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Doofe Referrer-Spammer

29 Jul 2006 - 10:12 | Version 4 |
So wie es Hitze- und Kältewellen gibt, so kommen und gehen auch Spamwellen. Derzeit wird das Biblionetz wieder mal von zahlreichen Spamwellen heimgesucht, sowohl Kommentarspam als auch Referrerspam. Gewisse Spammer sind nicht nur einfach nervig, sie sind auch noch besonders doof:

referrer-spam.jpg

In diesem Fall zu doof, die eigene, zu bewerbende URL richtig zu schreiben.

P.S.: 429 Hits sind herzlich wenig. Gewisse Referrer-Spammer bringens pro Monat auf 20'000 Hits.


Kannst Du für die Unwissenden der Welt noch kurz erklären, wie Referrer-Spam funktioniert, bzw. was es überhaupt ist und was für einen Effekt die Spammer sich davon erhoffen? JH

Aber gerne smile Es ist ein Effekt der Aufmerksamkeitsökonomie:
  • Referrer-Spammer wollen, dass ihre Website gefunden wird.
  • Webseiten werden heute primär via Google gefunden.
  • Google misst Seiten, auf die oft verwiesen wird, eine höhere Bedeutung zu und zeigt sie in den Ergebnissen weiter oben an (PageRank).
  • Fazit: Spammer suchen nach Möglichkeiten, Hyperlinks auf ihre Webseiten im Web zu platzieren. Dazu gibt es mindestens folgende Möglichkeiten:
    • Eigene Linkfarmen: Man konstruiere sinnlose Websites mit dem einzigen Zweck, auf die zu pushende Seite zu verweisen.
    • Forenspam: Man erwähne die eigene Webseite in Foren (z.b. in der Kommentarfunktion des Biblionetzes)
    • Wikispam: Man schreibe die eigene URL in fremde Wikis rein. (z.b. WikiSpamAttacke, WikiSpamVersuche)
    • Referrerspam: Man rufe (endlich kommts...) wahllos, aber wiederholt die gleichen Webseiten auf und gebe dabei die eigene URL als Herkunft/Referrer an) in der Hoffnung, in der automatisch erstellten Statistik des bespammten Webservers unter den Top-Referrern erwähnt und verlinkt zu werden (seither ist meine Website-Statistik passwortgeschützt) .

(siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Spam#Wiki-.2C_Link-_und_Blogspam)

Jaja, es ist interessant, welcher Mikrokosmos von Nahrungsketten sich da im Internet entwickelt...


 
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Kategorien: IsaBlog, IsaBiblionetz