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!MakeyMakey statt nur !TalkyTalky!

18 September 2014 | Beat Döbeli Honegger | Gadget, Informatik

Ja, ich könnte mich selbst an der Nase nehmen, dass ich mir das nicht früher überlegt habe. Und trotzdem freut es mich, dass ich es ab jetzt anders machen werde und damit Erfolg habe!

Seit Jahr und Tag erzähle ich den Erstsemestrigen in der ersten Veranstaltung des Moduls Mediendidaktik, was wir im Institut für Medien und Schule (IMS) im Bereich Forschung und Entwicklung so treiben und berichte im Bereich der Informatikdidaktik (Biblionetz:w00461) auch davon, wie wir z.B. in der i-factory versuchen, Informatik konkret be-greifbar zu machen. Die Studierenden hören interessiert, aber passiv zu.

Erst dieses Jahr habe ich in den gespielten Podiumsdiskussionen der Studierenden zur Bedeutung digitaler Medien in Kindergarten und Primarschule zur Erklärung des Konstruktionismus-Ansatzes (Biblionetz:w00561) von Seymour Papert einige Educational Robots (Biblionetz:w02473) mitgenommen. Bereits beim Anblick der Roboter schienen mir die Studierenden besser zu verstehen, dass man damit in Kindergarten und Primarschule mathematische und geometrische Konzepte unterstützen kann (Biblionetz:a00163).


Das Lego-WeDo-Set von Lego (Biblionetz:w02475)

Eine Studentin hat dann später im Seminar mit einem BeeBot (Biblionetz:w02472) zu spielen begonnen und plötzlich fuhr dieser mit lautem Geräusch auf dem Tisch herum. Auf meine Frage, ob sie gerne solche Roboter programmieren würden, antwortete zu meiner Überraschung die grosse Mehrheit mit ja. Also Seminarprogramm umgestellt und am Ende mit den Studierenden BeeBots programmiert.

Meine erste Erkenntnis: Nicht nur Schülern, auch Studierenden muss man das Abstrakte konkret - be-greifbar - machen! Versuche ich ja sonst im Unterricht auch - wie konnte ich das hier nur übersehen?

Also ab sofort in allen Eröffnungsveranstaltungen alle Informatik-"Spielzeuge" mitnehmen und aufbauen, selbst wenn ich im Unterricht gar keine Zeit habe, detailliert auf sie einzugehen.

Zweite Überraschung heute im Unterricht: Dass viele Studierende in der Pause freiwillig BeeBots programmiert und mit Bananen Musik gemacht haben, hat mich gar nicht mehr gross erstaunt. Als aber ein Student fragte, wo man denn ein MakeyMakey (Biblionetz:w02476) (siehe auch MaKeyMaKey) bestellen könne und ich eine Sammelbestellung anbot, meldeten sich 10 von 20 Studierenden: 50% der Studierenden sind bereit, 50.- Franken für ein Bananenklavier auszugeben!

Cool!

Erkenntnis für mich (einmal mehr): MakeyMakey statt nur TalkyTalky!

(Mehr zu den informatikdidaktischen Überlegungen unter: http://beat.doebe.li/talks/phzh13/)

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Bluetooth-Headsets sind nicht wirklich

05 January 2014 | Beat Döbeli Honegger | Gadget
Ich habe vor etwas mehr als einem Jahr schon mal drüber gebloggt, wie Behinderte das iPhone mit der Spracherkennung Siri nutzen können und wo die Tücken liegen. Dieser Tage habe ich eine ausgedehntere Recherche zu Bluetooth-Headsets gemacht, denn Siri hat für Behinderte einen gewichtigen Nachteil: Zum Aktivieren der Spracherkennung muss eine Taste gedrückt werden , Siri hört also nicht dauernd im Hintergrund mit.

Nun gibt es zahlreiche Bluetooth-Headssets, die damit werben, handfree zu sein. Damit liesse sich das Siri-Manko beheben, Behinderte könnten das iPhone komplett sprachgesteuert nutzen.

handsfree-01.jpg

Schaut man dann aber detailliert im entsprechenden Handbuch nach, so steht dort dann ernüchternd:

handsfree-02.jpg

Anrufe annehmen kann man somit komplett sprachgesteuert, die restliche Sprachsteuerung hingegen muss eben doch mit einem Tastendruck initiiert werden, haha.

Ärgerlich an dieser Situation ist weniger, dass keine entsprechenden Produkte existieren, sondern dass man sich erst durch alle vollmundigen Werbeversprechen zu den Betriebsanleitungen durchkämpfen muss um jedes Mal frustriert feststellen zu müssen, dass die komplette Sprachsteuerung immer einen Tastendruck vom User entfernt ist.

Technisch gesehen vermute ich übrigens, dass es das Akkufassungsvermögen aktueller Bluetooth-Headsets überfordert, dauernd am Mikrofon zu lauschen und Spracherkennung zu machen. Dies könnte der Grund sein, dass komplett handfreie Bluetooth-Lösungen als Freisprecheinrichtungen fürs Auto existieren. Diese Geräte sind grösser als Headsets und haben somit auch einen grösseren Akku. Konkret werde ich nächstens testen, ob sich das Produkt Blueant Commute als 100% handfreie iPhone-Nutzung eignet.

handsfree-03.jpg


Schweizer Bezugsquellen für Scratch-Sensoren und -Aktoren

04 October 2013 | Beat Döbeli Honegger | Gadget
Ich letzter Zeit bin ich nach entsprechenden Demos öfters gefragt worden, wo man denn die gezeigten Sensoren und Aktoren zu Scratch in der Schweiz bestellen könne (zuletzt nach meinem Vortrag "Informatik konkret machen". Hier eine kleine (sicher unvollständige Auflistung):

Alle drei Produkte werden von aktuellen Betriebssystemen (Windows und Mac) erkannt und erfordern kein manuelles Installieren von Treibern.

