Biblionetz, Aug 2005
Postings zum Biblionetz

Nichterwaehnungen im Biblionetz

27 August 2005 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz

Gestern habe ich mir die Zeit genommen, eine Idee zu Implementieren, die mir schon lange vorgeschwebt ist: Nichterwaehnungen. Beim ersten Hören tönt dies seltsam: Eine Liste mit Begriffen, die in einem Text nicht erwähnt werden. Im Biblionetz habe ich unterdessen für die meisten Biblionetzbereiche genügend Datenmaterial, um statistische Berechnungen durchführen zu können. Mit einer Abfrage selektiere ich nun diejenigen Begriffe, die aufgrund der erwähnten Begriffe mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls erwähnt werden müssten, aber im Biblionetz zu diesem Buch oder Text nicht erfasst sind.

nichterwaehnungen.jpg

Dass ein Begriff bei einem Buch/Text nicht erfasst ist, kann zwei Gründe haben:
  1. Er wird tatsächlich nicht erwähnt
  2. Ich habe übersehen, dass er erwähnt wird
Die zweite Funktion hilft mir somit, offensichtliche Erfassungsfehler zu erkennen und zu korrigieren. Damit wird das Biblionetz nun auch auf algorithmischer Ebene zu einem selbstbestätigenden System: Die Erwartung beeinflusst die Wahrnehmung (Biblionetz:a00001), Überraschendes wird von diesem Algorithmus nicht erkannt.

Apropos Zeit genommen: Proof of Concept war in einer Zugfahrt von Solothurn nach Zürich möglich (1h), danach funktionierte die textuelle Darstellung. Die Einbindung der nichterwähnten Begriffe als graue Objekte ins Begriffsnetz hat dann nochmals 2h verschlungen.

Alte Medien entdecken Social Software: Hype?

27 August 2005 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz
Hurra, die alten Medien entdecken Social Software als Thema! Beinahe gleichzeitig erscheinen in den nicht gerade als trendy verschrieenen Zeitungen NZZ und Die Zeit Artikel über Blogs zur Unternehmenskommunikation und Social Software als Web Release 2.0:

Anzeichen eines neuen Hypes oder Ankunft eines Trends in der Allgemeinheit?

Neuzugänge im Biblionetz

25 August 2005 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz
Frage: Sag' mal, kaufst Du eigentlich all die Bücher, die Du fürs Biblionetz erfasst?

Nein, vieles gibt’s elektronisch und gewisse Dinge erfasse ich auch auf Vorrat, ohne das Buch selbst bereits in den Händen gehabt zu haben:
  • Als Erinnerung an mich, dass es das gibt
  • Als Hinweis für andere, dass es das gibt
  • Als Anstoss einer automatischen Suche in "meinen" Bibliotheken, ob das Buch dort beschafft wurde und ich es bei Gelegenheit ausleihen kann. (Das Biblionetz fragt 3 Bibliotheken aus dem Nebis-Verbund automatisch ab)

Es ist im Biblionetz sichtbar, ob ich ein Buch physisch besitze:

Es gibt auch eine monatlich aktualisierte Seite mit den physischen Neuanschaffungen:

http://beat.doebe.li/bibliothek/b_owned.html

Aber, ja, ich werde bald mein Büchergestell ausbauen müssen smile

Biblionetz, wie lange noch?

12 August 2005 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz
Ich frage mich schon seit Beginn des Biblionetzes, wie lange ich mich als Einzelperson werde halten können. bzw. meine Qualität reicht, um BesucherInnen anzulocken und zum Teil zu begeistern. Ich sehe zweierlei Konkurrenz:
  • Automatismen, welche zunehmend die Informationssammlung und -aufbereitung übernehmen. (Biblionetz:a00118)
  • Social Software, d.h. alle die kollektiven Initiativen wie Wikipedia usw. (Biblionetz:w01734)

Ich habe das Gefühl, dass im Jahr 2005 dieser Zeitpunkt deutlich näher gerückt ist.

Beziehungs- und Begriffsnetze im Biblionetz

12 August 2005 | Beat Döbeli Honegger | Biblionetz, Visualisierung
Heute per Mail eine Anfrage zu den Beziehungs- und Begriffsnetzwerken im Biblionetz erhalten:

> Aber wie entstehen bei Ihnen Beziehungsnetzwerke?
> Haben sie für die Beziehungsnetze gemeinsame Veröffentlichungen ausgewertet? 
> Wie entstehen die Richtungen und Wertungen der Kanten? 

Die Beziehungsnetze beruhen auf statistischen Auswertungen derjenigen Bücher und Texte, die ich im Biblionetz erfasst habe. Fette Verbindungen bedeuten "mindestens eine gemeinsame Publikation". Dünne Verbindungen mit Pfeil bedeuten "VON zitiert ZU mindestens X mal", wobei ich den Wert für X nicht mal auswendig weiss. Ich glaub er liegt derzeit bei 3. Diese Darstellungen ändern sich mit der Zeit, da ich zusätzliche Features einbaue oder Schwellenwerte verändere, so dass eine "durchschnittliche" Biblionetzseite interessante und aussagekräftige Grafiken erhält.

> Desweiteren ist mir die Entstehung der Begriffsnetzwerke nicht ganz klar. 
> Geben Sie die ein, oder die Autoren oder … 
> Welche Kriterien legen sie dabei zu Grunde? Was haben die Richtungen der Kanten
> zu bedeuten?

Bei den Begriffsnetzwerken gibt es zwei Varianten zu unterscheiden:
  • Begriffsnetze auf Begriffseiten
  • Begriffsnetze auf Buch- und Textseiten

Begriffsnetze auf Begriffsseiten stellen eine statistische Auswertung der Cozitationen dar. D.h. welche Begriffe wurden von mir besonders häufig gemeinsam als Schlagworte für Bücher und Texte verwendet.

Begriffsnetze auf Buch- und Textseiten bilden alle Schlagworte ab, die ich dem entsprechenden Buch oder Text zugeordnet habe. Danach werden diejenigen Begriffe mit Kanten verknüpft, deren Cozitationswert einen gewissen Grenzwert übersteigen. Der Grenzwert ist wiederum durch Ausprobieren enstanden, so dass die Verknüpfungsdichte weder zu klein noch zu gross wird.

Gerichtete Kanten gibt es bei den Begriffsnetzen keine. Das gibt es nur bei den sogenannten Bibliomaps. Das sind von mir definierte Hierarchie- und Wirkungszusammenhangsbeziehungen zwischen Biblionetzobjekten. Bibliomaps sind am wenigsten stabil, da bin ich zur Zeit am experimentieren mit verschiedenen Konzepten.

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
  • CH-8032 Zürich
  • E-mail: beat@doebe.li
This page was cached on 06 Jan 2026 - 08:27.