Gadget, Aug 2012

Die Wolke in der Hosentasche

29 August 2012 | Beat Döbeli Honegger | Gadget

Vor einigen Monaten habe ich unter dem Titel BringYourOwnAccessPoint über den kleinen, leichten und kostengünstigen (derzeit CHF 25.-) Access-Point von XYZ berichtet. Aufgrund dieses Postings wurden meiner Einschätzung nach mindestens 25 solcher Dinger verkauft und machen nun IT-Administratoren an Schulen und Hochschulen nervös.

Nun hat D-Link einen ähnlichen Access Point unter der Bezeichnung D-LINK Wireless-Repeater DIR-505 im Programm.

hosentaschencloud-02.jpg

Zwei Dinge unterscheiden ihn vom TP-Link TL-WR702N:

  • Er hat einen USB-Anschluss. Daran angeschlossene Speichermedien können über das WLAN genutzt werden (sozusagen die mobile Cloud)
  • Er hat kein Netzteil, er ist ein Netzteil, das auch zum Laden beliebiger USB-Geräte genutzt werden kann (bis max 750 mA).

WLAN-mässig beherrscht er vier Modi:

hosentaschencloud-01.jpg

Besonders interessant scheint mir, dass er auch als Repeater genutzt werden kann und sich gegenüber dem anderen WLAN selbständig anmelden können soll. Das wäre extrem praktisch an Orten, wo man (kostenlos oder kostenpflichtig) einen Zugangscode für genau 1 Gerät erhält (z.B. in Hotels.) Hier wäre es natürlich cool, wenn sich dieser Access-Point im WLAN anmelden und danach Internet allen meinen Geräten zur Verfügung stellen würde.

Tja, das Ding kostet derzeit ca. CHF 60.- und ist bestellt, Testbericht folgt, andere Testberichte gibt's bereits, Datenblatt PDF-Dokument auch.

Bring your own Access Point

29 August 2012 | Beat Döbeli Honegger | Gadget, Schul-ICT
Sorry, bereits wieder ein Hardware-Posting. Es ist nichts neues mehr, dass man aus jedem vernünftigen Smartphone einen Access Point machen kann. Somit sind mobile Access Points nichts wirklich aufregendes mehr. Da ich mich aber immer wieder aufrege, dass es an Orten wo ich mich aufhalte zwar vernünftiges Kabel-Internet, aber kein - oder mindestens kein vernünftiges - WLAN hat, habe ich mir nun einen kleinen mobilen Access Point zugelegt, den ich ab sofort immer im Rucksack haben werde und bei Bedarf zücken und einstecken kann.

tl-wr702n.jpg

Das TL-WR702N genannte Teil ist 5.7 x 5.7 cm gross und 1.8 cm hoch, wird per USB mit Strom versorgt (entsprechendes Netzteil wird mitgeliefert), funkt mit 802.11b/g/n, kann als Router, Access Point, Bridge oder Client betrieben und per Webinterface konfiguriert werden und kostet CHF 34.-

Bei dem Preis läuft das schon fast unter Verbrauchsmaterial smile

Als nächstes steht der Test an, ob das Teil auch 20 Studierende aushält, die gleichzeitig surfen wollen.

Update 16.04.12: Ich muss bereits ein neues Exemplar kaufen, da es mir ein Dozent nach der Demonstration nicht mehr zurückgeben wollte. Warum habe ich ihm auch den wahren Preis genannt … wink

Update 18.04.12: Bei Microspot kostet das Teil gar nur CHF 20.65 inkl. Versand.

Update 31.05.12: Microspot hat den Preis auf CHF 58.- erhöht! Nun ist Digitec mit 33.- wieder klar günstiger.

Update: Warum noch teure Access-Points für Schulen?

