Biblionetz, Nov 2009
Postings zum Biblionetz

Vernetzte !ForscherInnen

22 November 2009 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz
Ich behaupte ja schon mindestens seit fünf Jahren, ich könne mein Biblionetz-Projekt bald beenden, weil ich durch Web 2.0 und Web 3.0 Dienste als einsamer Web 1.0-Sisyphus überholt werden würde. Erstaunlicherweise zögert sich dieses Datum vorerst weiter hinaus, so dass ich weiterhin Publikationssteinchen auf den Biblionetzberg trage.

In letzter Zeit sind nun aber doch einige Programme und Dienste erschienen, die Literaturverwaltung und Co. ins Web 2.0 tragen. Eigentlich habe ich mir ja vorgenommen, diese Programme und Dienste zu testen und hier darüber zu berichten - unter anderem weil ja die Meinung vorherrscht, ich müsste mich mit solchen Programmen auskennen (tu ich aber nicht, ich betreibe ja das Biblionetz).

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Nun hat die c't in ihrer neuesten Ausgabe einen Artikel über einige Angebote für Forschende: Unter dem Titel Vernetzte Forscher (Volltext nicht online) werden folgende Programme / Dienste vorgestellt:

Insbesondere Mendeley machte mir beim ersten Kontakt vor einem halben Jahr einen spannenden Eindruck: Nutzbar sowohl als Offline-Programm für Win/Mac/Linux als auch in einer Webvariante, bietet es Literaturverwaltung mit der Möglichkeit, Datenbanken gemeinsam zu verwalten und bibliographische Einträge automatisch aus Volltexten extrahieren und die Ergebnisse mit Netzdatenbanken abgleichen zu lassen. Ein verfolgenswerter Ansatz!

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Mendeley Desktop is academic software that indexes and organizes all of your PDF documents and research papers into your own personal digital bibliography. It gathers document details from your PDFs allowing you to effortlessly search, organize and cite. It also looks up PubMed, CrossRef, DOIs and other related document details automatically. Drag and drop functionality makes populating the library quick and easy. The Web Importer allows you to quickly and easily import papers from resources such as Google Scholar, ACM, IEEE and many more at the click of a button.

Spambot-Falle nun auch Hackbot-Falle

16 November 2009 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz
Seit bald einem Jahr versuche ich meinen offenen Wikiserver mit einer Spambotfalle vor dem unerwünschten und Ressourcen benötigenden Abgrasen zu schützen (Details siehe hier).

Es ist noch schwierig, die Effizienz dieser Falle zu beurteilen: Nehme ich die blockierten IP-Adressen als Indikator, dann funktioniert die Falle bestens. Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Blockierungen zugenommen, derzeit bleibt täglich mindestens ein Bot drin hängen. Umgekehrt sehe ich natürlich nicht, wie viele Bots die Falle unerkannt umschiffen, z.B. mit gezieltem, auf mehrere IPs verteiltem Crawlen.

Neben Spambots haben in letzter Zeit auch die automatisierten, URL-basierten Hacking-Angriffe zugenommen, sowohl im Wiki als auch im Biblionetz. Dort sind diese Angriffe eher chancenlos, denn das Biblionetz besteht nur aus zehntausenden von statischen Dateien, aber weder einer Online-Datenbank noch sonstigen Skripten (tiefstes Web 0.5 sozusagen). Aber das stört die Hackbots nicht, die meine Seiten zu Tausenden abrufen und versuchen, irgendwelche Exploits in phpBB oder Wordpress oder was auch immer auszunutzen.

Um auch mit diesen Bots kurzen Prozess zu machen, habe ich nun angefangen mit RewriteRule auch entsprechende Hackingsversuche der Spambotfalle zuzuführen und damit automatisch sperren zu lassen.

Tja, und nun werden halt pro Tag auch mehrere IP-Adressen gesperrt, die versuchen, ins Biblionetz einzubrechen.

Wieder ein schönes Beispiel für soft security (Biblionetz:w01915).

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
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  • E-mail: beat@doebe.li
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