In letzter Zeit häufen sich die Anfragen nach einer Art Qualitätslabel für Software und Plattformen, die für Bildungszwecke verwendet werden. Lehrpersonen, Schulleitungen und Bildungsbehörden auf verschiedenen Stufen sind verständlicherweise überfordert von der Flut an digitalen Angeboten, die versprechen, das Lernen zu verbessern. Da wäre es doch sehr hilfreich, es gäbe ein entsprechendes, einfach verständliches Qualitätslabel und eine Behörde, welche solche Produkte prüft und labelt.
Ich verstehe diesen Wunsch. Ich zweifle jedoch, ob ein solches Qualitätslabel praktisch umsetzbar wäre und es der Schulpraxis tatsächlich helfen würde.
Ich habe diesbezüglich déjà-vus auf zwei Ebenen:
- Ähnliche Wünsche habe habe ich bereits erlebt bei Lernsoftware als sie noch auf CDs verteilt worden ist und beim Aufkommen von Lernapps für Smartphones und Tablets sowie bei der Messung von Anwendungskompetenzen sowohl von Schüler:innen als auch Lehrpersonen.
- Darüber hinaus habe ich auch sonst immer wieder erlebt, dass Menschen davon ausgehen, dass wenn ein Bedürfnis genügend gross ist, es doch auch eine Lösung dafür geben muss (WuenschbarkeitImpliziertNichtMachbarkeit, Februar 2006).
Hier ein erster Entwurf meiner Vorbehalte: