefully.
  8. (Biblionetz:a00919) Invent things that you would want to use yourself.
  9. (Biblionetz:a00920) Balance user suggestions with observation and participatory processes.
  10. (Biblionetz:a00921) Iterate, iterate—then iterate again.
  11. (Biblionetz:a00922) Design for designers.
  12. (Biblionetz:a00923) Evaluate your tools.

Es ist sicher kein Zufall, dass verschiedene dieser Prinzipien auch für Lernen in der Informationsgesellschaft propagiert werden und darum nicht absolut unerwartet klingen werden.

Mich faszinieren diese Design-Prinzipien, denn sie richten sich zentral auf mein berufliches Hautpinteresse:

Lernenden und Knowledge-Workern lern- und arbeitsfördernde digitale Werkzeuge zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen.

Die 12 Prinzipien fassen in prägnante Worte, was ich implizit und schwammiger seit mehreren Jahren als innere Leitlinien zu befolgen suche.

Insbesondere das Prinzip 2: Low threshold, high ceilings, wide walls hat es mir angetan. Die Metapher soll ausdrücken, dass kreativitätsfördernde Werkzeuge eine geringe Einstiegshürde / Lernaufwand besitzen (low threshold), diese Einfachheit aber nicht die Möglichkeiten des Werkzeugs beschränken sollten (high ceilings) und das Werkzeug auch verschiedene Herangehensweisen unterstützen sollte (wide walls).

Von diesen Prinzipien wird vermutlich dieses Jahr noch mehr hier zu lesen sein.


 
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