Unter anderem ausgelöst durch dieses Posting entstand die Diskussion, warum Schulen denn noch teure Access Points kaufen müssten, wenn ja bereits Geräte für CHF 34.- verfügbar seien. Hier ein paar Argumente, warum das eben doch zwei paar Schuhe sind und professionelle, fix installierte Access Points in Schulen massiv mehr kosten:

  • Noch ist unklar, wie viele Clients dieser Nano-AP managen kann. Sollte er nach 5 Clients schlapp machen, dann eignet er sich für Home-User und Kleinsitzungen, nicht aber für Schulklassen und Seminargruppen.
  • Solche Kleingeräte sind nicht managebar. Sie haben "nur" ein Webinterface. Wenn dann 70 solcher Geräte zu administrieren sind.. (Erstaunlicherweise beherrscht aber selbst das 34.- Gerät eine User-Authentication per RADIUS-Server.)
  • Solche Kleingeräte haben keine Lieferbarkeitsgarantie über einen längeren Zeitraum. Vielleicht gibt es das Modell in 3 Monaten nicht mehr. In grösseren Schulen führt das zu einem Gerätezoo. Kann mühsam werden zum administrieren.
  • Solche Geräte sprechen sich untereinander nicht ab (Roaming, Funkkanal etc.)
  • Solche Geräte passen ihre Funkleistung nicht dynamisch an. Zusammen mit dem letzten Punkt kann dies zu unnötiger Strahlenbelastung führen.

Update: Konkurrenz-Produkt

Seit neuestem gibt es weitere Produkte mit ähnlichen Eigenschaften. Siehe dazu das Posting Die Wolke in der Hosentasche

-- Main.BeatDoebeli - 29 Aug 2012

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Rory's Story Cubes

28 August 2012 | Beat Döbeli Honegger | Gadget

%STARTBLOG% Als ich dieser Tage in einer Buchhandlung war (ich muss ja nicht sagen, welches Buch ich gekauft habe...), bin ich über Rory's Story Cubes gestolpert und konnte nicht widerstehen (was exemplarisch zeigt, dass es den *Serendipity-Effekt (Biblionetz:w02337) nicht nur im Internet gibt...):

story-cubes-01.jpg

Neun Würfel in einer neckisch kleinen Schachtel. Auf jedem Würfel sechs Icons (ich liebe Icons...). Geschichten erzählen, Anregungen beim Brainstormen erhalten, Querdenken. Cool. Kaufen.

story-cubes-02.jpg

Und ja, es gibt die Idee selbstverständlich auch als App fürs iPhone zu einem Bruchteil des Preises der physischen Würfel. Aber gegen die enaktive (Biblionetz:w01892) Manipulation der physischen Würfel (schon nur das Auspacken macht Spass...) kommt die App nicht an, im Gegenteil. Die App versucht, die physischen Würfel in Klang und Bild zu präsentieren, scheitert aber meines erachtens grandios. Es wäre besser gewesen, die App hätte sich von der physischen Welt stärker gelöst, als sie minderwertig abzubilden.

story-cubes-03.jpg

Um kreativ zu sein, sollte man nicht immer vor Bildschirmen sein. Aber wenn man nur den Bildschirm bei sich hat, dann ist die App trotzdem ganz praktisch.

Darum habe ich jetzt beide Ausführungen.

Sowohl als auch.


P.S. Was das Ganze mit dem Icon Poet zu tun hat, habe ich noch nicht rausgefunden. Aber das wird Marc Widmer sicher bald hier als Kommentar anfügen wink

Lieber Beat,

Bei mir war es bei Icon Poet "serendipity". Was es damit zu tun hat? Ich denke das Konzept mit Icons und Würfeln kreativ zu sein und Geschichten zu erfinden ist wohl nicht neu - die Gebrüder Frei haben mit Icon Poet ein Gesellschaftsspiel daraus gemacht, welches nach klaren Regeln funktioniert.

-- Main.MarcWidmer - 15 Aug 2012 Sehe ich das richtig, die Gebürder Frei verwenden die gleichen Icons, oder?

-- Main.BeatDoebeli - 15 Aug 2012 Hmmm … ich kenn sie noch nicht auswendig … aber ich glaube nicht.

-- Main.MarcWidmer - 21 Aug 2012

-- Main.TillTiller - 28 Aug 2012 Hallo zusammen Die Gebrüder Frei haben die Icons selbst entwickelt und gezeichnet. Daher sind meiner Meinung nach die 192 Icons so stimmtig.

-- Main.TillTiller - 28 Aug 2012

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