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Ich möchte die Folien meiner Vorträge gerne auf der eigenen Website publizieren

25 Jun 2018 - 06:49 - Version 1 - BeatDoebeli

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Nach Referaten werde ich von Veranstalterinnen und Veranstaltern öfters gefragt, ob sie meine Folien veröffentlichen dürften. Ich mache das aber lieber selbst (unter https://beat.doebe.li/talks) und bitte meist darum, auf meine (bei Vortragsende bereits erfolgte) Publikation zu verlinken. Die Gründe dafür lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

Mediendidaktische Gründe: (didaktischer Mehrwert)
  • Jede Folie hat eine eigene, stabile URL, so dass darauf verlinkt werden kann
    (Im Gegensatz dazu kann man bei slideshare z.B. nicht einzelne Folien verlinken).
  • Jede Folie ist als Bild download- und damit in andere Dokumente integrierbar.
  • Bei vielen Folien habe ich auch eine Kurzfassung des gesprochenen Textes hinzugefügt.
  • Viele Folien sind auch gleich ergänzt mit anklickbaren Verweisen auf andere Websites (zitierte Quellen oder Beispiele, weitere Erklärungen)
  • Ich achte wirklich darauf, dass die URLs sich nicht ändern
    (oder aber automatische Umleitungen eingerichtet sind).
  • Meine Website ist langlebiger als die meisten Veranstaltungswebsites.

Gesellschaftspolitische Gründe:
  • Ich behalte die Hoheit darüber, in welchem Kontext meine Vorträge publiziert sind
    (kein "Andere Besucher haben sich auch diese Vorträge angeschaut" o.ä.)
  • Meine Website ist werbefrei
  • Ich bin nicht kostenloser Contentlieferant eines kommerziellen Unternehmens

P.S.: Für VeranstalterInnen, die mich eingeladen haben, gibt es die Seite OrganisatorischesZuMeinenVortraegen

 
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Ich möchte gerne mit dem eigenen Gerät präsentieren

11 Jun 2018 - 13:54 - Version 2 - BeatDoebeli

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Da ich immer wieder von Veranstaltern gefragt werde, ob ich denn wirklich mit dem eigenen Gerät präsentieren möchte, hier mal meine Begründungen:

  • Nur bei meinem eigenen Gerät weiss ich, dass meine Präsentation auf dem Gerät wirklich läuft (inkl. aller Schriftarten und evtl. notwendiger Codecs für Videos etc.)

  • Bei meinem eigenen Gerät kann ich auf dem Bildschirm zeichnen (sowohl mit Fingern als auch mit Stift)

  • Bei meinem eigenen Gerät bin ich selbst für das reibungslose Funktionieren verantwortlich und kann bei Problemen (hoffentlich) auch kompetent eingreifen.

  • Mein Gerät meint während des Referats weder, es müssten jetzt Updates installiert werden noch es müsse sich jetzt an einem (nicht vorhandenen) Netzwerk anmelden.

  • Nur bei einer Präsentation auf meinem eigenen Gerät kann ich bei Bedarf noch Folien aufgrund von Vorrednerinnen und -rednern anpassen bzw. bei gestohlener Redezeit ausblenden.

P.S.: Ich hatte früher gemeint, es reiche, jeweils zu wünschen "Ich möchte gerne mit dem eigenen Gerät präsentieren können." Bis mir einmal mein Gerät am anderen Ende des 50 Meter langen Saals aufgestellt worden ist (kein Videoangschluss am Rednerpult!). Da war dann nichts mit dem geplanten Live-Zeichnen auf den Folien :-/

P.S. 2: Für VeranstalterInnen, die mich eingeladen haben, gibt es die Seite OrganisatorischesZuMeinenVortraegen

 
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Informatik in der Primarschule: Es kommt gut!

02 Jun 2018 - 15:54 - Version 2 - BeatDoebeli

Mitte Mai durfte ich im Boten der Urschweiz erneut aus meinem Arbeitsalltag berichten. Ich habe meinem Optimismus Ausdruck verliehen, dass es mit der Einführung des Themas Informatik in der Primarschule gut kommt:

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Primarlehrerinnen und Primarlehrer unterrichten bereits heute viele verschiedene Fächer. Jetzt bringt der Lehrplan 21 ein weiteres Thema: Medien und Informatik. In der ersten Frühlingsferienwoche fanden in Pfäffikon deshalb drei obligatorische Weiterbildungswochen für Primarlehrpersonen statt. Mit meinem Kollegen Michael Hielscher durfte ich eine Kursgruppe mit 23 Lehrerinnen und Lehrern der 5. und 6. Klasse zum Thema Informatik leiten.

