Schul-ICT, Nov 2006

Seit mindestens einem Monat kündigt die SFIB eine Notebookaktion für Schülerinnen und Schüler im educashop.ch an. Zuerst anlässlich der Worlddiac in Basel und nun in Pressemitteilungen, die z.B. vom PC Tipp aufgenommen werden:

Die Schweizerische Fachstelle für Informationstechnologien im Bildungswesen (SFIB) lanciert auf ihrer Website ab dem 1. Dezember 2006 ein Projekt, um Gymnasiasten sowie Berufs- und Mittelschüler günstig mit mobilen Rechnern zu versorgen.

Unter dem Motto «Be mobile – learn anywhere» zeigt die SFIB auf Educashop.ch [1] günstige Notebook-Bundles mit Software und Zubehör zu Einkaufskonditionen. Die SFIB will damit dem Umstand Rechnung tragen, dass das mobile Lernen zwar zunehmend an Bedeutung gewinnt, sich die meisten Schüler aber kaum einen mobilen Rechner leisten können. Unterstützt wird die SFIB bei ihrem Projekt von verschiedenen Anbietern, darunter auch Norman mit Hauptsitz in Basel. Die Firma stellt ihre Antiviren-Software zur Verfügung.

Leider kann ich die Aktion noch nicht beurteilen, denn trotz Medienaktivitäten ist auf der Website des educashop.ch noch nichts zu finden. Klar, wer genau liest, wird bemerken, dass die Aktion erst per 1. Dezember 2006 starten wird. Warum dann die heisse Luft bereits einen Monat vorher? Das macht mir keinen seriösen Eindruck, sondern klingt nach Weihnachtsgeschäft und "Alte Notebooks loswerden bevor Vista kommt."

Wie ich grad sehe, bin ich mit dieser Skepsis nicht alleine. ,

Neo Alphasmart

18 November 2006 | Beat Döbeli Honegger | Schul-ICT

Schulserver für die Hosentasche

08 November 2006 | Beat Döbeli Honegger | Schul-ICT
Unter dem Namen Digitale Schultasche wurde ein kostenloses Image für USB-Sticks entwickelt, mit dem Lehrpersonen einen vollständigen Moodle-Server betreiben können:
  1. Die Lehrperson steckt den USB an den heimischen PC und bereitet den Unterricht vor.
  2. Mit dem USB-Stick in der Hosentasche geht die Lehrperson in den Unterricht und steckt den USB-Stick an einem PC ein.
  3. Schülerinnen und Schüler können nun per Web-Browser auf den Moodle zugreifen, ihre Aufgaben lesen, bearbeiten und abgeben.
  4. Am Ende der Stunde nimmt die Lehrperson den USB-Stick wieder mit.
  5. Zuhause kann sie nun die Arbeitsergebnisse der Schülerschaft vom USB-Stick abrufen.

Weitere Infos und Download...

Diese Lösung hat bestechende Vorteile:
  • Es muss kein grosser Server installiert und eingesetzt werden,
  • im Extremfall ist nicht einmal ein Internetzugang notwendig
  • und die Sicherheits- und oder Datenschutzprobleme sind massiv geringer.

Auf der anderen Seite sind aber auch Nachteile damit verbunden:
  • Der Server ist für die Schülerinnen und Schüler nur während der entsprechenden Lektion vorhanden
  • Vergisst oder verliert die Lehrperson den Stick, so sind die Daten weg und der Server steht nicht zur Verfügung

Aus diesem Grund eignet sich dieser Schulserver für die Hosentasche vor allem für erste Experimente mit Moodle. Ist man danach vom Nutzen überzeugt, so wird sich wohl ein extern gehosteter Server im Internet lohnen.

Siehe dazu auch die Empfehlungen aus dem (bald erscheinenden) educaGuide Infrastruktur:

Via Beat Häfeli

-- Main.BeatDoebeli - 08 Nov 2006

Kontakt

  • Beat Döbeli Honegger
  • Plattenstrasse 80
  • CH-8032 Zürich
  • E-mail: beat@doebe.li
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