Picoboard

picoboard.jpg

Auf dem Board sind ein Licht- und Soundsensor, ein Button, ein Slider sowie 4 zusätzliche Eingänge für Sensoren vorhanden. Die Eingänge messen Widerstände und sind so für eine Vielzahl von Anwendungen offen. 4 Kabel inkl. Krokodilklemmen sind im Lieferumfang enthalten. Das Board ist eine Weiterentwicklung des Scratch-Sensor-Boards

MakeyMakey

makeymakey2.jpg

"Mit dem MaKey MaKey kann so ziemlich alles in eine Tastatur/Keyboard verwandelt werden, nur durch Anbringen einiger Krokodilklemmen. Der MaKey MaKey ist ein innovatives Gerät, welches Ihren Computer davon überzeugt, dass so gut wie alles eine Tastatur sein kann.. Dies erlaubt es Ihnen alle möglichen Dinge als Tasten zu verwenden. Spielen Sie Mario mit Kinderknetmasse oder ein Klavier mit Früchten."

Lego WeDo

wedo2.jpg

"Baukasten mit 158 LEGO Elementen, inklusive LEGO USB-Interface, LEGO Motor, Bewegungssensor und Neigungssensor zum Aufbau der 12 WeDo Robotik-Modelle. Die Elemente werden ausgeliefert inklusive stabiler Aufbewahrungsbox und Elementeübersicht."

Multiprotokoll-Media-Receiver für BYOD?

04 August 2013 | Beat Döbeli Honegger | Gadget, Schul-ICT
In den 1:1-Projekten an der Projektschule Goldau hat die Möglichkeit, jegliche Bildschirminhalte auf Knopfdruck per WLAN an den Beamer zu senden, grossen Anklang gefunden (siehe DemokratisierungDesBeamers). Dies war in der homogenen iOS-Umgebung der bisherigen Projekte dank AirPlay-Protokoll und einem Apple-TV am Beamer relativ einfach.

Die Zukunft - nicht nur an der Projektschule Goldau - wird aber eine heterogene Umgebungen sein, BYOD (Biblionetz:w02286) lässt grüssen. Dummerweise ist aber für die nähere Zukunft kein einheitliches Übertragungsprotokoll für Videodaten per WLAN in Sicht. Derzeit existieren mindestens folgende Standards ("Ich liebe Standards, weil es so viele von ihnen gibt!"):

So, und nun hätte ich gerne ein kleines Kästchen mit WLAN und HDMI-Anschluss, dass ich an einen Beamer oder einen grossen Bildschirm hängen kann und alle üblichen Geräte und Betriebssysteme können ihren Bildschirminhalt an das grosse Klassendisplay senden, so wie es bisher mit Airplay möglich ist. Das ist doch ein wunderbares Problem für ein Raspberry Pi (Biblionetz:w02420), oder?

Es scheint schon erste Prototypen zu geben, mit denen Screen-Mirroring mittels Airplay zu funktionieren scheint (Achtung: Sound ist kein Problem, Video hingegen schon, da das Protokoll nicht veröffentlicht und eigentlich kopiergeschützt ist).

Wäre das nicht ein schönes Projekt für eine Semester- oder Diplomarbeit? Oder hat sonst jemand ein Raspberry Pi ohne Verwendungszweck und zu viel Zeit? Freiwillige irgendwo? wink

Andreas Hofer hat auf Facebook auf einen HDMI-Receiver hingewiesen, der sowohl AirPlay als auch MiraCast beherrschen soll: http://www.amazon.de/iPush-MiraCast-Receiver-Streaming-Smartphone/dp/B00EBGF158/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1375615448&sr=8-1&keywords=airplay+miracast

-- Main.BeatDoebeli - 04 Aug 2013

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Der Mini-Elektro-Macho

19 June 2013 | Beat Döbeli Honegger | Gadget
Sorry, gleich noch ein drittes Elektromobil-Posting, danach lasse ich das Thema wieder sein...

Bereits beim Kauf des neuen Gebraucht-Twikes (Biblionetz:w02093) habe ich mir überlegt, ob ich mir angesichts getönter Heckscheibe und extrabreiten Hinterreifen Sorgen um mein Selbstbild machen müsste...

elektro-macho.jpg

Am 1. Bildungskongress von "Schulen der Zukunft" (worüber ich auch bloggen sollte) meinte Gerald Hüther etwas grün-memetisch populistisch:

huether-porsche.jpg
«Niemand, dem’s gut geht, braucht einen Porsche.»

Hmm, bei der getönten Heckscheibe und den extrabreiten Hinterreifen kann ich mich ja herausreden, das Gebraucht-Twike hätte das eben bereits gehabt. Verräterisch ist aber, dass ich das Twike eigenhändig mit Radkappen versehen habe:

radkappen.jpg

Da kann ich mich nun nicht mehr rausreden mit "Die waren halt dabei!"

Aber angesichts der Tatsache, dass die beiden Radkappen im Baumarkt je 7 Franken gekostet haben, geht es mir ja nach Hütherscher Zufriedenheitsskala noch recht gut wink

Ich bewundere deine Assoziationsfähigkeiten. Auch nach längerem Nachdenken gelingt es mir nicht eine Verbindung zu finden zwischen Porsche und Twike. LOL smile

-- Main.AndreaCantieni - 19 Jun 2013 Ein Rad ab: Aber Andrea, das ist doch nicht so schwierig: Denk Dir beim Porsche einfach ein Rad weg und Du bist beim Twike wink

-- Main.BeatDoebeli - 19 Jun 2013

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