Die Motivation und Offenheit der Primarlehrpersonen, sich auf das für sie neue Thema Informatik einzulassen, hat uns beeindruckt. Ich habe dies nicht nur vergangene Woche, sondern auch in den bisherigen Weiterbildungen oder bei der Primarlehrerin meines Sohnes erlebt. Obwohl – oder gerade weil – Primarlehrerinnen und Primarlehrer bereits so viele verschiedene Fächer und Themen abdecken müssen, sind sie offen für Neues geblieben. Zugegeben, am Montagmorgen waren teilweise etwas bleiche Gesichter zu sehen. In den Gesprächen gaben auch einige Teilnehmende zu, sie seien mit gemischten Gefühlen in die Weiterbildung gekommen oder hätten vor Kursbeginn gar schlecht geschlafen: «Anfangs war es keine berauschende Vorstellung, sich gemäss Ausschreibung eine Woche lang mit Mathematik und schwieriger Informatik beschäftigen zu müssen – dazu noch in den Ferien und verpflichtend für alle!»

24 Stunden später: Nach dem Lego-Prinzip stellen die Lehrpersonen Befehlsbausteine zu komplexen Computerprogrammen zusammen. Zu zweit sitzen sie vor bildschirmfüllenden Befehlsfolgen und diskutieren eifrig: «Müsste dieser Befehl nicht in die Schleife hinein, damit er nicht nur zu Beginn ausgeführt wird?» Als wir die Teilnehmenden darauf ansprechen, staunen sie selbst: Bereits am zweiten Kurstag fachsimpeln sie über ihr erstes selbst programmiertes Computerspiel!

Im Kurs wird viel gelacht, experimentiert, aber auch intensiv nachgedacht. Wider Erwarten sitzen die Lehrerinnen und Lehrer auch nicht stundenlang vor ihren Bildschirmen. Sie zeichnen mit Filzstiften Wege für Roboter, machen als Gruppe ein Rollenspiel zu den Bestandteilen eines Smartphones und lernen, mit zwei Händen bis auf 1000 zu zählen. Abends sind alle müde und erschöpft: Die Lehrerinnen und Lehrer sind es nicht mehr gewohnt, eine ganze Woche Schülerin oder Schüler zu sein und dauernd etwas Neues lernen zu müssen, und für uns von der Forschungsabteilung ist es anstrengend, eine ganze Woche ununterbrochen zu unterrichten – für beide Seiten eine lehrreiche Erfahrung.

Nach unseren bisherigen Weiterbildungen für den neuen Bereich «Medien und Informatik» des Lehrplans 21 bin ich zuversichtlich: Wenn es gelingt, den Primarlehrerinnen und Primarlehrern die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich Informatik attraktiv und altersgerecht – auch in Kombination mit anderen Fächern – vermitteln lässt, wird das Thema in der Primarschule gut ankommen. Damit ist ein erster Grundstein für das Lernen über digitale Medien gelegt.

Die Einführung des Lehrplans 21 wird uns aber noch Jahre beschäftigen. Als Nächstes gilt es, Erfahrungen im Unterricht zu sammeln und das Gelernte umzusetzen. Vielleicht erklären dann bald die Schwyzer Kinder ihren Eltern, was die kommenden Volksabstimmungen mit Informatik zu tun haben und was die technischen Hintergründe sind!

PS: Unser Material können Sie bei Interesse auch anschauen, wenn Sie nicht in unsere Kurse kommen: http://iLearnIT.ch/broschueren

Wie um zu beweisen, dass dieser Optimismus gerechtfertigt ist, erreichen uns in den letzten Tagen (freiwillig!) mehrfach Bilder und Unterlagen von Lehrpersonen, die entweder für sich selbst zum Nachbereiten der Weiterbildung, als Vorbereitung für den kommenden Unterricht oder bereits im Unterricht mit Schülerinnen und Schüler Themen der Weiterbildung ausprobiert haben. Hier eine Auswahl zum Thema Pixelbilder:

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