OLPC, Apr 2009

Intel Classmate Tablet

24 April 2009 | Beat Döbeli Honegger | OLPC, Tablet-PC
An der Tagung Das Ende der Kreidezeit? heute vor einer Woche konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Netbooks ausleihen, um auch praktische Erfahrungen mit dem Tagungsthema machen zu können. Unter anderem war auch der Intel Classmate, der Nachahmer des OLPC-XO verfügbar.

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Der Classmate 2

Das hat mich mässig interessiert, einerseits weil die Eigenschaften des Classmate hinter denen des XO zurückstehen, andererseits weil Intel im OLPC eine eher unrühmliche Rolle gespielt haben soll (siehe z.B. bei cnet.com).

Hellhörig wurde ich allerdings als ich erfuhr, dass auch die kommende Tablet-PC-Version des Classmate zu besichtigen sei. Damit überholt Intel OLPC in mindestens einer Eigenschaft: Tablet-Funktionalität (Biblionetz:w01414). Mit US-amerikanischer Tastatur ist das Tablet-Modell bereits lieferbar, mit deutscher (nicht: deutsch-schweizer...) Tastatur wird es in den kommenden Monaten ebenfalls erhältlich sein, wahlweise mit Windows XP Tablet Edition oder mit Linux:

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Der Classmate 3 Tablet, links mit Linux, rechts mit Windows XP Tablet-PC-Edition

Mit Tablet-Funktionalität, eingebauter Webcam und sechs Stunden Laufzeit mit der grösseren Batterie bei 1.3 kg klingt das ja schon sehr verlockend. Ethernet- und VGA-Anschluss zeigen, dass sich das Gerät auch an Nicht-Entwicklungsländer richtet, wo entsprechende Infrastruktur verfügbar ist.

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Grössenvergleich mit meinem TC1100

Apropos verfügbar: Verfügbarkeit ist ein schlagendes Argument für Pilotprojekte in Europa: Während es bei OLPC seit längerem sehr schwer zu sein scheint, weniger als mindestens 1000 Geräte bestellen zu können, ist der Classmate in Deutschland nach Auskunft von Intel auch einzeln lieferbar.

Damit wird auch die Prognose verständlich, dass die Verkaufszahlen des Classmate im Jahr 2009 diejenigen des OLPC XO übertreffen werden.

Für Hardcore-OLPC-Anhänger mag dies bitter sein, doch Verfügbarkeit ist eben auch eine Realität in diesem Spiel...

Ein anderer Gedanke: Schaffen damit Tablet-PCs doch noch den Durchbruch im Bildungswesen? (Biblionetz:w02061)

Weiterführende Links:

OLPC in Uruguay

24 April 2009 | Beat Döbeli Honegger | OLPC

im heutigen Tages-Anzeiger (24.04.2009) ist ein lesenswerter Bericht zur OLPC-Initiative in Uruguay (Biblionetz:t09437) von Hans Moser:

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Gemäss Bericht wird Uruguay mit 260'000 XOs bald das erste Land der Welt sein, in dem alle Primarschulkinder einen eigenen Laptop besitzen werden.

Meines Erachtens ein Beleg dafür, dass OLPC (Biblionetz:w02041) in der Welt durchaus etwas bewegt hat, auch wenn böse Zungen in letzter Zeit das Gegenteil behaupten.

Christoph Derndorfer zu OLPC

05 April 2009 | Beat Döbeli Honegger | OLPC
Einen gut verständlichen und auch kritischen Überblick über das OLPC-Projekt von Christoph Derndorfer (OLPC Austria) ist in Form einer Vortragsaufzeichnung (45 Min.) bei der TU Graz abrufbar.

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Wer OLPC kennt und sich vor allem für die kritischen Aspekte interessiert, klinkt sich irgendwo in der letzten Viertelstunde ein (Die Sprungmarken heissen zwar Slides, korrelieren zumindest bei mir nicht mit den tatsächlichen Folien).

OLPC Switzerland im Radio

03 April 2009 | Beat Döbeli Honegger | Medienbericht, OLPC
Bereits ist es mehr als eine Woche her, seit Michele Notari (Biblionetz:p01511), Urs Lerch und ich von Matthias Schüssler zum Thema OLPC (Biblionetz:w02041) interviewt worden sind.

Zu finden ist das Interview beim Digitalk vom Tages Anzeiger und Radio Stadtfilter Winterthur.

Auch das Anhören dieses 30 minütigen Podcast-Beitrags (Biblionetz:t09414) hat mich nicht zu einem Podcast-Fan gemacht. Ich kann weder rasch einen Überblick gewinnen, gezielt springen, noch gelb anstreichen, reinschreiben oder einfach Zitate rauskopieren.

Wer sich trotzdem selbst ein Bild machen will (Vorsicht: Schweizerdeutsch wink ):

Hoi Beat

Mit anstreichen, reinschreiben oder Zitate rauskopieren hast du sicher recht. Es passiert mir immer wieder, dass ich irgendwo was gehört habe und dann, wenn ich wieder mal nen Rechner mit Internetverbindung vor mir habe, nicht mehr weiss, was ich mir anschauen wollte. Auch das gezielte Springen ist nur beschränkt möglich. Im AAC-Format kann man den Podcast in Kapitel unterteilen, was die Navigation (sofern der Produzent eine sinnvolle Kapitelstruktur macht) vereinfachen kann. Bei "guten" Produzenten gibt es "Shownotes", welche zumindest in einem der populäreren Podcastverwaltungsprogrammen angezeigt werden können. Und doch schätze ich Podcasts sehr, da es immer so schwierig ist, auf dem Fahrrad was anzustreichen, 1. ist immer eine Hand mit dem Leuchtstift besetzt, 2. blättert mir der Wind ständig das Buch durcheinander und den Zeilenscanner zum Kopieren von Zitaten verliere ich jeweils beim Einspuren, da die eine Hand (die mit dem Leuchtstift) ja meine Richtung anzeigen und die andere (eben die mit dem Zeilenscanner) Lenken soll. wink

-- Main.MarcWidmer - 03 Apr 2009

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